Tag 100
Krasser Scheiß!!! Jetzt sind wir schon 100 Tage unterwegs!!!
Sonntag 05.10.2025 Kamerun
Bikok (CM)
13725 km ab Bramsche
Schon doof, wenn man morgens so nach draußen geht und da son halber Baum auf dem Auto liegt…zum Glück ist nichts kaputt gegangen.
Wir beschließen noch einen weiteren Tag bei Fruitopia zu verbringen, da wir noch ein bisschen was zu tun haben und unsere Wäsche noch trocknen muss. Bei so einem geilen Platz bleibt man gerne mal einen Tag länger :-)
Gegen Nachmittag haben wir soweit alles erledigt, außer die STAR Reinigung von außen. Hierfür bekommen wir von Maille einen Hochdruckreiniger und legen los. Leider ist der Spaß nach 15 Minuten schon wieder vorbei, da es anfängt wie aus Eimern zu regnen. Es hört den Rest des Tages auch nicht mehr auf und die Aktion wird auf morgen verschoben.
Tag 101
Montag 06.10.2025 Kamerun
245 km von Bikok (CM) bis Djoum (CM)
13970 km ab Bramsche
Morgens wird die Reinigungsaktion mit dem Hochdruckreiniger fortgesetzt. Das war auch bitter nötig. Selbst eine Unterbodenwäsche bekommt der STAR.
Gegen 12:00 fahren wir weiter und nehmen Augustie noch ein Stückchen mit, da sie nach Yaounde möchte und nicht mit dem Moped die vom Regen aufgeweichte Matsche-Straße fahren möchte.
Ansonsten sind die Hauptstraßen weiterhin in einem super Zustand und wir kommen gut voran. Der angepeilte Schlafplatz entpuppt sich dann allerdings als Niete, sodass wir weiter fahren müssen. Doof nur, dass es bereits dunkel ist und das Licht nicht richtig funktioniert. Da ist wohl irgendwo ein Kabel locker oder so. Das einzige was funktioniert ist die Lichthupe, aber auch nur in einer bestimmten Position. Also muss ich verkrampft irgendwie die richtige Position bei der Lichthupe gezogen halten um etwas sehen zu können. Ist ein bisschen anstrengend so. Wir sind echt froh, als wir dann irgendwann einmal eine einigermaßen geeignete Stelle an der Straße gefunden haben. Im Dunkeln sieht man leider auch nicht so genau, wie es neben der Straße so aussieht…
Tag 102
Dienstag 07.10.2026 Kamerun / Republik Kongo
264 km von Djoum (CM) bis Souanké (CG)
14234 km ab Bramsche
Die Straßen sind weiterhin in einem super Zustand. Man muss wohl hin und wieder etwas Maut bezahlen, aber das ist nicht der Rede wert. Nach unserer Frühstückspause an einem einfachen Platz an der Straße wollen wir weiter und ich starte das Auto. Irgendwie habe ich aber die Kupplung nicht ganz getreten und der Gang ist noch drin. Das fand der Anlasser wohl nicht so lustig und gibt danach erstmal nur komische Geräusche von sich. Nach ein paar Versuchen startet der Wagen dann aber doch, als ich ihn etwas mit eingelegtem Gang rollen lassen und dann nochmal starte. Da hatte sich wohl irgendetwas verklemmt oder so… Anschließend startet er wieder problemlos.
Weiterhin fällt auf, dass der STAR im Leerlauf sehr unruhig läuft und hin und wieder sogar ausgeht… das werden wir mal weiter beobachten… (Alte Zicke).
Wir schaffen es aber noch relativ zeitnah die Grenze zur Republik Kongo bei Ntam zu erreichen. Es funktioniert alles reibungslos und wir sind nach ca 1,5 Stunden mit beiden Seiten durch.
Im nächst größeren Ort hinter der Grenze (Souanké) besorgen wir noch eine Sim-Karte und ein paar Hähnchenspieße vom Grill an der Straße und fahren dann zu unserem angepeilten Schlafplatz. Bei diesem handelt es sich um eine alte Abbaustelle oder ein Firmengelände oder sowas und ist etwa 500 m von der Hauptstraße entfernt. Total ruhig und kaum Menschen zu sehen.
Tag 103
Mittwoch 08.10.2025 Republik Kongo
Souanké (CG)
14234 km ab Bramsche
Heute haben wir den ganzen Tag hier im Wald gestanden. Zum einen weil wir den Platz super finden und zum anderen, weil wir noch die Fotos bei der Website hochladen wollen (bei Fruitopia war der Empfang nicht ausreichend) und so.
Tag 104
Donnerstag 09.10.2025 Republik Kongo
349 km von Sounké (CG) bis Moyoye (CG)
14592 km ab Bramsche
Morgens springt der STAR ganz normal an und wir machen heute echt viele Kilometer. Leider geht der STAR im Leerlauf immer wieder aus, sodass ich dann immer etwas Gas geben muss. An einer Kreuzung ist er mal wieder ausgegangen und ich habe wohl zu hektisch versucht diesen wieder zu starten. Die Kupplung war nicht getreten und der Anlasser versucht gegen den eingelegten Gang zu starten und kackt ab. Nach einigen Versuchen ist wohl die Batterie leer und der Anlasser sagt gar nichts mehr… Zum Glück gibt es hier eine Polizei Kontrolle und die Beamten helfen alle fleißig beim Anschieben und er springt tatsächlich auch wieder an. Wir bedanken uns noch mit ein paar Dosen Bier und fahren weiter. Wir sind auf dem Weg nach Ouesso um hier zu tanken. Die erste Tankstelle noch vor Ouesso hat sogar tatsächlich Diesel und wir tanken voll. Hierzu muss man aber leider das Auto abstellen und anscheinend sind die Batterien noch nicht wieder voll genug. Der Tankwart, sein Kollege und ein paar Leute von der Straße helfen wieder beim Anschieben. Allerdings stehen wir etwas ungünstig an der Tankstelle, sodass wir erst ein paar Mal vor und zurück rangieren müssen…die Leute tun mir schon ein wenig leid… als wir dann in der richtigen Position sind, schieben alle fleißig an und der STAR läuft wieder. Auch hier gibt es wieder ein paar Dosen Bier zum Dank.
Anschließend fahren wir noch ca. 100 km weiter bis wir an unserem angepeilten Schlafplatz ankommen sind. Mal hoffen, dass die 100 km ausreichend waren und der STAR am nächsten Morgen anspringt…
Tag 105
Freitag 10.10.2025 Republik Kongo
207 km von Moyoye (CG) bis Owando (CG)
14799 km ab Bramsche
Natürlich springt er morgens nicht an und der Anlasser dreht nicht richtig. Wir kontrollieren die Kontakte der Batterien und ziehen diese nach. Anschließen springt er direkt an. Mal hoffen, dass es das jetzt war.
Wir fahren also erstmal weiter. Nach ca 100 km machen wir ne Pinkelpause und als wir wieder starten wollen, das Gleiche Spiel… nix starten Motor… Da wir das Problem ja kennen, haben wir an einer Steigung angehalten und konnten so relativ problemlos wieder weiter (rollen lassen und dann den 3. Gang kommen lassen). Nach der nächsten Pause nochmal 100 km weiter das gleiche Spiel… Anlasser macht Geräusche aber dreht den Motor nicht. Ich schaue mir die Kontakte der Batterie nochmal an und schleife diese etwas an. Ein Pol einer Batterie sieht tatsächlich ganz schön beschissen aus. Vielleicht ist das der Übeltäter oder wir haben den Anlasser geschrottet. Leider startet der STAR trotzdem nicht. Da wir aber natürlich wieder an einer Steigung stehen können wir dennoch so weiterfahren. Das ist echt nervenaufreibend, wenn der Motor unrund läuft und im Standgas ausgeht, man das Auto aber nicht ausgehen lassen darf, da der dann nicht wieder startet. Ich hab echt zu wenige Füße um gleichzeitig die Bremse, die Kupplung und das Gaspedal zu drücken…
Da das Fahren so natürlich kein Zustand ist, beschließen wir ein Hotel anzusteuern, bei dem wir die Batterien mal wieder richtig aufladen und in Ruhe nach der Ursache schauen können. Zur Not haben wir noch Ersatzbatterien und einen Ersatzanlasser mit, aber gar keine Lust alles auseinander zu bauen um den Anlasser zu tauschen.
Wir steuern also ein Hotel in Owando an. Das erste Hotel, dass wir uns anschauen sieht erstmal sehr nett aus und liegt direkt an einem Fluss. Ich bleibe im Auto sitzen, damit es nicht ausgeht und Michelle geht mal fragen. Der Besitzer meint, dass wir die Suite mieten müssen und diese kostet 80.000 CFA (120,- €) pro Nacht. Nach einigem Verhandeln kostet die Suite nur noch 40.000, was aber immer noch viel zu viel ist, da wir gar keine 3 Zimmer Luxus Suite brauchen, sondern nur einen Stellplatz, evtl. ein einfaches Zimmer und Strom. Nach einigem hin und her, meint der Chef, dass wir auch in seinem anderen Hotel für 25.000 CFA schlafen können. Das handelt Michelle dann noch auf 15.000 runter und wir fahren zu diesem Hotel (Daniel´s Club Hotel). Das Hotel ist tatsächlich echt in Ordnung. Mit Dusche und Klimaanlage und so nem Schicki-micki alle… und der Strom funktioniert super. Wir können parallel die Batterie für die Stromversorgung hinten laden und das Ladegerät für die Starterbatterien betreiben.
Da wir nach diesem nervigen Tag erstmal runterkommen müssen und wir heute unterwegs noch den Äquator überquert haben und die Taufe noch nachholen müssen, beschließen wir zu einem Restaurant ca. 2 km entfernt zu laufen und hier zu Abend zu essen. Das Restaurant hat eine Terrasse mit einer super Aussicht über den angrenzenden Fluss und das Essen schmeckt auch top. So ist zumindest der Abend noch entspannt.
Als wir zurück beim Hotel sind, ist die erste Batterie voll und wir schließen über Nacht die zweite an.
Tag 106
Samstag 11.10.2025 Republik Kongo
198 km von Owando (CG) bis Gambona (CG)
14997 km ab Bramsche
Morgens sind beide Batterien voll. Bevor wir versuchen den Motor zu starten, schauen wir aber erst nochmal, ob am Anlasser irgendein Defekt (loses Kabel oder so) zu sehen ist. Das ist allerdings nicht der Fall. Wir entdecken aber ein anderes Kabel am Motor, welches ab ist. Dieses führt zu einem Sensor in der Dieselleitung. Das könnte die Ursache für den unrunden Lauf des Motors gewesen sein…
Beim ersten Versuch das gleiche Spiel: Anlasser dreht kurz, schafft es aber nicht den Motor zu starten. Beim zweiten Versuch: Erfolg!!! Der Motor läuft!!! Anscheinend haben die vollen Batterien etwas bewirkt. Der Anlasser scheint wohl ein bisschen was abbekommen zu haben, aber er läuft noch. Auch 2 weitere Versuche sind erfolgreich. Er startet aber nur vernünftig, wenn ich beim starten Vollgas gebe. Damit kann ich leben…
Der Motor läuft auch wieder vernünftig. Hier war wohl tatsächlich das Kabel schuld, welches sich gelöst hatte. Wir stellen aber trotzdem noch das Standgas etwas höher, sodass wir keine Angst haben müssen, dass er unterwegs einfach so aus geht.
Nach dem Erfolg gehen wir noch entspannt über den Markt in der Stadt, besorgen ein paar Dinge und fahren um ca. 12:30 weiter.
Heute übernachten wir auf einem alten stillgelegten Flugplatz. Von dem Flugplatz ist nicht mehr viel zu erkennen, außer einem sehr langen geradem Stück Feldweg, welches wohl mal die Startbahn war. Der Platz liegt ca. 2 km von der Straße entfernt mitten im Nichts und wir sehen den ganzen Abend keine Menschenseele. Nicht mal ein Moped kommt vorbei. Voll toll hier :-)
Tag 107
Sonntag 12.10.2025 Republik Kongo
185 km von Gambona (CG) bis Moembe (CG)
15183 km ab Bramsche
Der STAR springt am Morgen tatsächlich problemlos an. Ich hoffe das war´s jetzt.
Heute steuern wir das Camp ABIO an. Hierbei handelt es sich um ein Gorilla Sanctuary. Diese wollen wir uns morgen anschauen. Die letzten 15 km der Strecke dorthin verlaufen wirklich durchs Nichts. Kein Dorf oder Mensch oder ähnliches. Nur am Ende das Camp und dahinter eine Sackgasse am Fluss. Sehr cool.
Tag 108
Montag 13.10.2025 Republik Kongo
Moembe (GC)
15183 km ab Bramsche
Heute besuchen wir die Gorilla:-). Hierzu fahren wir mit einem kleinen Motorboot den Fluss entlang bis zu dem Reservat in dem einige Tiere quasi ausgewildert wurden. Alleine die Fahrt über den Fluss durch die unberührte Natur ist schon einen Ausflug wert. Unterwegs sehen wir noch einige Hippos im Fluss.
Wir steigen aus dem Boot aus und wandern ein Stückchen über die Insel bis der Ranger die Tiere ruft und ihnen Früchte zum fressen rüber schmeißt. Es lässt sich aber nur ein Gorilla blicken. Das Tier ist echt beeindruckend und wir sind total begeistert. Er ist total friedlich aber es ist vielleicht ganz gut, dass wir durch einen Zaun getrennt sind. Auf dieser Insel leben wohl drei Gorilla, aber Joshi und Jessica lassen sich nicht blicken. Als wir ein Stück um die Insel herumfahren entdecken wir Jessi doch noch hinter den Büschen versteckt, aber sie hat keine Lust rauszukommen. Tja...wenn Jessi keine Lust hat, dann hat sie halt keine Lust....;-)
Nach ca 1,5 - 2 Stunden kommen wir mit dem Motorboot wieder am Camp an und setzten uns erstmal entspannt an unseren Tisch um die Tour ein wenig Revue passieren zu lassen. Kurze Zeit später, kommt der Ranger noch einmal zu uns um uns noch einen weiteren Gorilla zu zeigen. Dieser lebt alleine direkt auf der Insel gegenüber dem Camp weil er wohl zu aggressiv ist um mit den anderen zusammen zu leben. Wir können ihn von unserer Flussseite aus sehr schön beobachten. Wir holen unsere Stühle, Fernglas und Fotoapparat und schauen ihm ca. 3 Stunden dabei zu wie er sich hinter Büschen versteckt, Blätter und Früchte frisst und brüllend und trommelnd hin und her läuft. Was für ein tolles Erlebnis...
Da es inzwischen Nachmittag ist und es beschließen wir noch eine Nacht hier zu bleiben.
Tag 109
Dienstag 14.10.2025 Republik Kongo
373 km vo Moembe (CG) nach Nkayi (CG)
15.556 km ab Bramsche
Heute war mal wieder ein reiner Fahrtag. Außer, dass wir uns über die tollen Straßen freuen (neue 2-spurige Autobahn ohne Schlaglöcher) und uns über die teure Maut aufregen, passiert nicht viel. Wir mussten heute insgesamt 70.000 CFA (etwa 105,- €) an Maut bezahlen, da wir wie ein großer LKW abgerechnet werden. Das sind schon französische Verhältnisse hier...
Tag 110
Mittwoch 15.10.2025 Republik Kongo
190 km von Nkaye (CG) bis Bouli Gouli (CG)
15746 km ab Bramsche
Als wir morgens draußen so ein bisschen über unseren Schlafplatz laufen, sehen wir, dass der Platz um die Ecke noch ein Stückchen weitergeht und hier ein Zelt steht. Davor steht ein weißer Mann und kocht irgendetwas. Es handelt sich um einen Touristen aus der Ukraine (lebt aber in Spanien), der mit dem Fahrrad unterwegs ist. Er ist wohl auch gestern dort angekommen, allerdings etwas früher als wir, sodass wir uns gestern Abend nicht mehr gesehen haben. Er ist die komplette Strecke von Spanien bis dorthin alleine mit dem Fahrrad gefahren und ist jetzt bereits neun Monate unterwegs. Schon echt krass... Wir quatschen noch ein bisschen und dann fahren wir weiter. Heute ist es nicht ganz so schlimm mit der Maut. Wir schaffen es unser Auto als Camper zu verkaufen und nicht als LKW und damit müssen wir jeweils nur 10.000 CFA bezahlen anstatt 30.000 CFA. Es hilft die Quittung vom ersten mal vorzuzeigen auf dem die Klasse draufsteht. Somit zahlen wir heute insgesamt "nur" noch 30.000 anstatt 90.000.
Als wir so weiter durch die Berge fahren, merke ich, dass der Druck der Druckluft immer weiter abbaut. Ich denke es handelt sich um den Druckregler, da dieser schon öfters etwas gehakt hat und etwas Luft abgezischt ist, aber das zischen kommt von einer anderen Stelle. Wir halten also an einer geeigneten Stelle an um die Ursache zu finden. Der böse Arschloch-Auspuff hat ein Loch in den Druckluftschlauch zwischen Kompressor und Druckregler gebrannt und dadurch wird kein Druck mehr aufgebaut. Wir basteln ca. 2 Stunden rum und flicken den Schlauch notdürftig mit einem Schlauchstück, Tüdeldraht und Panzerband. Ist nicht ganz dicht, aber der Druck wird zumindest wieder aufgebaut. Morgen wollen wir dann in Point Noir einen neuen besorgen.
Tag 111
Donnerstag 16.10.2025 Republik Kongo
101 km von Bouli Gouli (CG) nach Fouta (CG)
15.847 km ab Bramsche
Der notdürftig geflickte Schlauch hält und wir schaffen es bis nach Pointe Noir. Wir halten dort an 3-4 Stellen an und fragen nach dem passenden Schlauch. Hierfür habe ich extra ein kleines Stückchen vom Schlauch als Muster abgeschnitten. Ich frage in 7-8 kleinen Läden mit KFZ Teilen, aber leider ohne Erfolg. Als wir dann an einem etwas größeren Markt anhalten, sehe ich direkt an der Straße einen kleinen Stand an dem ein Schlauch hängt, der in etwa passen könnte. Und tatsächlich ist es genau der richtige Schlauch im passenden Durchmesser und in der richtigen Länge. Allerdings ist dieser gebraucht, dafür aber mit 3000 CFA (4,50 €) auch sehr günstig.
Wir fahren weiter durch Pointe Noir Richtung Fouta zur Grenze nach Angola (Cabinda). Da wir keinen passenden Platz für die Schlauch Reparatur finden, wir das auf morgen verschoben.
Wir erreichen die Grenze um ca. 13:45. Zunächst geht auch alles reibungslos und zügig über die Bühne. Als wir dann beim Zoll unser TIP / Passavant holen, dauert es aber ewig. Die Truller braucht 1,5 Stunden um dieses blöde Ding auszufüllen. Wir fragen ob wir für das Moped auch eins benötigen, das wäre aber nicht nötig. Wir müssen nun noch zur Polizei Station und das TIP / Passavant abstempeln lassen. Die Polizistin ist leider anderer Meinung und sagt, dass wir doch eins fürs Moped brauchen. Also in Begleitung von der Polizistin wieder zurück und 45 Minuten haben wir auch das Moped erledigt. Also wieder zu der Polizei. Hier stellt sich heraus, dass die doofe Truller ein falsches Kennzeichen eingetragen hat... Die Polizistin ist sichtlich genervt und geht nun ohne uns noch einmal zu der Zoll Truller. Das Nummernschild wird händisch geändert und abgestempelt. Nun könnten wir endlich weiter. Allerdings ist es bereits 17:30 und es wird bald dunkel. Also fragen wir ob wir auf dem Parkplatz bei der Grenze schlafen dürfen. Ich glaube so sicher haben wir bislang noch nicht gestanden ;-)
Tag 112
Freitag 17.10.2025 Republik Kongo / Angola (Cabinda)
76 km von Fouta (CG) bis Fútila (AO)
15.923 km ab Bramsche
Die Grenze öffnet die Tore um 8 Uhr und wir können weiter fahren. Zunächst suchen wir einen Platz um den Schlauch zu tauschen. Dieser passt super. Ich muss ihn nur auf die passende Länge kürzen und austauschen und nach ner Stunde können wir schon weiter. Nach dem ganzen Stress der letzten Tage beschließen wir mal wieder einen Nachmittag zu entspannen und steuern ein Hotel am Strand an (Fútila Beach Hotel (17.000 Kwanza, ca. 17,- €).Nach den ganzen beschissen Hotels die wir in Nigeria usw. hatten ist dieses hier echt ein Traum. Es gibt warmes Wasser aus der Dusche, kalte Luft aus der Klimaanlage, den ganzen Tag Strom und ein gutes Restaurant mit Steaks und Seafood. Wir können den STAR direkt neben unserer Lodge parken und können somit auch unsere Batterien wieder komplett aufladen.
Aus dem entspannten Nachmittag wird allerdings nichts, da der Druckregler mal wieder spackt und ich beschließe diesen auszubauen und zu reinigen. Die alten Schrauben sitzen aber alle Bomben-fest und das ganze dauert etwa 3 Stunden.
Aber zumindest den Abend können wir noch genießen. Wir sitzen im Restaurant direkt am Strand und es gibt lecker Steak, Bier und Whisky.
Tag 113
Samstag 18.10.2025 Angola (Cabinda)
Fútila (AO)
15.923 km ab Bramsche
Da das gestern mit dem Entspannen nicht so richtig geklappt und nach dem ganzen Whisky und Bier gestern, heute morgen die Motivation zum Weiterfahren fehlt, beschließen wir noch einen weiteren Tag hier zu bleiben und zu gammeln. Das tat auch mal wieder ganz gut.
Tag 114
Sonntag 19.10.2025 Angola (Cabinda)
Fútila (AO)
15.923 km ab Bramsche
Als wir nach dem Frühstück alles eingepackt haben, wollen wir gegen 9:30 Uhr weiter. Bevor wir losfahren, teste ich aber nochmal den Druckregler. Leider spackt der wieder und hängt fest. Also alles wieder demontieren und nachschauen. Es scheint so zu sein, dass sich der O-Ring am Zylinder immer wieder verhakt und dadurch der Zylinder festsitzt und nicht mehr schließt. Leider haben wir keinen passenden O-Ring dabei. Nach ein paar Versuchen scheint er aber jetzt vernünftig zu sitzen und arbeitet wieder ganz normal. Inzwischen ist es aber auch schon wieder 12 Uhr. Wir beschließen noch eine Nacht zu bleiben, da wir es nicht mehr rechtzeitig zur Grenze schaffen werden. Diese schließt wohl um 16 Uhr und wir wollen unterwegs noch einkaufen und tanken.
Tag 115
Montag 20.10.2025 Angola (Cabinda) / Demokratische Republik Kongo
196 km von Fútila (AO) nach Tshifulu (DRC)
16.121 km ab Bramsche
Soooo... heute kommen wir dann tatsächlich nach dem Frühstück los und der Regler läuft vernünftig. Wir kaufen in Cabinda noch Lebensmittel usw. ein und suchen eine Tankstelle die Diesel hat. Das ist hier aber gar nicht so einfach. Entweder sind die Tankstellen abgesperrt, da es keinen Sprit gibt, oder es sind teilweise 100 m lange Schlangen vor den Tankstellen und es geht nicht vorwärts. Als wir aus der Stadt schon fast wieder raus sind, haben wir aber Glück und finden eine Tankstelle die Diesel hat. Tanken ist hier echt günstig. Der Liter Diesel kostet 400 Kz, etwa 0,38 €. Benzin ist mit 300 Kz (0,28 €) noch günstiger.
Die Grenze dauert insgesamt etwa 2 Stunden und verläuft problemlos. In der Demokratischen Republik Kongo ist die Straße direkt nach der Grenze dann aber nur noch eine Sandpiste. Wir kommen aber einigermaßen gut durch. Hin und wieder ist nicht so ganz erkennbar welche Piste man jetzt nehmen muss, aber man kann einfach den LKW hinterherfahren, dann passt das schon. Wir dürfen aber noch 75 $ Maut für die super Straßen bezahlen... Diese werden dann aber tatsächlich bald besser.
Wir peilen einen Schlafplatz an, den wir um ca. 17:30 erreichen. Nur doof, dass hier direkt in der Nähe gerade der Busch brennt und wir gar nicht in der Rauchfahne schlafen wollen. Also fahren wir weiter und versuchen irgendetwas an der Straße zu finden. Natürlich gibt es nichts und es wird schon wieder dunkel (das sollte uns doch nicht mehr passieren...). Wir fahren also weiter und müssen noch ca 15 km im Dunkeln über total beschissenen Straßen durch Boma fahren. Nur weil die Straße total beschissen und es dunkel ist, heißt das aber nicht, dass man nicht trotzdem wie bescheuert mit den Mopeds durch die Gegend fahren kann oder rücksichtslos über die Straße rennen. Das ist echt anstrengend mit son nem großen Auto sich dadurch zu quälen. Es passiert aber zum Glück nichts.
Gegen 19:30 finden wir dann endlich einen geeignet Platz für die Nacht. Es handelt sich um einen großen Parkplatz vor einer alten Mautstation.
Tag 116
Dienstag 21.10.2025 Demokratische Republik Kongo / Angola
124 km von Tshifulu (DRC) bis Cuemba (AO)
16.245 km ab Bramsche
Morgens bekommen wir Besuch am Auto von einem Polizisten. Dieser wollte sich aber nur mal den Wagen angucken und war sehr nett und gut drauf.
Wir fahren also weiter nach Matadi. Bevor man in die Stadt kommt muss man noch eine mautpflichtige Brücke über den Kongo überqueren. Da wir mal wieder als LKW abgerechnet werden müssen wir 108,50 $ bezahlen. Wir bekommen auch eine Quittung über 217.000 Kongo-Franc. Umgerechnet in Dollar sind das aber nur etwa 98,20 $. Wir sind also um 10 $ beschissen worden. Arschgeigen...
Die Fahrt durch Matadi ist mal wieder nervig. Alles eng, hektisch und langsam. Wir sind aber nach ca. 1 Stunde durch und auf dem Weg zur Grenze. Ein LKW Fahrer der uns entgegenkommt erzählt uns, dass die Grenze wohl dicht ist. Wir verstehen aber nicht genau warum und fahren weiter. Bei der Grenze angekommen, sehen wir dann das Problem. Ein LKW ist wohl von der Straße abgekommen und mit dem Reifen in die Rinne am Straßenrand gerutscht. Hierdurch hat er ein Haus getroffen und liegt leicht quer, sodass er die halbe Straße blockiert. Außerdem hat er noch einen Teil seiner Fracht verloren (alte, plattgedrückte Stahlfässer), die ebenfalls auf der Straße liegen. Normale PKW kommen wohl vorbei, aber die LKW nicht. Wir sind uns nicht sicher, ob wir dran vorbei kommen und schauen uns das Ganze näher an und messen ein bisschen die Straße aus. Nach einigem diskutieren, auch mit den Polizisten usw. vor Ort beschließen wir es zu versuchen. Das würden wir jetzt auch echt gerne machen, ist nur doof, dass 2 LKW links und rechts an der Straße so dämlich geparkt haben, dass wir nicht durch passen. Es dauert ca. 1,5 Stunden bis die entsprechenden Fahrer aufkreuzen und die LKW wegbewegen. Total nervig...
Als wir hier durch sind, versuchen wir uns an der Engstelle mit dem umgekippten LKW. Einige Polizisten helfen uns beim Einweisen. Die Stelle war tatsächlich überhaupt kein Problem. Gut, dass wir nicht umgekehrt sind und es probiert haben.
Die Grenze an sich war dafür echt schnell. Mit allem drum und dran sind wir nach 1 Stunde durch.
Auch hier gibt es erstmal wieder ca. 30 km Sandpiste. Danach gibt es dann eine wunderschöne, nagelneue Teerstraße :-)
Unseren angepeilten Stellplatz erreichen wir heute bereits um 16:00 Uhr. Es handelt sich um einen großen Platz unweit der Straße. Nix los und schön ruhig. Da es noch sehr früh ist, beschließen wir Feuerholz zu sammel und den Dutch Oven anzuschmeißen. Es gibt Corned-Beef-Eintopf. Mal wieder sehr lecker.
Als wir so um den STAR herumlaufen, sehen wir noch, dass der Mopedträger an einer Seite stark runter hängt. Es hat sich wohl eine Schraube der Befestigung am Rahmen gelockert Das ist aber ein Problem für morgen früh...
Tag 117
Mittwoch 22.10.2025 Angola
278 km von Cuembe (AO) bis Lussenga (AO)
16.523 km ab Bramsche
Sooo... erstmal den Mopedträger mit Wagenheber wieder in die richtige Position gedrückt und Schrauben wieder festgezogen => Sieht gut aus.
Weiter geht es nach M`Banza Congo. Hier holen wir uns eine Sim Karte und wollten eigentlich auch tanken, aber es gibt wohl keinen Diesel hier. Naja ein paar 100 km kommen wir noch. Da wird wohl in der nächsten Stadt was kommen....
Dies Straßen sind weiterhin gut und man kann recht entspannt fahren. Wir schlafen heute an einem netten Platz am Fluss. Mal wieder total ruhig hier. Hin und wieder kommt ein Anwohner vorbei, und grüßt freundlich. Die scheinen das zu kennen und hier stehen wohl öfters mal Camper.
Der Mopedträger hängt wieder etwas. Bei genauerer Betrachtung sehen wir, dass um eine Schraube herum das Metall gerissen ist. Wahrscheinlich war das zu viel Bewegung mit der lockeren Schraube und dadurch ist das Material hier ermüdet. Auch das ist ein Problem für morgen früh.
Tag 118
Donnerstag 23.10.2025 Republik Kongo
295 km von Lussenga (AO) bis Luanda (AO)
16.818 km ab Bramsche
Sooo... erstmal den Mopedträger mit Wagenheber wieder in die richtige Position gedrückt, neues Loch gebohrt und neue Schraube rein => Sieht gut aus.
Und weiter geht´s. In N´Zeto bekommen wir Diesel und machen unsere Tanks wieder voll. Die Straßen sind weiterhin top und man fährt entspannt durch die schöne Landschaft, vorbei an unzähligen Baobabs. Echt coole Bäume.
Allerdings meldet sich mal wieder unser alter Freund der Druckluftregler und hat keine Lust mehr zu regeln. Wir halten mehrfach an der Straße an und nehmen diesen auseinander (wenn man weiß wie, geht es tatsächlich sehr schnell). Wir kommen so wohl weiter, aber das ist natürlich kein Zustand. Der O-Ring verhakt immer wieder und ein neuer muss her. Wir beschließen also einen Platz in der Nähe von Luanda anzusteuern und hier für zwei Nächte zu bleiben um einen neuen O-Ring oder Druckregler zu besorgen. Unser Wahl fällt auf die Kakuakos Lodge. Diese wird bei iOverlander stark gelobt und ist nur ein paar km von Luanda entfernt. Wir kommen dort um ca. 17:30 an und sind die einzigen Gäste. Von außen sieht die Lodge sehr unscheinbar aus, aber hinter der Mauer verbirgt sich ein kleines Paradies für Overlander. Es gibt einen großen Stellplatz, ein Häuschen mit Toiletten und warmen Duschen, einen Pool mit Bar, ein Restaurant mit super Essen, eine Spielecke mit Billard, Tischtennis, Kicker, Dart, Fernseher, Airhockey und eine kleine Werkstatt. Die Betreiber sind absolut spitze! Total gastfreundlich und hilfsbereit. Luis kennt sich super aus und versteht die Bedürfnisse der Overlander, da es selbst ein Hobby von ihm ist. Juliette ist total lieb, kümmert sich um einen und kocht super Essen! Hier kann man es aushalten... Luis findet in seinem Shop sogar einen (fast) passenden O-Ring für uns, welche ich abends noch direkt einbaue. Er sitz wohl etwas strammer im Zylinder, sodass der Druckregler erst etwas später wieder öffnet, aber er verhakt sich nicht und ich denke so können wir das erstmal lassen.
Zum Abendessen gibt es Steak, Fleischspieß, Cocktails und Bier. Super lecker.
Der Mopedträger hängt leider wieder ein wenig. Die Schrauben usw. sehen gut aus, aber das Metallteil scheint ein wenig verbogen zu sein. Das ist ein Problem für morgen früh.
Tag 119
Freitag 24.10.2025 Angola
Luanda (AO)
16.818 km ab Bramsche
Morgens bekommen wir von Juliette erstmal ein ordentliches Frühstück serviert. Wir beide sind uns einig, dass es das beste Frühstück ist, dass wir bislang in Afrika hatten. Es gibt Omelette, Brötchen, Croissant mit Wurst und Käse, Pancake mit Marmelade, Fruchtsalat, frisch gepressten Saft, Tee und Kaffee.
Nach dem Frühstück geht es erstmal an den STAR. Da wir heute doch nicht nach Luanda müssen nutzen wir den Tag für Wartung, Reinigung usw.
Sooo... erstmal den Mopedträger mit Wagenheber wieder in die richtige Position gedrückt, die Position in der Halterung geändert und mit neuer Schraube fixiert => Sieht gut aus.
Bei der Ölstandkontrolle stelle ich fest, dass der STAR ganz schön viel Öl verloren. Ein bisschen was nachkippen muss ich immer wohl, aber nicht so viel wie heute. Auch ist der von unten viel öliger als sonst. Die vermeintliche Ursache finde ich dann in Form einer fehlenden Mutter am Motorblock. Es handelt sich um eine der Schrauben, die die Flachdichtung unten zusammenpressen. Eine weitere dieser Muttern ist noch locker. So kann das ja nicht dicht sein. Wir haben eine passende Mutter dabei und sichern diese mit einem Sicherungsring. Die anderen Schrauben ziehe ich nochmal nach und - wo möglich - kommt noch eine Kontermutter zur Sicherheit drüber. Ich hoffe mal das war das Problem. Eine andere undichte Stelle konnte ich zumindest nicht finden.
Während ich noch von unten alles abschmiere und fette reinigt Michelle das Fahrerhaus. Das war echt mal wieder nötig. Weithin lassen wir noch unsere Wäsche waschen.
Morgen wollen wir uns dann noch in Luanda um die KFZ-Versicherung für Angola kümmern und anschließend weiter.
Tag 120
Samstag 25.10.2025 Angola
Luanda (AO)
16.818 km ab Bramsche
Wir beschließen noch eine Nacht dranzuhängen, da wir mit dem Moped nach Luanda reinwollen um uns um die Versicherung zu kümmern. Wir müssen auch noch die E-Visa für Namibia machen und haben etwas Rückstand bei der Website und hier ist gerade gutes Internet. Nach dem Frühstück wollen wir dann mit dem Moped losfahren. Das Moped ist allerdings anderer Meinung und will nicht anspringen.
Im Moment ist mit den Fahrzeugen gerade echt der Wurm drin!!! und wir sind total angepisst und genervt... Nachdem wir uns wieder ein bisschen beruhigt haben. Schaue ich mir das nochmal ein bisschen genauer an. Ich bin der Meinung, dass es am Zündschloss, einem Kontakt oder Schalter liegt, da der Anlasser keinen Ton sagt, die restliche Elektrik aber funktioniert. Nachdem ich das Zündschloss und die Schalter alle mit Bremsenreiniger sauber gemacht und geölt habe, springt es zum Glück auch ohne Probleme an.
Da heute Samstag ist, wird es aber mit der Versicherung nichts mehr. Diese öffnen erst am Montag wieder. Also bleiben wir wohl bis Montag. Naja, dann müssen wir uns wohl noch ein bisschen hier entspannen und das leckere Essen genießen ;-)
Den Rest des Tages verbringen wir dann mit der Website, den Visa für Namibia und der Wohnraum im STAR wird nochmal ordentlich gereinigt. Anschließend geht's zum Entspannen an den Pool.
Tag 121
Sonntag 26.10.2025 Angola
Luanda (AO)
16.818 km ab Bramsche
Chillen und so...
Tag 122
Montag 27.10.2025 Angola
174 km von Luanda (AO) nach Cambono (AO)
16.999 km ab Bramsche
Einmal genießen wir noch das geile Frühstück und dann geht´s weiter Richtung Kalandula Fälle. Bevor wir losfahren, fahre ich noch eben mit dem Moped in die Stadt und besorge eine KFZ-Versicherung für Angola (54.000 Kz, ca. 50,- €). Als wir dann tatsächlich loskommen ist es bereits ca. 12 Uhr. Leider wusste ich nicht, dass Luis die hintere Rasenfläche relativ neu angelegt und der Boden noch nicht so richtig fest ist. Beim Wenden auf dem Platz zieht der STAR da ganz schöne Furchen rein und wir haben fast festgesteckt. Zum Glück sind sie uns nicht böse...
Der O-Ring welchen ich von Luis bekommen habe, ist wohl doch nicht ganz der richtige und der Druckluftregler nervt weiterhin. Außerdem wollte der STAR zweimal nicht so richtig starten. Da müssen wir wohl nochmal bei. Dafür verliert der Motor nun deutlich weniger Öl. Das lag wohl tatsächlich an der fehlenden bzw. den losen Muttern.
Wir schlafen mal wieder auf einer freien Fläche recht nah an der Straße. Dieser liegt direkt hinter einem Polizei Checkpoint und die scheinen das zu kennen, dass dort Touristen Campen.
Tag 123
Dienstag 28.10.2025 Angola
197 km von Combono (AO) bis Pousada (AO)
17.189 km ab Bramsche
Die Fahrt heute ist mal wieder echt nervig. Die Straße ist zwischendurch total beschissen und wir müssen jede Stunde einmal anhalten um Druckluft aufzupumpen (da der Druckluftregler die ganze Zeit durchlässt, halten wir den Auslass einfach mit dem Finger zu, bis die Anzeige wieder im grünen Bereich ist. Das kennen wir schon...). Wir müssen dringend einen neuen O-Ring oder einen neuen Druckluftregler haben.
Wir schaffen es aber bis zu den Kalandula Fällen. Auf Empfehlung wollen wir auf einem Stellplatz beim Pousada Hotel campen (30.000 Kz für 2 Nächte, ca. 28 €). Der Platz ist auch echt genial. Wir stehen ein Stückchen neben dem Hotel mit freiem Blick auf die beeindruckenden Wasserfälle. Echt geil!!! Es gibt eine warme Dusche und Toiletten, ein Restaurant mit leckerem Essen und einen Pool mit Blick auf die Fälle. Außerdem gibt es einen Wanderweg, der zu den Fällen führt. Das nehmen wir uns dann mal für morgen vor.
Zum Abendessen gibt es Burger und Pommes im Restaurant - natürlich mit Blick auf die Fälle.
Tag 124
Mittwoch 29.10.2025 Angola
Pousada (AO)
17.189 km ab Bramsche
Das ist schon geil, wenn man morgens so aus dem Fenster guckt und direkt auf die Wasserfälle schaut :-)
Da es morgens noch etwas bewölkt ist und leicht nieselt, widmen wir uns erstmal dem STAR. Wir tauschen die Starterbatterien gegen die Ersatzbatterien aus, die wir extra für einen solchen Fall mitgenommen haben. Der eine Pol der alten Batterien sieht auch echt beschissen aus. Das könnte wohl der Grund für die Startprobleme sein.
Außerdem widme ich mich nochmal dem O-Ring des Druckluftregler. Laut Dr. Google kann man aufgequollene O-Ringe evtl. noch retten, indem man diese in ein heißes Wasserbad legt oder mit einem Föhn trocknet. Ich probiere beides und bin auch der Meinung, dass er nun etwas strammer sitzt. Ob das ein Erfolg war, werden wir dann morgen auf der Straße merken.
Das Föhnen war wohl nicht so eine super Idee. Die hohe Leistung vom Föhn war wohl ein bisschen viel für unsere Elektrik und es gibt beim Wandler eine Rauchfahne und er geht aus. Da ich diesen aber direkt wieder starten kann, hat er aber wohl nicht allzu viel abbekommen...
Als nächstes ist uns noch aufgefallen, dass unser Diesel-Ersatzkanister ein wenig tropft. Die Ursache ist auch schnell gefunden. Bei der Halterung fehlt unten ein Gummi und der Kanister hat sich dann auf dem blanken Metall aufgescheuert. Zum Glück ist es nur ein Mini-Loch und wir drehen den Kanister einfach um. Das fehlende Gummi wird durch einen Lappen mit viel Panzerband ersetzt.
Gegen 11 Uhr starten wir dann die Wanderung zu den Fällen. Der Himmel hat sich zum Glück aufgeklart und die Sonne kommt raus. Die Wanderung war echt genial. Wir laufen zuerst zu einem Aussichtspunkt mit schönem Blick auf die Fälle und dann weiter zu den Fällen selbst. Um hierhin zu gelangen muss man über diverse Steine über den Fluss springen. Sehr cool. Wir kommen so tatsächlich direkt bis an die Wasserfallkannte heran und können dem Wasser hinterherschauen. Wir sind auch weit und breit die einzigen Touristen, sodass wir das ungestört genießen können. Als wir uns satt gesehen haben, bahnen wir uns den Weg über den Fluss und durch den Wald zu einer natürlichen Badestelle. Natürlich springen wir rein und erfrischen uns.
Wieder zurück beim Hotel nehmen wir noch einen zweiten kurzen, aber steilen Wanderweg hinunter auf die untere Seite der Fälle. Hier werden wir aber direkt von 5 Einheimischen belagert, die uns helfen und den Weg zeigen wollen. Es gibt nur einen Weg und da ist nicht viel zu helfen und zu zeigen. Wir erklären also, dass wir keine Hilfe benötigen. Das scheint denen aber relativ egal zu sein und auch ein mehrfaches und klare "Nein Danke" hilft nicht die Belagerer loszuwerden. Zwei von denen laufen uns die ganze Zeit hinterher und hoffen darauf vielleicht doch noch irgendwie gebraucht zu werden. Wir ignorieren diese, aber so richtig genießen kann man das so nicht. Wir bleiben also nicht allzu lange unten und nach ein paar Fotos geht es wieder zurück. Einer der "Führer" läuft uns tatsächlich bis wenige Meter vor dem Hotel hinterher. Boah ist das dreist und nervig. Alles in allem war es aber eine echt geile Wanderung und die Fälle sind echt genial. Da die Sonnen immer noch wunderschön scheint und uns etwas warm geworden ist, entspannen wir den restlichen Tag am Pool.
Tag 125
Donnerstag 30.10.2025 Angola
147 km von Pousada (AO) nach Camaca (AO)
17.336 km ab Bramsche
Die Fahrt geht wieder weiter. Leider nervt der Druckluftregler immer noch und wir versuchen in der nächst größeren Stadt (Malanje) einen neuen O-Ring oder kompletten Regler zu bekommen. wir fragen bei 7-8 Geschäften / Werkstätten nach. Diese haben auch alle wohl verschiedene O-Ringe da, aber der passende ist leider nicht dabei. Auch einen Druckluftregler bekommen wir nicht - nicht mal bei einer Werkstatt für LKW und Traktoren. Also abends nochmal den O-Ring ein wenig mit Wärme behandeln. Noch kaputter kann man es ja nicht machen...
Als wir abends am Schlafplatz unser Elektrik hinten einschalten, funktioniert zwar alles, aber es knistert sehr komisch in der Nähe des Wandlers. Das schauen wir uns morgen früh lieber nochmal genauer an.
Tag 126
Freitag 31.10.2025 Angola
133 km von Camaca (AO) nach Sao Lucas (AO)
17.469 km ab Bramsche
Morgens widmen wir uns erst nochmal dem Stromwandler. Als ich die Abdeckung usw. abgeschraubt habe, sehen wir das Drama. die ganzen Kabel davor sind total verschmort und sind teilweise komplett blank. Da haben wir wohl für die 12 Volt Leitung zur Batterie zu dünne Kabel gewählt. Es nütz alles nichts, wir müssen die verschmorten Kabel austauschen. Zum Glück haben wir noch genug passendes (dickeres) Kabel dabei. Wir sind aber trotzdem 3 Stunden damit beschäftigt. Danach geht´s dann weiter.
Der Druckluftregler nervt weiterhin. Ich baue ihn unterwegs an der Straße noch einmal auseinander und reinige ihn nochmal mit ordentlich Bremsenreiniger. Anschließend bauen ich ihn wieder zusammen und nehme nun anstatt dem Sprühfett nur WD 40. Danach läuft er tatsächlich wieder einwandfrei. Das Sprühfett war an der Stelle wohl nicht das richtige Schmiermittel. Mal beobachten wie es so weiter geht...
Tag 127
Samstag 01.11.2025 Angola
381 km von Sao Lucas (AO) bis Cauôlo (AO)
17.850 km ab Bramsche
Heute kommen wir wieder richtig gut voran. Die Straßen sind in einem guten Zustand, der Druckluftregler ist die ganze Zeit brav und wir haben keine Startproblem mehr. Läuft...
Tag 128
Sonntag 02.11.2025 Angola
314 km von Cauôlo (AO) nach Cabindela (AO)
18.164 km ab Bramsche
Und noch ein reiner Fahrtag. Das Auto bleibt weiterhin brav und die Straßen auch. Es sind nun nur noch ca. 200 km zur Grenze bis nach Namibia. Diese sollen aber eine reine Schotter- / Sandpiste sein und der Zustand nicht berauschend. Das wird also noch ein bisschen dauern.
Da wir schönes Wetter haben und keine Lust mehr haben weiterzufahren suchen uns bereits um ca. 15:45 einen Schlafplatz. Da auf der "Straße" nix los ist, fahren wir einfach an einer freien Stelle etwas in den Busch und stehen sehr entspannt auf einem freien Platz. Wir suchen etwas Feuerholz zusammen und basteln uns einen Eintopf im Dutch-Oven. Das Wetter bleibt schön und wir bleiben abends noch lange am Lagerfeuer sitzen. Allerdings sollte man hier aufpassen wo man hintritt, wenn man nicht von einem Skorpion gestochen werden möchte...
Tag 129
03.11.2025 Angola
89 km von Cabindela (AO) nach Jamba (AO)
18.262 km ab Bramsche
Da wir gestern noch lange draußen saßen und das Bier ganz gut geschmeckt hat, kommen wir heute etwas später los. Wir duschen noch am STAR (Außendusche) und fahren um ca. 10:30 weiter. Und ja die "Straße" ist echt beschissen. Nur Schotter und Sand. Zum Glück ist es trocken und es gibt nicht allzu viel Matsche. Was aber echt nervt sind diese steinigen Ruckelpisten. Da wird man ganz schön durchgeschüttelt.
Wir finden abends wieder einen entspannten Platz an der Straße. Auch hier ist weit und breit keinen Menschenseele zu sehen. Doof ist nur, dass es anfängt zu gewittern und zu regnen.
Tag 130
Dienstag 04.11.2025 Angola / Namibia
208 km von Jamba (AO) bis Muveve (NA)
18.470 km ab Bramsche
Es hat natürlich die ganze Nacht durchgeregnet und die Straße ist sehr matschig. Wir kommen nur langsam voran, aber bleiben zum Glück nirgends stecken. Die Grenze nach Namibia erreichen wir um ca. 13 Uhr und sind zwei Stunden später durch beide Seiten durch. Da wir die einzigen sind, ist alles super entspannt. Es gibt nur ein kleines Problemchen. Die Gebühr für die Fahrzeugeinfuhr nach Namibia kann man nur bar und nur in namibischen Dollar bezahlen. Diese haben wir noch nicht. Wir hätten zwar auf der Angolaseite bei einem Geldwechsler wechseln können, aber da war uns der Kurs zu schlecht (0,015 anstatt 0,019). Zum Glück sind die an der Grenze extrem freundlich. Ein Beamter telefoniert rum und findet jemanden der wechseln kann und das auch noch zu einem besseren Kurs als der Geldwechsler in Angola (0,016). Er fährt tatsächlich selbst mit seinem Auto los und kommt kurze Zeit später mit den namibischen Doller wieder und wir können bezahlen. Geiler Typ!!!
In Namibia sind dann direkt hinter der Grenze die Straßen dann wieder mit Asphalt und in einem top Zustand und es gibt sogar so etwas wie Rastplätze. Was ein entspanntes fahren. Wir fahren noch ca. 100 km Richtung Caprivi-Zipfel und finden wieder einen sehr coolen Schlafplatz ca. 2 km von der Hauptstraße entfernt (dieses Mal wieder bei iOverlander). Wir setzen uns aufs Dach vom Star und genießen von dort den Sonnenuntergang über der Steppe. Geile Aussicht...
Tag 131
Mittwoch 05.11.2025 Namibia
222 km von Muveve (NA) bis Kangongo (NA)
18.692 km ab Bramsche
Heute fahren wir bis zum Camp Ndurukoro. Dieses ist eine Empfehlung von Joemi und Thijs, die wir bei der Kakuakos Lodge bei Luanda getroffen haben. Die beiden haben nicht zu viel versprochen. Wir haben einen abgetrennten Bereich nur für uns mit Sitzecke und Ausblick über den Kavango, eine eigene Feuerstelle und Grillplatz, Wasser und Strom direkt am Platz und es gibt komfortable Duschen und Toiletten, sowie einen kleinen Pool und eine Bar. Bei der Bar kann man sich auch einfach selbst bedienen und die Getränke selbst in seine Liste eintragen. Sehr sympathisch :-).
Nachmittags entspannen wir an unserem Platz direkt am Fluss und entdecken dort noch ein Krokodil am Ufer direkt am Platz.
Abends machen wir ein Lagerfeuer und grillen lecker Steaks mit Folienkartoffeln. Anschließend sitzen wir entspannt am Lagerfeuer am Fluss und lassen den Abend ausklingen. In der Dunkelheit hören wir ganz in der Nähe die Laute der hier leben Hippos. Wir lieben diesen Platz jetzt schon...
Tag 132
Donnerstag 06.11.2025 Namibia
Kangongo (NA)
18.692 km ab Bramsche
Wir verbringen den ganzen Tag am Camp wir basteln an der Website und entspannen etwas. Nachmittags geht´s dann mit dem Campbetreiber auf eine Bootstour über den Kavango. Das war echt super. Wir haben Hippos beim Planschen beobachtet und sind auf einer Sandbank durch den Fluss gelaufen.
Tag 133
Freitag 07.11.2025 Namibia
Kangongo (NA)
18.692 km ab Bramsche
Den heutigen Tag verbringen wir mit Wartung und Reinigung und einigen kleinen Reparaturen.
Als wir abends im Bett liegen, hören wir Geräusche aus unserem Badezimmer. Da hat sich doch tatsächlich ne Maus in den STAR verirrt… Ich versuche sie zu packen, aber sie entwischt mir und verkriecht sich unterm Bett. Dort bekomme ich sie nicht zu packen, also verbringt sie die Nacht dort.
Tag 134
Samstag 08.11.2025 Namibia
73 km von Kangongo (NA) nach Nyieme (NA)
18.765 km ab Bramsche
Morgens versuchen wir erstmal die Maus raus zu scheuchen. Klappt natürlich nicht. Wir holen alle Schubladen unterm Bett hervor und dann sehen wir sie tatsächlich aus einer der Schubladen heraus huschen und hinterm Kasten verschwinden. Da kommen wir so nicht dran. Wir lassen also einfach die Tür einige Zeit auf und hoffen, dass sie den Weg nach draußen findet.
Weiter geht´s Richtung Bwabwata National Park im Caprivi-Zipfel. Michelle hat Bock Moped zu fahren und fährt voraus. Natürlich hat sich erstmal schön im feinen Sand aufs Maul gelegt...
Wir fahren zum Nyieme Buffallo Campsite, welcher sich im Bwabwata Buffalo Park befindet. Von hier aus wollen wir uns den Park anschauen und mit dem STAR auf Safari gehen. Der Eintritt in den Park kostet 100 NAD pro Person + 50 NAD für das Fahrzeug. Insgesamt zahlen wir umgerechnet etwa 12,50 €. Da kann man echt nichts sagen. Das Camp kostet 560 NAD pro Nacht (ca. 14,- €) und ist sehr cool angelegt mit Blick auf den Kavango, wo wir auch direkt auf einer Insel Hippos beim Grasen beobachten können. Es gibt für jeden Stellplatz eine Grill- und eine Sitzecke, sowie ein eigens Badezimmer. Wir beschließen 2 Nächte zu bleiben um den morgigen Tag komplett ausnutzen zu können.
Da wir bereits um 14:00 Uhr ankommen, beschließen wir noch eine kleine Nachmittagsfahrt in den Park zu machen. Der Park gefällt uns richtig gut. Sehr abwechslungsreiche Landschaft mit Wegen am Fluss, durch den Busch und über Wiesen. Es gibt sehr viele kleine Wege, die wir alleine erkunden können. Wir entdecken jede Menge Hippos, Krokodile, diverse Antilopen und Gazellen, Leguane, Schildkröten und alle möglichen Vögel.
Gegen 17:00 Uhr sind wir wieder am Camp und schauen beim Grillen den Hippos im Wasser zu. Sehr cool
Tag 135
Sonntag 09.11 .2025 Namibia
64 km quer durch den Buffalo Park
18.829 km ab Bramsche
Wir starten morgens sehr früh um 7:30 in den Park. Wir sind mal gerade eine Stunde im Park unterwegs, da entdeckt Michelle tatsächlich schon einen Löwen im Busch. Das nenne ich mal Glück! Er kommt kurz aus dem Busch spaziert und verschwindet dann wieder recht schnell. Es reichte aber für ein paar schöne Bilder.
Wir frühstücken zwischendurch an einem Picknickplatz direkt am Kavango. Hier beobachten wir ein paar Krokodile, die auf der Lauer liegen und in der Ferne einige Hippos und einen Leguan.
Anschließend fahren wir weiter zu einem Wasserloch (Delta Pan). Es geht über eine sehr sandige Piste quer durch den Busch. Auf diesem Stück und am Wasserloch sind leider nicht so viele Tiere zu sehen. Außer einer Büffelherde unterwegs sehen wir nicht besonderes. Da gefällt uns der Teil in der Nähe vom Fluss viel besser. Also geht es dahin zurück. Hier sehen wir auch unseren ersten Elefanten. Leider liegt dieser tot am Fluss und die Krokodile und Geier machen sich über ihn her. Etwas später entdecken wir dann noch einige Zebras und eine Herde Hippos am Ufer.
Als wir schon wieder auf dem Rückweg sind, kommen wir wieder an dem Picknickplatz vorbei und Michelle ruft irgendetwas von ihrem Ausblick runter, dass ich schnell anhalten soll. Auf der anderen Flussseite befindet sich eine große Herde Elefanten mit bestimmt 30 Tieren. Leider sind diese sehr weit weg und wir können keine vernünftigen Fotos machen. Wir sind aber trotzdem total begeistert. Wir müssen uns unbedingt noch die andere Seite vom Park auf der anderen Flussseite anschauen. Das schaffen wir heute aber nicht mehr.
Nach diesem tollen Erlebnis geht es dann zurück zum Camp, welches wir um ca. 17:00 Uhr erreichen. Um diesen grandiosen Tag ausklingen zu lassen, beschließen wir im Restaurant zu essen und von dort aus den Sonnenuntergang zu genießen.
Tag 136
Montag 10.11.2025 Namibia
35 km von Nyieme (NA) bis Divundu (NA)
18.854 km ab Bramsche
Wir lassen es morgens ganz entspannt angehen und fahren erst um ca. 10:30 weiter. Wir wollen uns ein Living Museum der San (Khwe Living Museum, 330 NAD pP inklusive Bushwalk, ca. 16,50 €) anschauen, welches ganz in der Nähe ist. Es war auch echt interessant, wie die San so gelebt haben und teilweise auch immer noch tun. Nachdem wir uns das Dorf und die Lebensweise angeschaut haben, gehen wir noch auf einen Bushwalk zusammen mit dem San. Den Bushwalk hatten wir uns allerdings etwas spannender vorgestellt…Insgesamt war es aber trotzdem ganz cool und interessant.
Für die Nacht suchen wir uns wieder eine Lodge mit Campingplatz (Rainbow River Lodge und Campsite 580 NAD pro Nacht, ca. 29,- €) raus. Dieses Mal auf der andern Seite vom Fluss. In den Park gehen wir aber nicht mehr, da es bereits Nachmittag ist und wir entspannen etwas am Pool. Als wir abends am Camp sitzen taucht ein Hippo direkt vor uns im Fluss auf. Leider wird es sehr bald von einem Ausflugsboot verscheucht. Es ist echt beeindruckend, wenn so ein 3 Tonnen Koloss im Wasser anfängt zu rennen.
Tag 137
Dienstag 11.11.2025 Naminia / Botswana
121 km von Divundu (NB) bis Kajaja (BW)
18.975 km ab Bramsche
Da wir heute in den Nationalpark wollen (Bwabwata Nationalpark Mahango Core Area) fahren wir wieder um 7:30 los. Das coole an dem Park ist, dass auf der anderen Seite direkt die Grenze nach Botswana liegt, wohin wir anschließend wollen.
Wir fahren zuerst Richtung Wasserloch, weil hier die Chance auf Elefanten am größten sein soll. Wir sehen auch direkt am Anfang des Weges sehr frische Spuren und Haufen. Die Strecke zum Wasserloch geht etwa 10 km durch den Busch und wir sehen unterwegs sehr viele Zebras, aber leider keine Elefanten. Auch am Wasserloch ist nichts los. Etwas enttäuscht fahren wir den Weg wieder zurück. Dabei sehe ich über unseren Reifenspuren Fußabdrücke von Elefanten. Diese müssen also seeeeher frisch sein. Also fahren wir noch langsamer und halten Ausschau. Und tatsächlich: bei einem Baum entdeckt Michelle in etwa 20 Meter Entfernung einen großen Elefanten am Fressen. Echt cool J. Wir beobachten ihn eine Weile und fahren weiter. Auf den nächsten 2 km entdecken wir immer wieder kleine Gruppen von Elefanten, die im Busch am fressen sind. Auch kleine Babyelefanten sind dabei. Einem der großen Elefanten sind wir wohl etwas zu nah gekommen Als ich so auf dem Dach stehe und Fotos mache entdeckt er mich und kommt mit schlackernden Ohren eine paar Schritte auf uns zu. Das hieß dann wohl so viel wie: lasst mich in Ruhe und haut ab hier. Also machen wir das mal lieber…
Wir fahren wieder zurück zur Hauptstraße durch den Park und schauen uns noch die Flussseite an. Echt ne coole Landschaft hier. Insgesamt sind wir beide von dem Park total begeistert.
Wir machen noch eine Mittagspause bei einem Picknickplatz und braten da unser letztes rohes Fleisch und Eier (dieses darf man nicht nach Botswana einführen, da die wohl Angst vor irgendwelchen Seuchen haben) und fahren anschließend zur Grenze nach Botswana. Das war echt mal die schnellste Grenze von allen. Nach ca. 45 Minuten sind wir durch beide Seiten durch. In Namibia müssen wir noch die Streckenmaut bezahlen, da wir über 3,5 Tonnen wiegen. Mit 54 NAD (ca. 2,70 €) für etwa 450 km hält sich das aber in Grenzen. In Botswana zahlen wir noch 399 Pula (ca. 26,- €) Einfuhrgebühr fürs Fahrzeug und nach einem kurzen Check unseres Kühlschranks sind wir auch schon durch.
Unseren Schlafplatz finden wir auf einer großen Wiese am Okavanko, wie der Fluss ab jetzt heißt (iOverlander). Je nach Wasserstand des Okavango ist diese Wiese auch wohl gerne mal überflutet. Jetzt ist sie aber trocken und wir stehen sehr entspannt und ruhig. Keiner kommt vorbei. Nur in der Ferne sehen wir einige Leute über die Wiese laufen.
Tag 138
Mittwoch 12.11.2025 Botswana
179 km von Kajaja (BW) bis Qurube (BW)
19.154 km ab Bramsche
Heute fahren wir zu den Tsodilo Hills. In den Hügeln sind sehr viele Felsmalereien verstreut. Diese sind zwischen 3.000 und 10.000 Jahre alt und wurden von den San angefertigt. Wir machen eine Wanderung mit einem Guide durch die Hügel von etwa 3 Stunden. Anschließend geht es weiter Richtung Maun. Von hier aus wollen wir eine Mokoro-Tour durch das Okavango Delta machen. Unterwegs schlafen wir irgendwo im Busch. Es gibt einen kleinen alten Feldweg der durch den Busch führt an dem wir uns an einer etwas breiteren Stelle hinstellen. Kurz bevor wir dort ankommen, werden wir noch von einem Wagen überholt und angehalten. Hier drin sitzt ein Vater Tochter Gespann aus Polen, welches den Wagen gesehen hat und der Mann kennt den STAR aus seiner Heimat. Sehr lustig. Das war das erste Mal in Afrika, dass tatsächlich jemand den Wagen kennt.
Am Schlafplatz ist mal wieder alles ruhig und nichts los. Außer Elefantenscheiße und jeder Menge Tausendfüßlern ist niemand zu sehen. Das ist echt witzig hier. Sobald man von der Hauptstraße runter ist, liegt überall Elefantenscheiße rum. Selbst auf der Hauptstraße haben wir schon Elefantenspuren gesehen. Da müssen hier wohl echt viele unterwegs sein.
Tag 139
Donnerstag 13.11.2025 Botswana
297 km von Qurube (BW) bis Maun (BW)
19.451 km ab Bramsche
Das ist echt krass wie schnell die Bäume hier wachsen. Da guckt man beim Rückwärtsfahren mal 2 Sekunden nicht hin…zack Baum direkt hinterm Auto gewachsen… Dieser zerdrückt leider mal wieder den Mopedträger und zerstört die Rückleuchte auf der Beifahrerseite. Böser Baum…
Unterwegs auf der Straße reißt dann auch noch ein Keilriemen. Läuft heute… Zum Glück haben wir den passenden dabei. Da die Keilriemen hier am Motor aber doppelt ausgelegt sind, beschließen wir diesen erst beim Campingplatz bei Maun zu wechseln. In Maun gehen wir erst nochmal einkaufen. Wir finden sogar eine Fleischerei mit gutem, Vakuum-verpacktem Fleisch. Hier decken wir uns erstmal richtig ein. Die Stadt selbst ist extrem auf Touristen eingestellt. Überall gibt es Geschäfte mit Ersatzteilen, Werkstätten, Hotels, Campingplätze usw. Den Campingplatz den wir uns rausgesucht haben, liegt etwa 5 km außerhalb der Stadt und wir sind wohl die einzigen Gäste. Es gibt einen Pool, ein Restaurant, Duschen, Toiletten, Strom und Feuerstelle direkt am Platz und Blick auf ein eigenes Wasserloch außerhalb des Platzes. Der Platz selbst ist aus Schutz vor wilden Tieren eingezäunt, allerdings läuft auf dem Camp ein Zebra rum, das wohl mit zum Camp gehört.
Tag 140
Freitag 14.11.2025 Botswana
Maun (NA)
19.451 km ab Bramsche
Da wir uns gestern am Lagerfeuer noch ein bisschen betrunken haben, machen wir heute einen entspannten Tag. Ein bisschen Website basteln und das wars…
Tag 141
Samstag 15.11.2025 Botswana
Maun (BW)
19.451 km ab Bramsche
Heute regnet es leider sehr viel. Wir fahren trotzdem mit dem Moped in die Stadt, kaufen etwas Fleisch ein (endlich gibt es wieder vernünftige Fleischer) und besorgen uns im Baumarkt ein vernünftiges dickes Kabel um das Projekt "Laden bei der Fahrt" noch einmal anzugehen. Unsere PV-Anlage spielt leider nicht so richtig mit. Trotz schönstem Sonnenschein kommen man gerade 30 Watt an oder so an. Wahrscheinlich haben wir die Platten geschrottet. Zu viele Kratzer oder so...
Zurück am Camp widmen wir uns erstmal dem defekten Keilriemen und der Mopedträger wird einigermaßen wieder hingepfuscht... Dann ist der Tag auch schon wieder vorbei und wir verbringen den Abend mit nem Film in unserem Outdoor-Kino :-)
Tag 142
Sonntag 16.11.2025 Botswana
66 km von Maun (BW) bis Matsaudi (BW)
19.517 km ab Bramsche
Bevor wir losfahren verlegen wir noch das neue Kabel, um hoffentlich während der Fahrt die Batterien laden zu können. Außerdem tauschen wir noch den Vorderreifen auf der Fahrerseite gegen einen der hinteren, da der Vorderreifen sehr ungleichmäßig abgefahren ist. Wir haben wohl irgendwo unterwegs das Wuchtgewicht verloren und dementsprechend läuft der Reifen unrund.
Als wir damit fertig sind, fahren wir gegen 12:30 weiter. Wir wollen zu "Elephant Havens" - einem Waisenhaus für Elefantenbabys. Allerdings ist es nicht so einfach dort hin zu gelangen. Man muss ein gutes Stückchen in Delta rein und hier sind nunmal sehr viele Seen, Flüsse, und Feuchtgebiete. Für die Holzbrücken sind wir leider zu breit und zu schwer. Als wir auf der Strecke planlos vor solch einer Brücke stehen, kommen uns zwei Frauen in einem Toyota entgegen. Die beiden sind von hier und kennen sich gut aus. Sie sind so freundlich uns eine Umfahrung zu zeigen und begleiten uns sogar noch die 10 km dorthin. Es soll hier zwei Betonbrücken geben, die stabil genug für uns sind und eine Holzbrücke, die man durch eine Furt umfahren kann. Wir fahren also weiter und die Betonbrücken sind zwar recht eng, aber stabil. Bei der Umfahrung der Holzbrücke sind wir uns allerdings echt nicht sicher. Die Umfahrung führt bestimmt 100 Meter durch den See / Fluss und man kann nicht sehen wie tief es hier ist. Wir sehen aber Reifenspuren hinein und denken uns, dass es demnach wohl machbar ist. Also Augen zu und durch... Das ist echt ein beschissenes Gefühl wenn das Wasser immer höher kommt und man nicht weiß, wie tief es noch wird. Die tiefste Stelle war bestimmt einen Meter tief. Da wir aber schon drin sind und Umdrehen natürlich keine Option ist, bleibt uns nichts anderes übrig als Vollgas zu geben und weiter zu fahren. Wir bekommen tatsächlich vorne im Fahrerhaus nasse Füße und schieben eine richtige Bugwelle vor uns her. Da waren wir wohl ein bisschen zu schnell und vom Gas gehen will man in so einer Situation definitiv nicht. Wir schaffen es aber fast unbeschadet auf der anderen Seite anzukommen. Die Bugwelle hat uns nur leider das Nummernschild vorne weggerissen und liegt jetzt irgendwo dahinten im Fluss...
Weiter geht´s dann also zu den Elefanten. Das Waisenhaus wird von einer gemeinnützigen Stiftung komplett von Spenden finanziert. Natürlich wird beim Besuch auch eine großzügige Spende erwartet (mind. 100 $ pP), aber hier hat man das Gefühl, dass das Geld tatsächlich auch komplett bei den Tieren ankommt. Es gibt derzeit insgesamt 15 Babyelefanten zwischen 0 und 3 Jahren. Diese werden hier von Hand aufgezogen und dann wieder an das Leben in der Wildnis gewöhnt. Nach etwa 10 Jahren werden sie dann wieder ausgewildert. Wir bekommen eine Führung durch die Anlage und dürfen beim Füttern der Elefanten helfen. Was für ein tolles Erlebnis!!!
Unseren Schlafplatz finden wir auf dem Rückweg irgendwo im Busch.
Tag 143
Montag 17.11.2025 Botswana
176 km von Matsaudi (BW) bis Shorobe (BW)
19.693 km ab Bramsche
Heute fahren wir zum Moremi Game Reserve. Alleine die Fahrt dorthin hat sich schon gelohnt. Es geht zwar die ganze Zeit über nervige Schotterpisten und Feldwege, aber dafür sind - insbesondere auf den letzten 30 km vor dem Park - sehr viele Tiere unterwegs. Wir sehen eine große Büffelherde die Straße kreuzen, insgesamt bestimmt 10 - 15 Elefanten, die in der Nähe des Weges Sträucher futtern und mindestens genau so viele Giraffen. Diese laufen teilweise so über die Straßen und wir verbringen viel Zeit damit diese zu beobachten. Hierdurch kommen wir natürlich nur sehr langsam voran und als wir beim eigentlichen Park ankommen ist es bereits 11:30. Wir drehen aber trotzdem noch eine kleine Runde durch den Park, auch wenn wir so natürlich nur den Anfang des Parks zu sehen bekommen. Wir sind dadurch auch gar nicht so begeistert von dem Park. Die Wege sind alle total unübersichtlich und man weiß gar nicht so genau wo man sich gerade befindet. Auch Tiere sehen wir nicht so wahnsinnig viele. Da hat uns der Bwatwata Park in Namibia besser gefallen. Das könnte aber auch daran liegen, dass wir zu wenig Zeit hatten und vom Hinweg schon so begeistert waren. Gegen 16 Uhr sind wir aus dem Park wieder raus und fahren den Weg wieder zurück zu einem Campingplatz bei Shorobe (Raintree Camp). Hier grillen wir noch und gehen dann relativ zeitig schlafen, da wir für morgen eine Mokoro Tour gebucht haben.
Tag 144
Dienstag 18.11.2025 Botswana
Shorobe (BW)
19.693 km ab Bramsche
Für die Mokoro Tour (son Einbaum-Kanu) müssen wir wieder tief ins Delta reinfahren. Noch ein ganzes Stück weiter als zu Elephant Havens. Da wir keine Lust haben den STAR bei den Wasserdurchfahrten zu schrotten und die Strecke noch kleiner zu werden scheint, beschließen wir den STAR beim Camp stehen zu lassen und mit dem Moped zu fahren. Die Entscheidung war auch definitiv richtig. Mit dem STAR wären wir niemals hier angekommen. Außerdem macht das Mopedfahren hier echt Spaß. Es geht über diverse kleine Holzbrücken, schmale Sandpisten und matschige Pfützen. Die Landschaft ist total genial. Leider habe ich bei einer der Sandpisten nicht richtig aufgepasst und wir haben uns voll aufs Maul gelegt. Außer einer bösen Brandwunde vom heißen Motor ist aber nichts weiter passiert.
Die Mokoro-Tour selbst war der absolute Traum. Man sitzt total entspannt im Boot und der Guide stakt einen durchs Wasser. Man gleitet durchs Schilf und kann den Hippos beim Planschen zuschauen. Außerdem gibt es alle möglichen Vögel zu beobachten. Nach ca. 1 Stunde Fahrt, halten wir auf einer Insel an und machen eine ca. 3 stündige Wanderung. Der Guide erklärt alles sehr gut und führt uns mitten durch die Natur, durch Zebra- und Gnu- Herden, an kleinen Seen mit großen Hippo-Herden und Krokodilen vorbei. Die Mittagspause machen wir in einem kleinen Waldstück. Anschließend geht es wieder zurück zum Boot und wieder an Land. Das war bislang echt einer der schönsten Ausflüge und wir sind beide total begeistert.
Zurück am Camp springen wir noch einmal kurz in den Pool und essen lecker Burger im Restaurant. Geiler Tag!!
Tag 145
Mittwoch 19.11.2025 Botswana
52 km von Shorobe (BW) bis Maun (BW)
19.745 km ab Bramsche
Heute geht es mal wieder nach Maun. Wir besorgen uns ein neues Nummernschild für vorne und füllen noch einmal unser Vorräte auf. Wir sind nun schon zum 3. Mal bei unserem neuen Lieblingsfleischer:-). Anschließend fahren wir dann zur Okavango Craft Brewery. Hier waren wir vor ein paar Tagen schonmal kurz, allerdings war an dem Tag geschlossen, da es wohl einen Stromausfall gab. Wir haben aber mit der Besitzerin ausgemacht nochmal wieder zu kommen um dann eine Führung zu machen und im Restaurant das Bier zu probieren und eine Pizza zu essen. Sie hat uns erlaubt anschließend auf dem bewachten und umzäunten Parkplatz zu übernachten. Das haben wir dann heute gemacht und das Bier und die Pizza waren auch echt lecker.
Tag 146
Donnerstag 20.11.2025 Botswana
326 km von Maun (BW) bis irgendwo zwischen den Salzpfannen (BW)
20.071 km ab Bramsche
Gegen acht Uhr fahren wir weiter zu den Makgadikgadi Salzpfannen. Es soll einen Weg quer durch die Pfannen geben und mittendrin eine Insel mit Campingplatz. Der Weg dorthin führt zunächst aber erstmal 300 km über eine gut ausgebaute Asphaltstraße. Das ist schon echt krass hier in Botswana. Selbst direkt an dieser Hauptstraße sehen wir diverse Elefanten am Straßenrand und der angrenzenden Savanne rumlaufen.
Als wir dann Richtung Pfannen abbiegen, wird der Weg sehr schmal und sandig und es sind keine Autos mehr zu sehen. Die Dornenbüsche kratzen ganz schön über den Lack... Dafür ist die Landschaft echt cool. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen und es geht mitten durch die Savanne und vorbei an den riesigen Salzpfannen.
Unseren Schlafplatz finden wir mitten im Busch in einem ausgetrockneten Wasserloch. Hier wird erstmal der Grill angeschmissen und ein ordentliches Lagerfeuer gemacht. Da wir mitten im Nichts sind und keine Wolken am Himmel sind, genießen wir einen echt atemberaubenden Sternenhimmel.
Tag 147
Freitag 21.11.2025 Botswana
69 km von irgendwo zwischen den Salzpfannen (BW) bis Kubu Island (BW)
20.140 km ab Bramsche
Gestern Abend habe ich noch eine Pfütze unterm STAR entdeckt. Diese kommt von einen durchgescheuerten Schlauch, vom Vorratsbehälter für die Servolenkung. Wir haben aber Glück, dass der Schlauch direkt an der Tülle defekt ist und wir können ihn einfach etwas kürzen und wieder aufstecken. Die Scheuer-Stelle wird noch etwas gepolstert, damit das nicht wieder passiert und da wir kein spezielles Servo-Öl dabei haben, füllen wir den Vorratsbehälter halt mit Getriebeöl auf. Soll auch wohl gut sein.
Anschließend fahren wir weiter zum Campingplatz auf Kubu Island. Da die Insel ein Schutzgebiet ist, ist die Übernachtung hier sehr teuer. Man muss Eintritt je Person und Fahrzeug und eine recht hohe Gebühr fürs Campen bezahlen. Insgesamt zahlen wir fast 800 Pula (ca. 52,- €). Dafür gibt es dann ein Dixi Klo und eine Feuerstelle...das wars. Aaaber der Platz ist total genial gelegen und den Preis trotzdem wert. Die Insel liegt inmitten der Salzpfannen und es gibt wunderschöne Baobabs und kleine steinige Hügel. Die Aussicht auf die Salzpfanne ist schon echt cool. Alle paar Jahre, wenn es mal richtig geregnet hat, ist die Insel wohl tatsächlich komplett von Wasser umgeben.
Im Moment jagt hier echt ein Highlight das nächste...
Wir machen noch einen Spaziergang auf die Pfanne und über die Insel und schmeißen dann den Dutch-Oven an. Es gibt Gulasch und Stockbrot. Für morgen früh backen wir noch ein Brot im Dutch-Oven. Ist echt gut geworden :-)
Wir genießen den Abend mit Whisky-Cola und Amarula und gehen erst um ca. 2 Uhr schlafen. Jemand hatte da wohl einen zu viel davon und hat sich noch schön auf den Bart gelegt. Da war wohl ein Stein im Weg...
Tag 148
Samstag 22.11.2025 Botswana
112 km von Kudu Island (BW) bis Letlhakane (BW)
20.252 km ab Bramsche
Bääähhhh... zu viel Whisky gestern...
Wir fahren erst um ca. 12:00 Uhr weiter. Die Fahrt bleibt aufregend. Der Weg geht tatsächlich mitten über die Salzpfanne und man muss aufpassen, dass man keine feuchte, matschige Stelle erwischt. Hier will man nicht stecken bleiben....
Wir kommen aber problemlos durch und fahren auf der anderen Seite der Pfannen zu einem Campingplatz (Tuuthebe Lodge und Campsite, 300 Pula pro Nacht für 2, ca. 19,50,- €). Morgen wollen wir mal wieder nichts machen und etwas entspannen.
Die Lütke hat außerdem noch Aua-Bein und kann nicht so gut laufen.
Tag 149
Sonntag 23.11.2025 Botswana
Letlhakane (BW)
20.252 km ab Bramsche
Entspannen und Website basteln und so...
Tag 150
Montag 24.11.2025 Botswana
263 km von Letlhake (BW) bis Kwaraga (BW)
20.515 km ab Bramsche
Wir haben beschlossen uns noch den Orapa Game Park anzuschauen. Dieser wird von den Betreibern der Orapa Mine (Botswanas größte Diamantenmine) unterhalten. Das ist schon ein bisschen schräg. Die Stadt Orapa ist eine reine Minenarbeiter-Stadt und man benötigt eine Erlaubnis um die Stadt überhaupt betreten zu dürfen. Diese Erlaubnis bekommt man allerdings sehr einfach bei der Einfahrt in die Stadt beim Tor. Man muss nur seine Daten und den Grund des Besuchs angeben und bekommt einen Passierschein für die Stadt. Der Park selbst ist zwar relativ klein aber sehr nett. Es gibt überall schöne Picknickstellen und unzählige Nashörner. Diese wurden hierhin extra umgesiedelt und werden von einer speziellen Security bewacht. Einem dieser Nashörner standen wir wohl mit dem STAR im Weg und es läuft direkt auf uns zu. Erst ein paar Meter vorher biegt es in den Busch ab und wir können langsam vorbei fahren. Das Nashorn ist max. 2 Meter von uns entfernt und guckt uns doof an... Als wir vorbei sind, trottet es weiter auf seinem Weg.
Anschließend fahren wir weiter zum Camelthorn Farmstead Campsite (600 Pula pro Nacht, ca. 39,- €). Dieser Platz wurde uns vom Besitzer des vorherigen Campingplatzes empfohlen. Was hier sehr cool ist, ist die Aussichtsplattform aufs angrenzende Wasserloch. Von hier aus können wir Krokodile, ein Hippo, einige Gazellen und sogar Elefanten beim Trinken beobachten. Diese kommen bis auf ein paar Meter an die Plattform heran. Später am Abend, als es schon dunkel ist, ist tatsächlich ein recht großer Elefant direkt an uns vorbei gelaufen. Schon cool...
Tag 151
Dienstag 25.11.2025 Botswana
Kwaraga (BW)
20.515 km ab Bramsche
Da uns der Platz hier super gefällt, hängen wir noch eine Nacht dran. Wir verbringen die meiste Zeit des Tages entspannt am Wasserloch. Leider gibt es zwischendurch ein ganz schönes Unwetter, sodass nicht allzu viel los ist heute.
Tag 152
Mittwoch 26.11.2025 Botswana
422 km vonKwaraga (BW) bis Ghanzi (BW)
20.937 km ab Bramsche
Heute war ein reiner Fahrtag. Wir wollen Botswana verlassen und fahren über den Kalahari Highway in Richtung Namibia. Auch heute übernachten wir wieder auf einem Campingplatz (Symponia Guesthouse and Camping, 380 Pula, ca. 25,- €). Leider finden wir keine geeignete Stelle zum Wildcampen, da an der Straße durchgehend rechts und links Zäune verlaufen. Es gibt hier in Botswana aber so viele Campingplätze, dass man keine Not hat irgendwo unterzukommen - ganz anders, als wir das aus Westafrika gewohnt sind.
Abends basteln wir noch Corned-Beef-Fritters, welche aber eher Corned-Beef-Matsche geworden sind. Das Corned-Beef war viel zu weich durch die hohen Temperaturen und bröselt so auseinander.
Tag 153
Donnerstag 27.11.2025 Botswana / Namibia
333 km von Ghanzi (BW) bis Gobabis (NA)
21.270 km ab Bramsche
Die Fahrt bleibt weiterhin entspannt, aber eeecht langweilig. Alles sieht gleich aus. Auch doof, dass die Kalahari mit grünem Rasen bedeckt ist, da es recht viel geregnet hat. Dafür kommen wir aber gut voran und schaffen es entspannt über die Grenze nach Namibia.
Kurz vor Gobabis gibt es dann eine Gewichtskontrolle für LKW und alle Fahrzeuge > 3,5 Tonnen müssen wir abbiegen Richtung Waage. Als ich beim Abbiegen runterschalten möchte, merke ich, dass das Kupplungspedal null Wiederstand hat und ich nicht kuppeln kann. Ich fahre an den Straßenrand und lasse den Motor abwürgen. Die Ursache ist schnell gefunden. Die Leitung zwischen Kupplungszylinder und Getriebe hat ein Loch und die ganze Flüssigkeit ist herausgelaufen. Wir versuchen eine schnelle Notreparatur mit 2-Komponenten-Metallkleber, welche aber aufgrund der kurzen Aushärtezeit erfolglos war. Es wird auch langsam dunkel, also bleibt uns nicht viel übrig, als hier zu übernachten. Wir schaffen es zum Glück noch den Gang herauszubekommen und den STAR etwa 50 Meter zurück auf eine freie Fläche unter einem Baum zu schieben. Somit haben wir unseren Platz für die Nacht gefunden. Eigentlich gar nicht so schlecht der Platz...
Wir probieren es noch einmal mit dem Metall-Superkleber und lassen ihn dieses Mal über Nacht aushärten. Mal schauen ob es was wird...
Tag 154
Freitag 28.11.2025 Namibia
212 km von Gobabis (NA) bis Windhuk (NA)
21.482 km ab Bramsche
Nein, es ist nichts geworden. Der Kleber ist zwar ausgehärtet und wir haben auch nich zur Verstärkung 2-Komponenten-Knete drum herum getüdelt, aber sobald wir die Flüssigkeit auffüllen und die Kupplung treten, sifft es direkt wieder raus. Also wieder runter mit dem ganzen Quatsch und versuchen zu löten. Dabei stellen wir dann fest, dass auch Bremsflüssigkeit super brennt, wenn es warm genug ist (Lötlampe). Wir haben ein bisschen Panik, dass der ganze STAR jetzt abfackelt, aber bekommen das Feuer relativ schnell wieder aus. So wird das also nix und wir bauen die Leitung erstmal aus. Zum Glück haben wir das Moped dabei und sind an einer soo günstigen Stelle liegen geblieben. Ich fahre also mit dem Leitungsstück die 7 km nach Gobabis und lasse den Riss in einer Werkstatt reparieren. Die Reparatur hat nur 15 Minuten gedauert und 150 NAD (ca. 7,50 €) gekostet. Mit allem drum und dran bin ich also nach ca. ner Stunde wieder zurück und wir bauen die Leitung ein. Nur doof, dass nun das Gewinde im Zylinder vergnießgnaddelt ist und die Schraube durchdreht. Wir überlegen hin und her und lassen dann schließlich die dicken Dichtungen weg und basteln aus Teflonband dünne Dichtungen. Somit hat das Gewinde wieder neues Futter und wir bekommen es tatsächlich dicht und können gegen 12 Uhr weiterfahren.
Bereits nach 10 km müssen wir allerdings schon wieder anhalten. Da meint die Polizei doch tatsächlich wir müssten unser Licht anmachen, da in Namibia auch am Tag Lichtpflicht besteht (dem aufmerksamen Leser wird bestimmt noch in Erinnerung sein, dass wir seit geraumer Zeit kein funktionierendes Licht haben und nur noch die Lichthupe funktioniert). Außerdem müssen große Fahrzeuge in Namibia wohl an den Seiten mit einem gelben Reflektorband ausgerüstet sein, welches wir natürlich auch nicht haben. Der Polizist möchte uns hierfür natürlich eine Strafe aufs Auge drücken. Als ich ihm aber erzähle, das wir gestern erst in Namibia eingereist sind und ich ich verspreche direkt in Windhuk das Band zu besorgen, können wir so weiterfahren. Nur unser Licht sollen wir doch bitte anschalten. Ich sage schnell "ja natürlich" und wir fahren weiter. Am nächsten Rastplatz wird das Licht dann professionell repariert. Also ich klemme mit einer Gripzange den Hebel für die Lichthupe so zusammen, dass wir dauerhaft mit Lichthupe fahren. Naja Licht leuchtet...Wenn wir mal Lust und Zeit haben müssen wir mal den Schalter auseinanderbauen und uns die Kontakte anschauen.
Die Straßen bleiben top und wir kommen um ca. 16:30 in Windhuk an. Hier haben wir für 4 Nächte einen Platz bei der Arebbusch Travel Lodge and Campsite (386 NAD, ca. 19,- €) gebucht. Als wir dort ankommen, fühlen wir uns ein bisschen wie im falschen Film. Das ist schon ein richtiges Resort hier. Der Platz ist riesig und es gibt zig Lodges, Chalets, Zimmer, Zelte, Campingplatz, Pool, ein großes Restaurant usw. Sowas sind wir nun gar nicht gewohnt und haben es so auch nicht erwartet. Ist aber auch mal cool und wir gehen abends noch im Restaurant essen. Es gibt Orix- und Rindersteak. Beides sehr lecker nur leider etwas zu durch gebraten. Die Kellner sid auch wohl etwas im Stress, da das Restaurant sehr voll ist und außerdem noch eine Hochzeit gefeiert wird. Alles dauert etwas länger, aber wir haben ja Zeit. Die zeit haben wir genutzt uns zu überlegen, was wir mit der restlichen Zeit anfangen wollen. Wir beschließen, dass wir Namibia lieber entspannt angehen wollen und Südafrika nochmal um ein Jahr oder so verschieben. D.h wir werden den STAR jetzt noch nicht zurück verschiffen, sondern diesen erstmal in Kapstadt einlagern um von dort aus in nem Jahr oder so nochmal ein paar Wochen Südafrika zu bereisen. Verschiffen können wir dann immer noch.
Tag 155
Samstag 29.11.2025 Namibia
Windhuk (NA)
21.482 km ab Bramsche
Morgens fahren wir erstmal mit dem Moped in die 3 km entfernte Mall. Hier gibt es ein sehr geiles Frühstück und guten Kaffee. In der Mall gibt es echt alles und wir stöbern ein bisschen durch die Läden und kaufen ein bisschen Camping-Gedöns und ein paar Lebensmittel und so. Weiterhin besorgen wir uns noch eine Sim-Karte und sind wieder online. Wir sind gegen 14 Uhr wieder am Camp und nutzen den Rest des Tages für Entspannung und so...
Tag 156
Sonntag 30.11.2025 Namibia
Windhuk (NA)
21.482 km ab Bramsche
Zum Frühstück gibt es lecker Rohhack-Stulle (ja Mett heißt hier tatsächlich Rohhack).
Heute schauen wir uns die Innenstadt von Windhuk an. Schon ein bisschen schräg mit diesen ganzen deutschen Überbleibseln.
Wir sind relativ zeitig nachmittags wieder am Camp und gönnen uns erstmal ein Stück Kuchen und nen Milchshake. Anschließend geht es noch ein bisschen an den Pool.
Tag 157
Montag 01.122025 Namibia
Windhuk (NA)
21.482 km ab Bramsche
Den heutigen Tag nutzen wir mal wieder für Wartung usw. Die Kupplung wird nochmal vernünftig entlüftet und außerdem hatte uns die Polizei ja freundlicherweise darauf hingewiesen, dass LKW usw. in Namibia an den Seiten so hässliche gelbe Reflektorstreifen haben müssen. Diese bringen wir auch noch an.
Abends machen wir dann lecker gefüllte Paprika im Dutch-Oven. Ist echt gut geworden :-)
Tag 158
Dienstag 02.12.2025 Namibia
288 km von Windhuk (NA) bis Spitzkoppe (NA)
21.770 km ab Bramsche
Und weiter geht´s Richtung Westen. Wir fahren ins Erongo Gebirge und steuern die Spitzkoppe an. Hier gibt es einen coolen Campingplatz, bei dem die Stellplätze quer über das Gebiet verstreut zwischen den Felsen liegen (Spitzkoppe Comunity Restcamp, 600 NAD pro Nacht inkl. Eintritt, ca. 30,- €). Wirklich sehr coole Lage. Man hat eigentlich eher das Gefühl von wildcampen. Wir wandern noch ein wenig durch die Felsen und machen dann den Grill an. Anschließend gibt es entspanntes Lagerfeuer.
Tag 159
Mittwoch 03.12.2025 Namibia
193 km von Spitzkoppe (NA) bis Messum Krater (NA)
21.963 km ab Bramsche
Wir kommen heute erst gegen 12 Uhr weiter, da wir etwas länger geschlafen haben und wir noch auf einen der Berge gewandert sind. Echt ne coole Aussicht hier.
Weiter geht es dann Richtung Küste. Die Landschaft wandelt sich immer mehr Richtung steinige Wüste. Dabei ist es echt krass wie die Temperatur immer weiter abfällt und wie der Wind pfeift. Wir fahren von der Küste aus zum Messum Krater. Die Fahrt dorthin geht etwa 40 km über eine Sand- / Steinpiste durch die Wüste. Wir sehen weit und breit keine Menschenseele - kein Tourist, keine Einheimischen, kein Fahrzeug - Dafür eine echt coole Landschaft. Als es Abend wird und wir keine Lust mehr haben zu fahren, stellen wir uns einfach ein paar Meter neben dem Track in den Sand. Ist ja eh keiner hier, den es stören oder der uns belästigen könnte. Da es sehr windig und kühl ist sitzen wir nicht allzu lange draußen und gehen früh schlafen. Morgen wollen wir dann das Innere des Kraters erkunden.
Tag 160
Donnerstag 04.12.2025 Namibia
192 km von Messum Krater (NA) bis Death Salt Lake (NA)
22.125 km ab Bramsche
Was eine coole Landschaft hier. Wir erkunden die Gegend um und im Krater uns sehen den ganzen Tag keinen Menschen und kein Fahrzeug. Aber jede Menge Welwitschia - ganz schön schräge und hässliche Pflanzen, die wohl bis zu 2.000 Jahre alt werden können. Für den Rückweg Richtung Küste haben wir eine andere Strecke ausgewählt. Zwischendurch geht es für einige km durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Bisschen schräg wenn rechts und links ca. 10m hoch das Ufer aufragt, aber kein Tropfen Wasser im Fluss ist. Starkregen wäre jetzt echt ein büschen doof...
Wieder an der Küste angekommen besuchen wir Cape Cross. Hier lebt eine riesige Robbenkolonie. Der Gestank ist kaum auszuhalten, aber trotzdem einen Besuch wert.
Anschließend geht es weiter zu einem Salzsee in der Wüste. Wir müssen wieder ca 20 km Sandweg in die Wüste fahren. Naja... eigentlich fährt man eher neben dem Weg durch den Sand, da der Weg selbst zu schlecht zum Fahren ist (extreme Wellblechpiste). Hier ist wohl von Mienenarbeiten ein Loch übriggeblieben, welches mit Wasser vollgelaufen ist, welches aus dem Gestein jede Menge Salz gelöst hat. Wir können entspannt im See liegen und unser Radler genießen ohne uns zu bewegen. Leider darf man hier nicht campen, sodass wir für die Nacht ein paar km zurück fahren und einfach hinter der 7. Düne links übernachten. Mal wieder weit und breit niemand da. Wirklich mitten im Nirgendwo hier...
Tag 161
Freitag 05.12.2025 Namibia
123 km von Death Salt Lake (NA) bis Swakopmund (NA)
22.248 km ab Bramsche
Wir fahren weiter nach Swakopmund. Unterwegs schauen wir uns noch ein Schiffswrack am Strand an und machen noch eine kurze Pause irgendwo am Meer.
In Swakopmund steuern wir den Campingplatz Alte Brücke an (550 NAD pro Nacht, ca 27,50 €). Hier wollen wir für 3 Nächte bleiben, uns Swakopmund anschauen, ne Quadtour in die Wüste machen und mal wieder ein bisschen entspannen. Es gibt eine eigene Parzelle mit Feuerstelle und eigenem Häuschen mit Dusche und Toilette. Mal wieder voll der Luxus hier.
Da wir bereits gegen Mittag ankommen, ist noch genug Zeit um durch die Stadt zu latschen. Wir bummeln ein bisschen über den Markt, am Strand entlang und durch die Straßen. Alles seeeeehr touristisch und deutsch hier. Es gibt diverse deutsche Straßennamen, deutsche Lokale und Restaurants und sogar ne deutsche Bücherei mit deutschen Büchern. Man hat ein bisschen das Gefühl, wann würde durch ein Ostsee-Städtchen laufen.
Direkt gegenüber von unserem Stellplatz steht noch ein zum Camper ausgebauter Steyr mit deutschem Kennzeichen. Als wir die Besitzer sehen, gehen wir natürlich rüber. Wir sitzen noch bis ca. 23 Uhr draußen und quatschen. Dann geht´s aber ins Bett, da wir für morgen eine Quad-Tour gebucht haben.
Tag 162
Samstag 06.12.2025 Namibia
Swakopmund (NA)
22.248 km ab Bramsche
Boh war das wieder ein geiler Tag heute. Wir werden um ca. 8:30 an der Rezeption abgeholt und fahren ein paar km weiter zum Start für die Quad-Tour. Zunächst geht es relativ langsam los, damit wir ein Gefühl für das Fahren bekommen. Mit der Zeit werden wir aber immer schneller und rasen driftend die Dünen hoch und runter. Das macht echt Bock. Unterwegs halten wir immer wieder mal an, weil der Guide irgendwelche lustigen kleinen Tiere im Sand ausbuddelt. Zwischendurch geht es noch zum Sandboarding. Wir bekommen ein dünnes, biegsames Holzbrett und düsen hiermit, mit dem Kopf voran, die Dünen herunter. Beim ersten Mal hatten wir da echt schon ein bisschen Schiss, aber beim zweiten Mal konnte man das richtig genießen. Die ganze Tour ging etwa 3,5 Stunden und kostete pro Person 1200 NAD (ca. 60,- €). Das war es definitiv wert.
Für den Nachmittag / Abend beschließen wir noch eine Kneipentour durch die Stadt zu machen. Zunächst geht es zu einer Strandbar bei der wir auch einen kleinen Happen essen (son Finger-Food-Basket), dann zum seeehr deutschen Brauhaus und anschließend zu einem Rock-Abend im Sportclub. Hier spielen 4 unterschiedliche Rock / Heavy Bands. Die letzte davon hat sogar teilweise deutsche Lieder gespielt (Tote Hosen usw.). Das war ein sehr cooler Abschluss für einen echt geilen Tag. Natürlich sind wir erst recht spät zu hause und ganz schön betrunken.
Tag 163
Sonntag 07.12.2025 Namibia
Swakopmund (NA)
22.248 km ab Bramsche
Wie man sich vielleicht denken kann, wird heute gekatert und gegammelt...
Tag 164
Montag 08.12.2025 Namibia
Swakopmund (NA)
22.248 km ab Bramsche
Wir beschließen noch eine weitere Nacht zu bleiben. Irgendwie haben wir gestern gar nicht - wie eigentlich geplant - die Website gemacht, aufgeräumt und den STAR gewartet.