Die Tour
Unterwegs seit dem 28.06.2025
Tag 1
Samstag 28.06.2025 Deutschland
685 km von Bramsche bis Grießheim
Nachdem wir morgens die restlichen Klamotten verstaut haben, sind wir ganz entspannt nach dem Frühstück um ca 10:30 gestartet. Nach 685 km Fahrt auf der Autobahn - ohne einen einzigen Stau - verbringen wir die Nacht auf einem total entspannten Wanderparkplatz direkt am Rhein mit Blick nach Frankreich.
Tag 2
Sonntag 29.06.2025 Deutschland/Frankreich
492 km von Grießheim bis Roussillen
1.177 km ab Bramsche
Auf dem Wanderparkplatz haben wir am nächsten Morgen erstmal ausgiebig gefrühstückt und den schönen Platz genossen. Hier haben wir auch direkt die ersten Kontakte nach Nigeria geknüpft😀
Beim ersten Tankstopp trafen wir noch einen älteren Herren aus Polen, den wir mit unserem Auto glücklich gemacht haben. Dieser ist vor 40 Jahren einen STAR 200 gefahren und hatte viel Spaß.
In Frankreich ist die Maut echt Schweine-teuer. Besonders für LKW.
Die Nacht verbringen wir auf einem Rastplatz in Frankreich.
Tag 3
Montag 30.06.2025 Frankreich/Spanien
535 km von Roussillon (F) bis Bascara (E)
1.712 km ab Bramsche
Nachdem wir gestern von der Hitze während der Fahrt total fertig waren, haben wir beschlossen heute den Rhythmus zu ändern und mittags eine längere Siesta einzulegen. Wir sind dann also nach dem Frühstück und dem üblichen Check am STAR erstmal ca. 3 Stunden gefahren und haben uns dann um ca. 13:30 bei Frontignon einen schönen Strand zum Schwimmen gesucht. Das Wasser war schön klar und es war kaum etwas los. Nach der Abkühlung gab es noch Mittagessen auf einer schönen Bank am Wasser - lecker Ravioli aus der Dose - und dann sind wir um 16:00 Uhr weitergefahren.
Nachdem wir vormittags fast 100,- € für die Maut bezahlt haben, haben wir nachmittags die Mautstraßen möglichst gemieden. Die Entscheidung haben wir nicht bereut, da die Landstraße durch die Berge sehr reizvoll war.
Geschlafen haben wir dann wieder auf einem einfachen Rastplatz nähe Bascara kurz hinter der Grenze nach Spanien, welchen wir um ca. 22:15 erreicht haben.
Tag 4
Dienstag 01.07.2025 Spanien
431 km von Bascara (E) bis Xilxes (E)
2.143 km ab Bramsche
Nach inzwischen über 2000 km quer durch Europa wurde es mal Zeit für ein bisschen Wartung und Reparatur. Das haben wir morgens auf dem Rastplatz gemacht. Neben der normalen Wartung haben wir
- die Elektrik im Fahrerhaus repariert. Hier war eine Sicherung bei unserem Verteiler durch. Jetzt haben wir auch wieder Musik und die Kühlbox läuft wieder.
- die Handbremse versucht einzustellen - leider ohne Erfolg. Selbst wenn diese so stramm eingestellt ist, dass sie bei der Fahrt schleift ist die Bremswirkung quasi gleich 0. Handbremsen werden auch völlig überbewertet...
- weiterhin war der Kupplungszylinder undicht. Diesen hatten bereits in Deutschland versucht zu reparieren, hier hat sich aber das eingelötete Teil wieder gelöst. Das haben wir dann mit Metallkleber und einer Schlauchschelle fachmännisch wieder instand gesetzt ;-)
Um ca. 13:00 Uhr sind wir dann wieder gestartet.
In Spanien sollte man sehr gut auf seine Wertsachen achten. auf einem einfachen Rastplatz an der Autobahn hat ein Auto direkt neben dem STAR gehalten und ein Mann ist ausgestiegen und hat versucht die Beifahrertür zu öffnen, während wir auf der anderen Seite auf einer Bank saßen und einen Pfirsich gegessen haben. Zum Glück war die Tür verschlossen und Michelle hat das ganze in einer Spiegelung eines LKW gesehen. Der war dann genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Ganz schön dreist.
Da wir nach dieser Aktion keine Lust hatten an der Autobahn zu übernachten, sind wir bei Xilxes runtergefahren und haben in der Nähe der Stadt auf einem Wohnmobil-Stellplatz übernachtet (gratis).
Tag 5
Mittwoch 02.07.2025 Spanien
410 km von Xilxes (E) bis Calarreone (E)
2.553 km ab Bramsche
Das Örtchen Xilxes entpuppt sich als kleiner Tourismusort. Sehr nett. Sind einmal am Strand entlanggelaufen und waren noch kurz im Supermarkt einkaufen und sind dann nach einem entspannten Frühstück um ca. 13:00 Uhr wieder gestartet.
Der STAR hat sich ganz schön durch die spanischen Berge gequält - teilweise mit 25-30 km/h auf der Autobahn - er hält aber tapfer durch...
Abends haben wir dann Calarreone bei Aguilas angefahren. Hier wurde uns von einem Freund ein Parkplatz am Strand empfohlen (Danke Armin :-) ), aber leider darf man hier inzwischen nicht mehr über Nacht stehen bleiben. Der Platz wäre für die Nacht sehr cool gewesen. Wir entscheiden uns dann für den Campingplatz ein paar Meter weiter und schmeißen erstmal den Grill an. Nach 5 Tagen wird es auch mal wieder Zeit für ne Dusche.
Tag 6
Donnerstag 03.07.2025 Spanien
476 km von Calarreone (E) bis El Zabal (E)
3.029 km ab Bramsche
Morgens fahren wir nach den Frühstück relativ zeitig los. Wir wollen möglichst bis kurz vor Algeciras durchfahren. Hier haben wir uns einen Campingplatz ca. 20 km vor Gibraltar rausgesucht. Die A7 an der spanischen Küste entlang und durch die Berge ist echt eine schöne Route. Außer einer Mittagspause bei McDonalds haben wir keine Pausen gemacht. Die Fahrt war relativ entspannt, bis ca. 25 km vor dem angepeilten Campingplatz die Schaltung den Geist aufgegeben hat. Der 5. Gang wollte nicht so richtig reingehen. Nach ein bisschen ruckeln und drücken am Schalthebel ging plötzlich gar nichts mehr und der Schalthebel rührt im Leeren... Bei dem Schaltgestänge hat sich die Kugel aus dem Gelenk gelöst. Wir sind dann ca. 1 km rückwärts auf der 2-spurigen Schnellstraße ohne Seitenstreifen den Berg bis zur nächsten Bucht runtergerollt. Michelle ist mit Warnweste und Warndreieck bewaffnet ca. 100 m vorgelaufen und hat winkend den Verkehr gewarnt. Zum Glück waren alle rücksichtsvoll - auch die Polizei, die uns einfach überholt hat und weitergefahren ist...
An der Haltebucht (Bushaltestelle) haben wir das Gelenk erstmal notdürftig mit Draht und Kabelbindern zusammengetüdelt und sind die letzten 25 km zum angepeilten Campingplatz gefahren. Bei der "Reparatur" hatten wir noch tatkräftige Unterstützung von Krystian. Einem Polen der uns gesehen und angehalten hat. Sehr netter Typ und total hilfsbereit. Vielen Dank nochmal :-).
Wer hatte eigentlich diese doofe Idee mit nem 44 Jahre alten polnischen LKW bis nach Südafrika zu fahren... ;-) Naja... wir sind nun inzwischen über 3000 km quer durch Europa gefahren. Da darf auch mal ein bisschen was kaputt gehen.
Morgen wollen wir uns das Gelenk auf dem Campingplatz mal in Ruhe anschauen.
Der Campingplatz ist total entspannt und es ist kaum etwas los. Nur die Einfahrt war etwas eng mit dem STAR.
Tag 7
Freitag 04.07.2025 Spanien
El Zabal (E)
3.029 km ab Bramsche
Wir haben den Campingplatz für 2 Nächte gebucht, da wir uns in Ruhe mit der Schaltung beschäftigen wollen. Das ausgeschlagene Gelenk haben wir tatsächlich nur mit Bordmitteln wieder hinbekommen. Zunächst haben wir diese nicht rausbekommen, da die Befestigung an der Kupplung eingepresst war. Zum Glück haben wir eine Lötlampe dabei und mit ein wenig Hitze und einigen kräftigen Schlägen mit dem Fäustel hat sich die Verbindung gelöst. Um die Kugel vom herausflutschen zu sichern brauchten wir irgendetwas stabiles, dass über das Gelenk passt und die Kugel festhält. Nachdem wir das ganze Auto auf den Kopf gestellt haben und fast schon verzweifelt auf dem Weg zu einer Werkstatt waren, habe wir in der untersten Kiste einen alten Schalter vom STAR gefunden. Unter der Kunststoffabdeckung verbarg sich das perfekte Stück Metall. Dieses musste nur noch herausgeschnitten und etwas angepasst werden. Ordentlich gefettet und mit zwei Schlauchschellen gesichert haben wir das Gelenk wieder eingebaut. Diese fachmännische Reparatur hält bestimmt bis Südafrika... Die Reparatur hat ca. 3 Stunden gedauert.
Da noch etwas Tag übrig war, haben wir entschieden zum Strand schwimmen zu gehen. Das tat echt gut und die Wellen haben Spaß gemacht. Anschließend sind wir mit dem Moped noch in die Stadt gefahren um eine Kleinigkeit zu essen. Da wir aber nix ansprechendes gefunden haben, gibt es gegrillte Schweinespieße auf dem Campingplatz.
Als die Dämmerung einsetzte sind wir nochmal zum Strand gegangen und haben den Abend dort gemütlich mit Bier und Musik ausklingen lassen.
Da wir beschlossen haben uns noch Gibraltar anzuschauen, verlängern wir den Platz noch um eine weitere Nacht.
Tag 8
Samstag 05.07.2025 Spanien / Gibraltar
Gibraltar
3.029 km ab Bramsche
Zum Glück haben wir das Moped dabei. Hiermit war die Fahrt nach Gibraltar sehr einfach. Mit dem STAR wäre das sicherlich schwieriger geworden. Die Passkontrolle ist eigentlich ein Witz. Man fährt einfach mit dem Moped durch und hält seinen Ausweiß hoch. Nach einem flüchtigen Blick kann man weiterfahren. Unser erstes Ziel in Gibraltar war "THE STAR BAR" - Gibraltars älteste Bar. bei dem Namen mussten wir hier einfach frühstücken. Es gab ein umfangreiches englisches Frühstück und Michelle hat sich über ihre Eier Benedict gefreut. Die Stadt an sich ist very british... Nach einem Stadtbummel sind wir dann mit der Seilbahn auf den Affenfelsen gefahren. Die Aussicht ist echt genial und uns sind auch ein paar Berberaffen begegnet. Nach einem Spaziergang am Hafen und einem Eis in der Stadt geht es weiter.
Wird sind dann mit dem Moped nach Carlos gefahren und haben hier unser Ticket für die Überfahrt mit der Fähre von Algeciras nach Tanger Med gekauft. Ich glaube Carlos war der alte Mann der mitten im Laden in einem Sessel gesessen und laut geschnarcht hat. Die Beratung war sehr gut und freundlich. Wir haben tatsächlich 30,- € weniger für das Ticket bezahlt als im Internet und es gab noch eine Flasche Wein und einen Kuchen geschenkt.
Zurück auf dem Campingplatz gab es Pellkartoffeln mit Rindersteaks und Spiegelei.
Tag 9
Sonntag 06.07.2025 Spanien / Marokko
159 km von El Zabal (E) nach Chefchaouen (MA)
3.188 km ab Bramsche
Wir haben die Fähre für 13:45 gebucht. Da wir noch Tanken und Einkaufen wollen und noch nicht sicher wissen, wie gut unsere Reparatur von der Schaltung war, machen wir uns relativ zeitig um ca. 9:00 Uhr auf den Weg. Wir stellen relativ schnell fest, das der 3. und 5. Gang nicht richtig reingehen und stellen die Schaltung am Straßenrand noch einmal ein. Anschließend ist tatsächlich alles uper und die Gänge lassen sich gut schalten.
Die Überfahrt mit der Fähre war ruhig und entspannt. Die Passkontrolle erfolgt direkt auf der Fähre. Hierzu muss man einen Zettel mit seinen persönlichen Daten ausfüllen und bekommt dann einen Einreisestempel in seinen Reisepass. Die Zollabfertigung erfolgt dann im Hafen von Tanger Med. Auch hier gab es keine Probleme. Wir wurden explizit nach einer Drohne gefragt und der Zöllner wollte uns mit dem STAR durch das Röntgengerät schicken. Da wir aber anscheinend sehr entspannt auf diese Androhung reagiert haben, haben sie nur in 3-4 Schränke reingeschaut und wir konnten weiterfahren. Das ganze hat dann ca. 1 Stunde gedauert.
Wir haben nun also tatsächlich Afrika erreicht.
Am Hafen holen wir uns noch eine Sim-Karte für unseren Router (15 Tage unlimited für 15 Tage für 30,- €) und etwas Bargeld. Anschließend machten wir uns dann auf den Weg nach Chefchaouen der blauen Stadt.
Der Verkehr hier ist echt anstrengend. Bereits bei der Ausfahrt aus der Fähre gibt es ein lautes Hubkonzert und es kommt zu einem Streit zwischen zwei Autofahrern die sich nicht einigen können wer zuerst fahren darf. Ansonsten fährt man entweder durch die Berge mit sehr starken Steigungen, oder durch die Stadt mit viel rücksichtlosem Verkehr, oder die Straßen sind plötzlich in einem bescheidenen Zustand.
Der Campingplatz bei Chefchaouen ist schön gelegen mit Blick in die Berge und kostet umgerechnet nur 12,- € pro Nacht.
Tag 10
Montag 07.07.2025 Marokko
Chefchaouen (MA)
3.188 km ab Bramsche
Blaue Stadt, cooler Flair und so...
Da ich gerade keinen Bock habe zu schreiben, lassen wir einfach die Bilder für sich sprechen...
Tag 11
Dienstag 08.07.2025 Marokko
219 km von Chefchaouen (MA) nach Fes (MA)
3.407 km ab Bramsche
Da wir heute nur 219 km bis nach Fes fahren wollen, lassen es morgens etwas ruhiger angehen und starten erst um ca. 11:30. Die Strecke ist teilweise schon recht bergig, aber definitiv im Rahmen. Was eher nervt, ist, dass der Zustand der Fahrbahn von jetzt auf gleich total umschwenkt und plötzlich riesige Schlaglöcher auf der Straße sind. Muss man sich echt noch dran gewöhnen...
Die Landschaft ist sehr schön und wir fahren an abgemähten Feldern vorbei, durch einige Dörfer und Städte, durch Berge und Täler. Zwischendurch machen wir eine Pause bei traditionellem Tee.
Der angesteuerte Campingplatz liegt etwa 10 km außerhalb von Fes und gehört zu einer Hotel-Ferienanlage mit großem Pool und Abend-Bespaßung. Auf dem Campingplatz steht man aber sehr ruhig in einem Waldstück unter Bäumen und an einem Tümpel. Neben uns sind auf dem großzügigen Platz nur 2 weitere Camper.
Tag 12
Mittwoch 09.07.2025 Marokko
Fes (MA)
3.407 km ab Bramsche
Wir waren mal wieder extrem froh über die Entscheidung das Moped mitzunehmen. Der Verkehr nach und in Fes ist das totale Chaos. Spuren und sonstige Regeln sind wenn überhaupt nur gut gemeinte Ratschläge und man sollte jede Lücke nutzen, die sich einem bietet um vorwärts zu kommen. Wer lauter hupt hat Recht. Mit dem Moped kann man sich sehr gut in dieses Chaos einfügen und nachdem man sich an den Fahrstiel ein wenig gewöhnt hat, macht es auch echt Spaß hier zu fahren.
Zunächst sind wir zu einem Aussichtspunkt ein wenig außerhalb gefahren. Von hier hat man einen super Blick über die alte Medina und die Berge. Anschließend sind wir zum Haupttor zur Medina (Bab Boujloud) gefahren und konnten dort direkt vor einem Café zwischen anderen Zweirädern kostenlos parken. Die Stadt macht echt Spaß und die Gassen mit den ganzen kleinen Läden hat einen besonderen Charme und man kann sich einfach treiben lassen. Man muss nur aufpassen, dass man nicht von den Schleppern in die teuren Läden gezogen wird. Als wir die Gerberei gesucht haben, waren wir aber ganz froh, dass uns ein Arbeiter der Gerberei "eingefangen" hat, da wir so zu einer privaten Führung durch die Gerberei gekommen sind. Hierbei mussten wir aufpassen, dass wir nicht in die Bottiche gefallen sind. Der Gestank war einigermaßen erträglich - wirklich ne coole Führung... Natürlich mussten wir anschließend noch in den direkt angrenzenden Laden mit Lederwaren zum Einkaufen mitkommen... ;-).
Auf dem Rückweg zum Moped haben wir die engen Nebenstraßen gewählt (oder haben wir uns doch verlaufen...?), diese waren viel authentischer und man hat fast nur noch Einheimische hier einkaufen gesehen.
Nach dem Besuch der Medina schauten wir uns noch den Palais Royal de Fes an und waren in dem Borj Nord Museum - einem Waffenmuseum, welches in einer alten Festung untergebracht ist. Ist einen Besuch wert und kostet nur 60 dh.
Da wir noch marokkanisch essen wollten, sind wir nochmal zur Medina zurück gefahren und haben uns ein Restaurant mit Dachterrasse ausgesucht (oder wurde es für uns ausgesucht...?). Hier gab es Hähnchen in einer würzigen Soße mit Zitrone und Olive und Rindfleisch in einer Soße mit Pflaumen und Mandeln. Beides sehr lecker.
Den Abend haben wir dann am Campingplatz in der Hängematte ausklingen lassen.
Tag 13
Donnerstag 10.07.2025 Marokko
Fes (MA)
3.407 km ab Bramsche
Wir beschließen heute noch hier zu bleiben und die letzten Tage mal ein bisschen sacken zu lassen. Außer ein bisschen Wartung am STAR machen wir nichts und gammeln den ganzen Tag auf dem Campingplatz. Morgen geht´s dann weiter durch die Berge...
Tag 14
Freitag 11.07.2025 Marokko
344 km von Fes (MA) nach Lac de Tilsit (MA)
3.751 km ab Bramsche
Was eine geile Strecke quer durch das Atlas Gebirge. Wir fahren durch abwechselnde Landschaften - erst gelbliche Felsen, dann rötliche und später fast schwarze, vorbei an aufgefalteten Gesteinsschichten, über Hochplateaus, vorbei an Bergdörfern mit fröhlich winkenden Kindern, an Nomaden die in Zelten wohnen, an Hirten mit Ziegen und Schafen und überall stehen Esel rum...
Die Straßenverhältnisse waren überraschend gut. Bis auf die teilweise extremen Steigungen und Serpentinen. Wir mussten uns zum Teil im 2. Gang mit 15 km/h die Berge hochschlängeln bis auf eine Höhe von 2.300m.
Eine kleine Pause machten wir an einem Platz an dem einige Berberaffen rumlaufen. Diese werden hier von Touristen gefüttert. Die Futterverkäufer waren ein wenig aufdringlich, aber die Tiere waren echt toll.
Die Mittagspause machten wir an einem eingeschnitten Flusstal mit grandioser Aussicht. Es gibt Bratkartoffeln.
Angekommen beim Campingplatz sind wir beide ganz schön fertig von der Fahrt. Der Platz liegt mitten im Gebirge an einem ruhigen See. Total idyllisch. Er wird von einer alten Dame geführt (Malika). Diese ist total lieb und gastfreundlich und wir bekommen erstmal einen Tee und Gebäck zur Begrüßung.
Als wir unser Abendessen zubereiten (Nudeln) ist es schon dunkel und wir gehen anschließend sehr schnell schlafen.
Tag 15
Samstag 12.07.2025 Marokko
48 km von Lac de Tilsit (MA) nach Agoudal (MA)
3.799 km ab Bramsche
Am nächsten Morgen bringt uns Malika zum Frühstück Pfannkuchen und Crêpes zum Camp. Echt total lieb. Wir bezahlen für die Nacht nur 80 dh inklusive dem Tee und dem Frühstück. Das sind umgerechnet etwa 8,- € !!!
Weiter geht´s um ca. 11:30 durch die Berge. Wir wollen uns in etwa 50 km eine Grotte anschauen. Wir parken etwa 5 km entfernt bei einem Restaurant/Hotel/Camping. Hier werden wir direkt vom Betreiber Said begrüßt und trinken erstmal einen Tee. Wir beschließen die Nacht hier zu verbringen und entspannt zur Grotte zur wandern. Außerdem wollen wir abends noch kurz die Kupplung entlüften, da diese an Wiederstand verliert. Wir vermuten, dass der Zylinder, welchen wir geflickt haben, doch nicht ganz dicht ist und etwas Luft zieht.
Die 5 km bis zum Beginn des Wanderweges fahren wir mit dem Moped über kleine Schotterpisten.
Der Wanderweg zur Grotte dauert etwa 1,5 Stunden. Ein cooler Weg die Berge rauf durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Bei einem kleinen Wasserfall unterwegs gibt es erstmal ne Abkühlung...
Angekommen an der Grotte stellen wir fest, dass wir dort ganz alleine sind und - anders als man das aus Europa gewohnt ist - ist der Zugang zur Höhle nicht abgesperrt und keiner möchte Geld für den Eintritt haben. Wir finden das sehr cool und gehen alleine in die Höhle. Nun fällt uns auf, dass das in so Höhlen doch schon ganz schön dunkel ist und wir vielleicht eine Taschenlampe hätten mitnehmen sollen - evtl. hätte man da auch früher drauf kommen können... ;-).
Alleine die Höhle zu erkunden, nur mit Handytaschenlampe und Blitzlicht der Kamera bewaffnet, ist auf jeden Fall auch ein Erlebnis...
Als wir wieder aus der Höhle rauskommen machen wir erstmal eine Rast und schauen einem Nomaden dabei zu, wie er seine Ziegenherde den Berg hinauf treibt. Echt faszinierend wie geordnet, dass doch abläuft.
Auf der Rückfahrt mit dem Moped, haben wir noch ein wenig auf einem freien Schotterplatz gespielt und die Lütke hat sich schön aus Maul gelegt...
Wieder am Camp ankommen, widmen wir uns zunächst der Kupplung. Said unser Gastgeber vom Restaurant bereitet derweil ein Abendessen für uns zu.
Irgendwie funktioniert das Entlüften aber nicht so richtig und da das Abendessen fertig ist, verschieben das ganze auf den nächsten Tag.
Tag 16
Sonntag 13.07.2025 Marokko
Agoudal (MA)
3.799 km ab Bramsche
Morgens widmen wir uns erstmal der Kupplung. Wir versuchen alles mögliche, aber der Zylinder lässt sich nicht entlüften. Inzwischen ist auch Said dazugekommen und hilft mit. Nach einiger Zeit stellen wir fest, dass sich der Zylinder überhaupt nicht bewegt. Wir vermuten, dass eines der feinen Löcher innerhalb des Zylinders dicht sitzt und bauen diesen aus. Said bietet an ins nächste Dorf zu fahren, den Zylinder vernünftig zu reinigen und wieder zusammenzukleben. Das nehmen wir natürlich gerne an. Nach drei Stunden ist er zurück und wir bauen das Teil wieder ein. Leider bewegt sich der Zylinder immer noch nicht. Nach einigem Hin und Her stellen wir fest, dass der Zylinder direkt verhakt und durch die Feder nicht wieder zurückgedrückt wird. Also das Teil wieder demontieren und reinigen - ohne Erfolg. Said vermutet, dass der Dichtring zu alt und aufgequollen ist und fährt wieder ins Dorf um einen neuen zu besorgen. Als er nach ca. drei Stunden zurückkehrt ergibt sich leider immer noch das gleiche Bild: das doofe Ding bewegt sich einfach nicht zurück. Wir tüfteln herum, bis es dunkel wird und sind immer noch nicht weiter. Das Teil scheint komplett hin zu sein...
Zum Glück sind wir in diesem Unglück an Said geraten. Er bietet an am nächsten Tag ins ca. 200 km entfernte Beni Mellal zu fahren und einen neun Zylinder zu besorgen.
Was für ein hilfsbereiter, sympathischer Kerl!!!
Wir verbringen den restlichen Abend mit Gesellschaftsspielen und Whiskey (Danke Werner :-)).
Tag 17
Montag 14.07.2025
Agoudal (MA)
3.799 km ab Bramsche
Da Said den ganzen Tag unterwegs ist um das neue Teil zu besorgen, schlafen wir aus und fahren danach ein wenig mit dem Moped durch die Gegend.
Said kommt um ca. 18:00 Uhr am Camp angefahren und hatte tatsächlich Erfolg. Er hat zwar nicht genau das gleiche Teil gefunden, aber ein sehr ähnliches. Wir passen dieses also an die anderen Bauteile an und bekommen so fast alles hin. Leider ist der Stößel welcher in den Zylinder führt zu kurz und Said hat die Idee den alten Stößel an das neue Teil anzuschweißen. Da es inzwischen aber bereits wieder 21 Uhr ist, wird der Rest auf morgen verschoben.
Tag 18
Dienstag 15.07.2025 Marokko
152 km von Agoudal (MA) nach El-Kelâa M´Gouna (MA)
3.951 km ab Bramsche
Said kommt um ca. 10:00 Uhr mit dem geschweißten Teil an. Nun passt tatsächlich alles und wir bringen die extrem langwierige und nervige Reparatur zu Ende. Alles ist dicht und die Gänge lassen sich sauber schalten.
Said ist unser Held des Tages!!! Vielen Dank nochmal für alles!!!
Nachdem wir noch einen Abschiedstee getrunken haben und ca. 28 Selfies gemacht haben, geht es um 13:00 endlich weiter Richtung Dades Schlucht. Die Fahrt durch die Dades Schlucht ist echt geil. Die Serpentinen sind teilweise extrem steil und manche Kehren so eng, dass wir mit dem Star zurücksetzen mussten um die Kurve zu kriegen. Zum Glück ist nichts los auf den Straßen.
Wir übernachten auf einem Campingplatz in der Nähe der Straße, welche auf einem kleinen Hügel liegt und so einen schönen Blick auf die umliegende Gegend bietet. Hier treffen wir noch auf "Eugaster Guyoni". Eine Grille etwa so groß wie eine Zigarettenschachtel.
Tag 19
Mittwoch 16.07.2025
232 km von El-Kelâa M´Gouna (MA) nach Tikniwin (MA)
4.183 km ab Bramsche
Wir frühstücken in Ruhe und gehen erstmal lange duschen. Außerdem füllen wir noch unser Wasser auf, leeren die Toilette und machen andere spannende Dinge...
Gegen Mittag kommen wir dann los und steuern die Kasbah Amridil an. Sehr coole, renovierte Festung. Wohl auch bekannt aus dem Film "Hanna"...
Anschließend fahren wir noch ca. 150 km weiter und suchen uns einen ruhigen Platz mitten im Nirgendwo für die Nacht. Diesen haben wir bei ioverlander gefunden. Sehr entspannter Platz und weit und breit keine Menschenseele zu sehen.
Tag 20
Donnerstag 17.07.2025 Marokko
245 km von Tikniwin (MA) nach Agadir (MA)
4.428 km ab Bramsche
Die Nacht war komplett ruhig und es waren weit und breit keine Menschenseelen zu sehen oder Fahrzeuge zu hören. Sehr cooler Platz.
Morgens haben wir erstmal die Höhlen ein wenig genauer inspiziert (dies mal haben wir sogar eine Taschenlampe dabei ;-) ). Hier scheinen tatsächlich noch des Öfteren Nomaden zu hausen, da in den Höhlen sehr viel Kot von Schafen rumlag. Außerdem gab es einige Feuerstellen, die noch relativ frisch aussahen.
Nach dem Frühstück geht es weiter. Wir steuern einen Campingplatz in der Nähe von Agadir an, da wir uns das Paradise Valley anschauen wollen. Auch auf diesem Campingplatz ist nix los...hat schon Vorteile, wenn man nicht zur Hochsaison unterwegs ist... Der Platz wird von einem älteren deutschen Paar geführt. Sehr nette Leute... und es gibt einen kleinen Pool. Also kühlen wir uns erstmal ab. Trotz der gefühlten Wassertemperatur von 35°C tut das sehr gut.
Wir entdecken, dass es in Agadir auch noch einen Krokodilpark und eine Delphinshow gibt. Da wir uns diese auch noch anschauen wollen, entscheiden wir für drei Nächte zu bleiben.
Außerdem erhalten wir den Bescheid, dass unsere eVisa für Mauretanien bestätigt wurden. Es kann im Anschluss also weitergehen :-)
Tag 21
Freitag 18.07.2025 Marokko
Agadir (MA)
4.428 km ab Bramsche
Morgens fuhren wir mit dem Moped Richtung Agadir. Zuerst schauten wir uns um 11:00 die Delphin-Show an, weil Michelle so etwas noch nicht gesehen hat. Es gibt zwar nur einen Delphin, aber dieser kann schon einige beeindruckende Kunststücke. Außerdem gab es noch einen Clown für die Unterhaltung zwischendurch. Dieser hatte natürlich die gute Idee mich nach vorne zu holen und mit ihm Breakdance zu machen...Die Show geht ca. eine Stunde und ist sehr unterhaltsam. Wir zahlen pro Person 150 dh.
Anschließend fuhren wir weiter zum Crokopark. Wie der Name vielleicht vermuten lässt, gibt es hier sehr viele Krokodile, aber auch Leguane, Schildkröten usw. und sehr viel Pflanzen. Der Park ist sehr schön angelegt und überhaupt nicht überlaufen. Bevor wir weiter fahren, schauen wir uns noch die Fütterung der Krokodile an.
Nach einem Bummel an der Strandpromenade von Agadir geht es dann wieder zum Camp. Der Strand ist voll von Touristen und Hotelburgen, aber sehr weitläufig und von daher einigermaßen entspannt.
Auf dem Rückweg wurden wir noch von der Polizei angehalten. Kaum ist man in einer größeren Stadt, meinen die doch tatsächlich man sollte Helme tragen beim Fahren...
Die Polizisten sind aber sehr freundlich und wünschen uns auf deutsch noch eine gute Nacht. Für das Ticket zahlen wir 150 dh. Schönes Mitbringsel...
Tag 22
Samstag 19.07.2025 Marokko
Agadir (MA)
4.428 km ab Bramsche
Heute waren wir mit dem Moped im Paradise Valley. In einem grünen Flusstal werden hier einige Restaurants direkt am Fluss betrieben. Die Tische und Stühle stehen teilweise im Wasser und wir konnten hier unsere vom Wandern geplagten Füße abkühlen. Im Frühjahr muss es hier wohl noch schöner sein. Dann führt der Fluss vielmehr Wasser und es sollen schöne blaue Pools zum Baden entstehen. Zum Abschluss gönnen wir uns noch gegrillte Hähnchenspieße mit Pommes und Salat und fahren total fertig vom Wandern zurück zum Camp.
Tag 23
Sonntag 20.07.2025 Marokko / Westsahara
404 km von Agadir (MA) nach Akhfenir (EH)
4.832 km ab Bramsche
Heute war ein reiner Fahrtag. Wir fahren in das Gebiet der Westsahara und übernachten an einem einfachen Rastplatz direkt an der Straße.
Tag 24
Montag 21.07.2025 Westsahara
579 km von Akhfenir (EH) nach Oued Kara (EH)
5.411 km ab Bramsche
Und noch ein Fahrtag durch die Westsahara. Die Landschaft sieht immer mehr nach Wüste aus. Die Dünen reichen teilweise bis auf die Straße. Die Einheimischen versuchen zwar mit Radladern die Straßen wieder freizumachen, aber gegen den Sand kommt man wohl nicht an. Unterwegs haben wir noch einem LKW-Fahrer geholfen die Reste seines geplatzen Reifens von der Straße zu räumen. Überhaupt liegen am Straßenrand überall Reifenteile rum. Das spricht nicht unbedingt für den Zustand der Straßen...
Man sieht aber auch viele LKW`s stark überladen und mit abgefahrenen Reifen...
Die Frühstückspause machen wir an einem Platz mit Meerblick. Sehr coole Aussicht.
Unseren Schlafplatz finden wir auf iOverlander. Es ist eine kleine Busch-Oase etwa 2-3 km von der Straße weg.
Durchkämmt die Wüste ham se gesagt...
Tag 25
Dienstag 22.07.2025 Westsahara
416 km von Oued Kara (EH) nach Bir Gandouz (EH)
5.827 km ab Bramsche
Und noch mehr Wüste...
Da der rechte Vorderreifen einseitig stark abgefahren ist (böse Kreisverkehre...) tauschen wir diesen nach der Frühstückspausen gegen einen der hinteren Reifen aus. Es ging mit 2 Wagenhebern und einem Radkreuz (danke Jason) mit einem Rohr als Verlängerung relativ problemlos.
Die Nacht verbringen wir bei einer Tankstelle mit Restaurant. Es gibt Kamel-Tajine für umgerechnet ca. 10,- € für beide inkl. Getränke. Schmeckt tatsächlich gar nicht schlecht und erinnert vom Geschmack her an Lamm. Schnorrende Pfauen hatten wir beim Essen bislang auch noch nicht...
Heute war unser letzter Tag durch die Westsahara und morgen geht es weiter nach Mauretanien.
Tag 26
Mittwoch 23.07.2025 Westsahara / Mauretanien
172 km von Bir Gandouz (EH) nach ??? (MR)
6.009 km ab Bramsche
Wir entschließen uns noch im Restaurant zu frühstücken. Es gibt lecker Oemlette mit Brot, Orangensaft und Kaffee. Anschließend geht es weiter zur Grenze nach Mauretanien.
Meine Fresse war das eine nervige Prozedur. Die Ausreise aus Marokko hat extrem lange gedauert (insgesamt 5 Stunden inkl. 1h Mittagspause), dafür geht aber alles sehr geregelt ab. Man weiß wo man hin muss und wo man welchen Stempel bekommt. Die Beamten waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Wir mussten auch noch mit dem STAR durch den Scanner, aber es gab nichts zu beanstanden.
Nach der Ausreise aus Marokko fährt man erstmal ein paar km durch Niemandsland. Hier scheint sich keiner verantwortlich zu fühlen und dementsprechend sieht die "Straße" auch aus. Eine Berg- und Talfahrt durch extreme Schlaglöcher.
Angekommen an der mauretanischen Grenze nimmt uns dann ein freundlicher Beamter direkt die Papiere ab und läuft damit in ein Büro. Wie sich dann herausstellt war das überhaupt kein Beamter sondern ein "Fixer" der uns bei den Formalitäten an der Grenze helfen möchte - natürlich für Geld...
Bei dem totalen Chaos an der Grenze sind wir aber dann doch ganz froh an diesen Herren geraten zu sein, denn das Chaos hätten wir im Leben nicht durchblickt. Man muss zunächst einmal zur Polizei um die Papiere checken zu lassen, dann in ein anderes sehr unscheinbares Gebäude für die Anmeldung der Fahrzeuge, dann wieder zu einem anderen Gebäude einige hundert Meter weiter für die Passformalitäten, in einem anderen Gebäude werden dann Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht, dann weiter zur nächsten Station um die Visa zu kontrollieren und den Stempel in den Pass zu bekommen und dann noch eine abschließende Kontrolle vor der Ausfahrt. Man läuft also ca. 12 mal quer durch das "Dorf" innerhalb der Schranken in irgendwelche Gebäude die von außen alle gleich aussehen. Totales Chaos. Nebenbei hat sich der Fixer noch um die Versicherung für die Fahrzeuge gekümmert. Das haben wir so gar nicht mitbekommen...
Ob wir jetzt hier irgendwo beschissen wurden und zu viel bezahlt haben, können wir beim besten Willen nicht sagen... Ich hoffe die folgenden Grenzen werden besser.
Wir haben nun also Mauretanien erreicht. Da es aber bereits 18:00 Uhr ist wollen wir möglichst zügig einen Schlafplatz finden. Wir haben aber nicht so richtig Erfolg damit und als es langsam dunkel wird, fragen wir einfach an einer kleinen Hütte, ob wir hier für die Nacht stehen bleiben können. Ist zum Glück kein Problem und nach ein paar Nudeln, pennen wir sehr zügig ein.
Tag 27
Donnerstag 24.07.2025 Mauretanien
483 km von ??? (MR) nach Lahourich (MR)
6.492 km ab Bramsche
Heute fahren wir zur Abwechslung mal durch die Wüste...
So spannend und interessant die Wüste zu Beginn auch war, irgendwann wird es nur noch öde und langweilig. Hier hilft es auch nicht, dass die Straße grottenschlecht ist und man sich die ganze Zeit konzentrieren muss. Ab Nuakschott wird die Straße dann besser und es gibt auch wieder mehr Dörfer. Nuakschott selbst war verkehrstechnisch mal wieder ne Katastrophe. LKW, Autos und Eselkarren fahren kreuz und quer über die Straße.
"Da unten bei den Palmen ist ein schöner Schlafplatz" sprach die Lütke und ich so: "Bist du sicher? Das sieht ganz schön sandig aus" - "Klar, da sind doch auch Reifenspuren"... und zack steckten wir im Sand fest und nach ein wenig probieren haben wir uns eingebuddelt und aufgesetzt. Nach einer Stunde Reifen freischaufeln (mit Hilfe eines freundlichen Hirten) + Untersetzung + Allradantrieb + Differentialsperre + Luft rauslassen + Sandbleche waren wir zum Glück wieder frei und konnten weiterfahren. Wir haben uns dann einen anderen Schlafplatz gesucht ;-) Leider gibt es von der Aktion keine Fotos, außer von dem Loch.
Tag 28
Freitag 25.07.2025 Mauretanien / Senegal
161 km von Lahourich (MR) nach Mouit (SN)
6.653 km ab Bramsche
Nachdem wir morgens die Reifen wieder mit genügend Luft für die Straße gefüllt haben geht es weiter Richtung senegalesischer Grenze. Auf Empfehlung (Danke Vivi und Felix) nehmen wir den Grenzübergang bei Diama und nicht den bei Rosso. Dieser solle einer der schlimmsten und korruptesten Grenzübergänge in ganz Afrika sein.
Der Weg nach Diama führt ca. 40 km über eine Schotterpiste entlang des Flusses Senegal. Auf dieser Strecke geht es nur sehr langsam voran, da auf dem Weg sehr nervige Rillen sind, wodurch der ganze STAR durchgeschüttelt wird. Wir haben schon Angst, dass die Fenster zerspringen... Dafür ist die Landschaft sehr schön und wir sehen auch einige Warzenschweine. Gegen Ende der Strecke geht es noch durch einen Nationalpark. Normalerweise muss man hier wohl Eintritt bezahlen, da aber weit und breit kein Mensch zu sehen ist, sparen wir das Geld.
Der Grenzübergang bei Diama ist extrem entspannt und ganz anders als bei der Einreise. Wir passieren auf mauretanischer Seite drei Schranken. Nach der ersten werden die Fahrzeuge ausgeführt, nach der zweiten werden die Pässe gestempelt und nach der dritten ist man schon durch. Da es jeweils nur 1 Häuschen gibt und die Beamten einem sofort zeigen wo man hin muss, ist die Grenze überhaupt kein Problem. Nun fährt man zu der Brücke über den Senegal und zahlt an der Schranke die entsprechende Gebühr. Anschließend geht es zur senegalesischen Grenze. Auch hier alles total entspannt. Zunächst werden die Pässe gestempelt (Visa werden nicht benötigt) und anschließend die Fahrzeuge eingeführt und das Carnet de Passage vorbereitet. Dieses muss noch innerhalb von 5 Tagen in Dakar abgestempelt werden.
Die Versicherungen für den LKW und das Moped (Carte Bruin) kosten insgesamt 120,- €. Wir holen auch noch ein SIM-Karte und sind somit wieder mobil erreichbar.
Auf der mauretanischen Seite haben wir etwa ne Stunde gebraucht und auf der senegalesischen Seite - durch das Warten auf die Versicherung und die SIM - etwa 1,5h.
Wir sind echt froh den Tipp bekommen zu haben und nicht über Rosso gefahren zu sein. Hoffentlich bleiben die Grenzen so entspannt.
Wir fahren nun noch etwa 80 km zur Zebrabar (ebenfalls eine Empfehlung von Vivi und Felix) und sehen unterwegs noch des Öfteren Affen über die Straße laufen. Ich glaube wird sind tatsächlich in Afrika ;-)
Tag 29
Samstag 26.07.2025 Senegal
Mouit (SN)
6.653 km ab Bramsche
Wir wollen 3 Nächte bei der Zebrabar bleiben und ein wenig entspannen. Dazu bietet sich der Platz hier absolut an. Gewonnen hatte der Platz bei uns schon, als sie uns am ersten Abend erklärt haben, dass wir uns einfach Bier aus dem Kühlschrank nehmen können und dann selbst Striche auf unserem Zettel machen um am Ende alles zusammen zu bezahlen. Sofort sympathisch :-)
Der Platz liegt direkt an einer Lagune mit Sandstrand, welcher super zum Schwimmen ist und in einem Nationalpark. Außerdem laufen hier hin und wieder Husarenaffen rum, lustige bunte Vögel fliegen durch die Gegend und es gibt unzählige Krabben (Ich denke es sind Harlekinkrabben???).
Wir frühstücken im Restaurant und außer einem kleinen Spaziergang durch den Nationalpark und am Strand entlang und ein wenig schwimmen machen wir heute eigentlich nix. Das tut zur Abwechslung echt mal gut.
Als wir abends noch mal kurz im dunkeln am Strand waren, war auch hier alles voll von Krabben, welche aus dem Meer gekrabbelt sind. Sehr cool...hier war tagsüber keine einzige zu sehen...
Eine dieser Krabben hat die Lütke dann noch von hinten in die Wade gekniffen und sie hat lauthals losgeschrien. Ich hatte schon Angst, dass jeden Moment jemand kommt um die Frau in Nöten zu retten... Naja vielleicht hatte die "Krabbe" auch nur 2 Beine, aber dafür jede Menge Spaß ;-)
Tag 30
Sonntag 27.07.2025 Senegal
Mouit (SN)
6.653 km ab Bramsche
Den Tag heute lassen wir ähnlich entspannt angehen wie den gestrigen Tag. Wir frühstücken wieder an der Bar und machen anschließend einen Boot-Trip zur gegenüberliegenden Insel. Hier ist alles voll von Vögeln. Im wesentlichen Möwen und irgendwelche anderen schwarzen...
Der Guide lässt uns aussteigen und will uns eine Stunde später wieder abholen.
Als wir aus dem Boot raus sind, haben die Möwen sich wohl belästigt gefühlt und haben tatsächlich versucht uns zu attackieren. Eine der Möwen hat mir (Steven) dann auch noch auf die Hand geschissen. Ich bin davon überzeugt, das war Absicht...
Wir sind auch noch auf ein Skelett einer großen Meeresschildkröte gestoßen.
Die Insel war auf jeden Fall einen Besuch wert. Allerdings haben wir wohl den falschen Weg eingeschlagen. Als wir so am Strand entlang spazierten, steuerte plötzlich ein Boot direkt auf uns zu und ein wutentbrannter Ranger hat uns lautstark erklärt, dass wir hier nicht sein dürfen. Wir sind wohl aus Versehen ins Naturschutzgebiet gelatscht. Wir haben natürlich kein Wort verstanden von dem was er da so von sich gab, aber mit im Boot war eine Dame, die englisch und französisch sprechen konnte. Nachdem wir alles erklärt haben und uns mehrfach entschuldigt haben, war dann auch alles wieder gut und sie sind weitergefahren. Allerdings mussten wir versprechen, dass wir an Ort und Stelle stehen bleiben und auf den Guide warten. Da wir nicht ganz am ausgemachten Platz stehen, musste uns dieser erstmal finden und wir warten etwa 20 Minuten auf ihn und fahren dann zurück.
Und neue Stühle haben wir uns noch gekauft :-)
Tag 31
Montag 28.07.2025 Senegal
225 km von Mouit (SN) nach Lac Rose (SN)
6.878 km ab Bramsche
Wir packen morgens alles zusammen, zahlen bei der Zebrabar unsere Rechnung und fahren relativ zeitig los. Wir haben uns einen Campingplatz am Lac Rose rausgesucht von dem aus wir am nächsten Tag mit dem Moped nach Dakar fahren wollen.
Unterwegs halten wir noch an einer Tankstelle und lassen den Wüstensand vom STAR und vom Moped abwaschen. Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse, außer, dass wir an einer Polizeikontrolle 20.000 CFA (etwa 30,- €) zahlen mussten, weil wir nicht angeschnallt waren. Da wir keine Quittung o.ä. bekommen haben, war das mit Sicherheit eine Abzocke. Arschgeigen!!!
Der Campingplatz hat viele Bungalows die man mieten kann und einen kleinen Zeltplatz. Mit unserem großen Fahrzeug stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Camp. Da wir aber ja eh nach Dakar wollen, ist der Platz für 5.000 CFA (etwa 7,50 €) pro Nacht aber völlig in Ordnung und der Platz ist bewacht.
Der Platz selbst liegt direkt am See und es gibt ein Restaurant, in dem wir zu Abend essen.
Tag 32
Dienstag 29.07.2025 Senegal
Dakar (SN)
6.878 km ab Bramsche
Die Fahrt mit dem Moped nach Dakar beträgt etwa 40 km und führt zunächst über Sandpisten durch einige Dörfer, dann über eine Schnellstraße am Strand entlang und schließlich durch die Innenstadt. Mit Pause brauchen wir ca. 1,5 Stunden.
Angekommen in Dakar lassen wir zunächst unser Carnet abstempeln. Da wir alle nötigen Unterlagen - inklusive Kopie vom Reisepass und vom Fahrzeugschein - dabei haben, geht alles sehr problemlos und wir sind nach 20 Minuten wieder aus der Behörde raus.
Anschließend haben wir Hunger und essen etwas an einem der vielen Stände am Straßenrand. Es gibt Couscous mit Hähnchen und Gemüse für umgerechnet 1,50 € pro Person. Das Essen ist sehr lecker und die Köchin ist super freundlich.
Anschließend fahren wir zum Hafen, da wir die Île der Gorée besuchen wollen. Wir haben allerdings etwas Pech, da die Fähre bereits voll ist und wir müssen ca. 1,5 Stunden auf die nächste warten. Angekommen auf der Insel machen wir eine Tour mit einem einheimischen Guide, zusammen mit einem jungen Paar aus der Ukraine (Alex und Alina). Die beiden sind sehr nett und machen einen längeren Urlaub durch mehrere Länder Afrikas - allerdings hauptsächlich mit dem Flieger.
Die Tour über die Insel dauert etwa 2 Stunden und ist sehr interessant und informativ. Neben einem Rundgang über die komplette Insel besuchen wir auch das zum Museum ausgebaute Sklavenhaus. Von hieraus wurden Menschen aus ganz Afrika als Sklaven nach Amerika verschifft. Die Insel hat also eine sehr traurige Geschichte.
Wir entscheiden uns noch auf der Insel zu essen und wollen die Fähre zurück um 20:00 Uhr nehmen. Leider ist auch diese komplett voll, sodass wir in der Schlange noch 1,5 Stunden auf die nächste warten müssen.
Wir sind erst um ca. 23:30 wieder zurück am STAR und fallen hundemüde ins Bett.
Tag 33
Mittwoch 30.07.2025 Senegal
Lac Rose (SN)
6.878 km ab Bramsche
Heute passiert nicht viel. Wir kümmern uns vormittags um das eVisa für Guinea Conakry und fahren anschließend mit dem Moped los um einen Geldautomaten zu suchen und ein wenig einzukaufen. Das hat allerdings 4 Stunden gedauert und somit ist der Tag dann auch schon wieder um...
Tag 34
Donnerstag 31.07.2025 Senegal
203 km Lac Rose (SN) nach Gatie Naoude (SN)
7.081 km ab Bramsche
Wir frühstücken noch am Camp, machen ein bisschen sauber und dann machen wir uns auf dem Weg Richtung Osten. Wir wollen den Niokola-Koba Nationalpark besuchen. Unterwegs wurden wir mal wieder von der Polizei angehalten und sollten 5.000 CFA bezahlen. Da uns der Polizist aber nicht erklären konnte wofür und ich mich geweigert habe einfach so zu bezahlen, konnten wir nach einiger Diskussion so weiterfahren. Diese beschissenen korrupten Bullen!
Die allermeisten sind ja echt nett und nach einem kleinen Plausch kann man in der Regel so weiterfahren oder wird direkt durchgewunken, aber so ein paar Wichser sind dazwischen, die meinten man müsste die Leute abzocken. Echt zum Kotzen! Es bleibt ein bisschen Genugtuung, dass wir dieses Mal nicht bezahlt haben...
Wir schlafen unweit der Straße unter ein paar Bäumen. Einfach dem zur Straße parallel verlaufenden Eselweg ein Stückchen folgen, dann kommt schon ein geeigneter Platz. Es gibt noch lecker Grillfleisch und Bier :-)
Tag 35
Freitag 01.08.2025 Senegal
336 km von Gatie Naoute (SN) nach Dar-el-Salam (SN)
7417 km ab Bramsche
Wir fahren mehr oder weniger durch zum Eingang von Niokola-Koba Nationalpark. Wir wollen gerne im Park auf dem Campingplatz übernachten. Das wäre theoretisch auch gegangen aber man darf nur mit einem Guide zusammen in den Park einfahren. Da unser STAR aber nur 2 Sitzplätze hat funktioniert das leider nicht. Nach ein wenig hin und her mit den Rangern, einigen wir uns darauf am nächsten Tag mit einem Safari-Jeep von denen reinzufahren und bei dem Campingplatz am Eingang für 2 Nächte zu schlafen. Der Campingplatz und der Betreiber sind sehr nett (der Betreiber ist auch gleichzeitig der Guide für den nächsten Tag). Insbesondere der Sohn ist sehr hilfsbereit und spricht auch etwas englisch. Der Platz selbst ist recht spartanisch. Es gibt einfache Hütten und einen kleinen Platz für Camper. Außerdem gibt es eine Eimer-Dusche im Freien und eine Toilette im Freien - abgetrennt mit einem Weidenzaun. Naja für ne Katzenwäsche reicht es...
Tag 36
Samstag 02.08.2025 Senegal
Niokolo-Koba Nationalpark (SN)
7.417 km ab Bramsche
Um möglichst viel Tag im Park auszunutzen, haben wir uns mit dem Guide darauf geeinigt morgens um 7:00 zu starten. Also heißt es um 5:30 aufstehen.
Unser Fahrzeug ist so ein typischer Safari-Landrover Pickup mit offenem Aufbau für Passagiere. Wir kommen uns ein bisschen dämlich vor, zu zweit mit einem persönlichen Guide und einem persönlichen Fahrer in den Park zu fahren, so wie es die reichen Menschen in den Filmen immer machen...
Im Park hat man direkt das Gefühl, man ist im Dschungel. Alles ist grün, es gibt Lianen, Palmen und jede Menge tropische Pflanzen, deren Namen ich nicht kenne.
Wir fahren gemütlich durch den Park und sehen riesige Termitenhügel, Perlhühner, jede Mange Paviane, Senegalkiebitze, Hornraben, Warzenschweine, Ellipsen-Wasserböcke, Meerkatzen, Schirrantilopen, Grasantilopen, Pferdeantilopen, ... (boah kenn ich viele tolle Tiernamen ;-) ).
Das doofe ist nur, dass wenn man zur Regenzeit in einen Regenwald fährt, könnte es sein, dass es unter Umständen regnet... wir werden also klatschnass und verbringen etwa 4 Stunden unter einem Abdach eines Restaurants... es gibt aber zumindest einen schönen Blick auf den Gambia und wir haben unsere Regen-Capes dabei. Ein bisschen schade, aber wir haben den Tag trotzdem genossen.
Das zweite doofe an der Regenzeit ist, dass die Sonne so selten da ist. Unsere PV-Anlage kommt also nicht hinterher und da es am Camp auch nur Strom aus der Sonne gibt, sind unser Batterien nun leider leer.
Abends im Camp bastelt Michelle noch leckeres Mango-Curry mit Hähnchen und Reis. Natürlich aus lokal angebauten Mangos :-)
Tag 37
Sonntag 03.08.2025 Senegal
168 km von Dar-el-Salam (SN) nach Vélingara (SN)
7.585 km ab Bramsche
Nachdem gestrigen sehr anstrengenden Tag machen wir morgens ein bisschen entspannter. Nachdem wir gespült und gefrühstückt haben, ist es ca. 12:00 Uhr bis es los geht. Eigentlich hatten wir geplant heute den Grenzübergang bei Segou zu nehmen. Dieser soll aber nach einem Tag Regen eine totale Matsche-Piste sein, also beschließen wir den Grenzübergang bei Kalifourou zu nehmen. Wir müssen so zwar ein Stückchen zurück fahren, aber auf der Strecke nach Conakry macht das kaum einen Unterschied.
Da unsere Batterien komplett platt sind und der Wetterbericht nicht unbedingt nach Sonnenschein aussieht, haben wir beschlossen bevor wir die Grenze nach Guinea überqueren noch eine Nacht im Senegal zu bleiben und einen Campingplatz mit vernünftigem Strom zu suchen. Diesen finden wir dann in der Nähe von Vélingara. Hier gibt es tatsächlich funktionierenden Strom und einen Dusche mit Wasser welches von oben kommt ;-)
Also wird sich erstmal ordentlich entstunken.
Tag 38
Montag 04.08.2025 Senegal / Guinea Conakry
140 km von Vélingara (SN) nach Koundara (GN)
7.725 km ab Bramsche
Wir fahren morgens direkt um 9:00 los Richtung Grenze. Da wir noch nicht gefrühstückt haben, essen wir unterwegs ein Schoko-Brötchen. Die Schokolade entpuppt sich dann aber als so etwas wie Nutella. Leider bin ich gegen Nüsse allergisch und mein Magen möchte das "Gift" wieder loswerden. Wir müssen unterwegs also 2x am Straßenrand anhalten um meinen Magen zu entleeren. Und auch kotzen darf man hier nicht alleine. Obwohl wir ein gutes Stückchen außerhalb von den Dörfern stehen, kommen 5-6 Kinder angerannt und gucken mir interessiert beim Kotzen zu. Ich versuche mit Gesten zu erklären, dass es mir gerade nicht gut geht, das scheint denen aber relativ egal zu sein...
Beim 2. Stopp ist es besser. Hier stehen wir ungestört (Schotterweg durch Wald) und ich mache noch ein kleines Nickerchen von ner halben Stunde. Danach geht´s mir besser und wir fahren weiter zur Grenze nach Guinea Conakry.
Auf der Senegal-Seite brauchen wir etwa 20 Minuten bis wir durch sind. Sehr entspannt und alle sind sehr hilfsbereit.
Zur Guinea-Seite muss man noch etwa 35 km fahren. Auf dieser Strecke machen wir noch eine Frühstückspause (mein Magen ist ja leer...) und wir sehen hierbei einige Paviane im Wald.
Die Einreise nach Guinea ist ähnlich entspannt. Der Beamte möchte allerdings von uns eine Hotelreservierung mit Telefonnummer haben. Wir haben natürlich nichts gebucht und geben eine Lodge an, welche wir im Internet rausgesucht haben. Er ruft auch tatsächlich dort an und spricht mit denen... Während des Gesprächs sehen wir uns schon umdrehen, da wir ja keine Reservierung haben. Anscheinend hat er aber nur kontrolliert, ob die Telefonnummer richtig ist und nachdem er aufgelegt hat, trägt er die Anschrift und Telefonnummer in sein Buch ein und wir können weiter zum nächsten Step. Hierfür muss man ins nächste Dorf fahren und dort noch einmal die Pässe kontrollieren und Fingerabdrücke nehmen lassen. Anschließend bekommen wir den Einreisestempel in den Pass mit dem Hinweis vom Beamten, dass wir innerhalb von 5 Tagen noch zum Flughafen nach Conakry müssen, um uns den offiziellen Einreise-Sticker in den Pass kleben zu lassen. Da wir eh nach Conakry wollen um einige Visa zu besorgen, ist das aber kein Problem.
Um die Fahrzeuge einzuführen muss man wieder in das nächste Dorf. Hier müssen wir erst durch einen Scanner und mit dem Bestätigungs-Wisch dann zum Zoll, wo das Carnet ausgefüllt wird. Dann noch eine Schranke und wir sind offiziell eingereist (Naja...fast...es fehlt ja noch der Sticker vom Flughafen). Ist alles ein bisschen umständlich, aber alle sind freundlich und erklären uns genau wo wir als nächstes hin müssen.
Wir fahren weiter nach Koundara und wechseln hier etwas Geld. Wir wechseln 100.000 CFA gegen 1.540.000 GFA und sind endlich auch mal Millionäre :-) Außerdem versuchen wir noch eine Sim-Karte zu besorgen. Leider hat der Telefonanbieter schon zu und bei dem kleinen Laden nebenan klappt das irgendwie mit der Registrierung nicht. Wir wollen es am nächsten Tag nochmal probieren und suchen uns in der Nähe einen Platz für die Nacht. Diesen finden wir einige km außerhalb etwas abseits der Straße mitten im Grünen. Cooler Platz.
Tag 39
Dienstag 05.08.2025 Guinea Conakry
170 km von Koundara (GN) nach irgendwo an der N5 (GN)
7.895 km ab Bramsche
Zurück in Koundara klappt es tatsächlich mit der Sim-Karte in dem Orange-Shop. Wir bekommen 30 GB für 30 Tage für umgerechnet 26 € und wir bekommen noch ein T-Shirt dazu geschenkt :-)
Wir holen am Automaten noch 2.400.000 GFA ab (boah ej... diese ganzen Scheine sind echt bekloppt. Anstatt eines Portmonee benötigt man hier eine Plastiktüte), tanken noch und fahren weiter. Beim Tanken stellen wir fest, dass sich der Kilometerstand gar nicht verändert hat. Der Tacho ist komplett stehen geblieben. Da hat sich wohl die Tachowelle losgerappelt oder so. Da wir aber die ganze Zeit das Navi mitlaufen lassen, können wir hierüber noch die gefahrenen km nachvollziehen. Auch die Geschwindigkeit wird hier angezeigt. Also erstmal kein Problem.
Die Landschaft unterwegs ist sehr schön. Alles ist saftig und grün. Unser Schlafplatz für heute Nacht finden wir direkt an einem Fluss. Wieder ein sehr cooler Platz. Nur schade, dass durch den Regen alles matschig und nass ist.
Tag 40
Mittwoch 06.08.2025 Guinea Conakry
155 km von irgendwo an der N5 (GN) nach irgendwo anders an der N5 (GN)
8.050 km ab Bramsche
Heute schauen wir uns den Kinkon Wasserfall an. Echt ein geiler Wasserfall. Da wir uns in der Regenzeit befinden, ist viel Wasser im Fluss und dementsprechend ist der Wasserfall echt beeindruckend. Man kann bis an die Kante herangehen und hinunter schauen. Zum Glück scheint gerade die Sonne und wir können die Aussicht genießen.
Der Wasserfall befindet sich wohl in einem Militärgebiet und der Eingang wird an einer Schranke von einigen Soldaten bewacht. Wir müssen pro Person 100.000 GFA (umgerechnet etwa 10,- €) Eintritt bezahlen. Hinterher recherchieren wir im Internet, dass manche Leute 50.000 und manche auch nur 30.000 bezahlen mussten, wieder andere gar nichts. Es scheint so zu sein, dass man wohl eigentlich gar keinen Eintritt bezahlen müsste und die Soldaten einem Geld abnehmen wie es ihnen gerade passt... blöde Pisser
Schlafen tun wir wieder irgendwo im Dschungel an der Straße an einem Fluss.
Tag 41
Donnerstag 07.08.2025 Guinea Conakry
173 km von irgendwo an der N5 (GN) nach Bakariya (GN)
8.223 km ab Bramsche
Morgens werden wir von einigen Kühen begrüßt, die draußen direkt am Schlafplatz stehen. Außerdem hält noch ein freundlicher Polizist an, der sich erkundigt, ob bei uns alles gut ist. Als ich ihm erzähle, dass wir nur Pause machen, wünscht er uns noch einen schönen Tag und fährt weiter.
Es regnet fast den ganzen Tag und der Zustand der Straße wird immer beschissener. Die N5 ist generell schon in einem echt schlechten Zustand mit zig Schlaglöchern und stellenweise ist die Straße schon komplett weg, sodass nur noch Steine und Matsche übrig sind. Mit dem Regen wird das nicht besser und es kam wie es kommen musste. Wir müssen eine Zwangspause von etwa 3 Stunden einlegen, da eine Steigung in der entgegengesetzten Richtung so matschig ist, dass nicht mehr alle LKW diese schaffen. Die LKW versuchen es einer nach dem anderen den Hang hinauf zu kommen. Hierdurch muss der Gegenverkehr warten und es dauert natürlich alles ewig. Einige LKW schaffen es auch nicht und rollen wieder zurück. Echt faszinierend ist es, dass die ganze Aktion fast nur von den LKW-Fahrern selbst geregelt wird und alle versuchen zu helfen und Tipps zu geben. Echt cool. Es steht nur ein einziger Polizist unten am Hang.
Nach der Steigung staut sich dann entsprechend der Verkehr. Es hat sich bestimmt eine 5-7 km lange Schlange an wartenden LKW gebildet.
Als wir dann irgendwann auf die N1 wechseln wird die Straße besser. Wir pennen mal wieder einfach irgendwo an der Straße.
Tag 42
Freitag 08.08.2025 Guinea Conakry
153 km von Bakariya (GN) nach Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Da wir in Conakry noch einige Botschaften abklappern wollen um ein paar Visa zu organisieren, haben wir gestern Abend noch beschlossen uns eine günstige Ferienwohnung für ne Woche zu mieten. Campingplätze gibt es nicht. Außerdem haben uns die Straßen in den letzten Tagen echt fertig gemacht und wir wollen mal Wäsche waschen und ein paar Kleinigkeiten am STAR erledigen und einfach mal ein bisschen runter kommen.
Auf dem Weg zur Wohnung fahren wir noch beim Flughafen vorbei und holen uns unsere Visa-Sticker für den Pass. Das war wirklich sehr unkompliziert. Die Mitarbeiter und Beamten lotsen uns an den richtigen Schalter und selbst das Parken direkt am Flughafen war mit dem STAR kein Problem. Die haben einfach ein großes Tor für uns geöffnet und wir konnten an der normal Einfahrt vorbei fahren. Diese wäre für uns zu tief gewesen.
Conakry selbst ist - wie die anderen Städte bislang auch - sehr voll mit Menschen, mit chaotischem Verkehr und seeehr viel Müll. Wir kommen aber dennoch einigermaßen gut durch und erreichen um ca. 14:00 unsere Wohnung.
Die Wohnung ist für das Geld echt in Ordnung (ca. 250 € für 7 Nächte). Wir haben ein vernünftiges Bett, eine Kochecke mit Kühlschrank, ein eigenes Bad mit einer warmen Dusche und einen separaten Hauseingang. Der STAR steht auf dem großzügigen, abgeschlossenen Parkplatz mit Blick aufs Meer und Palmen. Leider kann man nicht direkt zum Strand laufen, es ist aber trotzdem ganz nett.
Was ein bisschen nervt, ist, dass das Abo für das Fernsehen und das W-Lan nicht funktionieren. Wir können uns aber Filme auf dem Laptop anschauen und unser eigenes Internet funktioniert gut. Was weiterhin nervt, sind die Stromausfälle, die in unregelmäßigen Abständen eintreten. Mal schauen wie sich das entwickelt...
Die Besitzer sind echt nett und zu unsere Überraschung spricht der Sohn der uns empfängt super deutsch. Die Familie hat wohl mal 8 Jahre in Deutschland gewohnt, da der Vater als Botschafter von Guinea Conakry in Bonn eingesetzt war. Sehr cool...
Tag 43
Samstag 09.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Heute war ein schöner Gammel-Tag. Wir schlafen morgens etwas länger und brutzeln uns dann erstmal Spiegeleier mit Speck.
Da es den ganzen Tag regnet, verbringen wir diesen eigentlich komplett in der Wohnung. Wir sichern die Fotos, basteln ein bisschen an der Website und erkundigen uns online ein wenig nach den Visa-Voraussetzungen für die unterschiedlichen Länder.
Tag 44
Sonntag 10.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Heute ist das Wetter deutlich besser und es scheint die meiste Zeit die Sonne. Es sieht gleich alles viel schöner aus, wenn es nicht so grau ist. Dafür haben wir aber leider keinen Strom und auch kein Wasser.
Wir gehen erstmal nach draußen an den STAR und machen diesen drinnen sauber. Gerade das Fahrerhaus ist voll von feinem Sand. Weiterhin nutzen wir die Zeit für eine ausgiebige Wartung. Hierbei fällt mir auf, dass der Stoßdämpfer vorne an der Fahrerseite die ganzen Schlaglöcher wohl nicht überlebt hat. Dieser ist komplett hinüber. Ich baue diesen erstmal aus und wir wollen schauen, wie sich der STAR während der Fahrt ohne diesen verhält. Falls das vom Fahrverhalten her gar nicht geht, wollen wir dann evtl. versuchen einen neuen zu besorgen.
Ab ca. 14:00 Uhr haben wir wieder Strom und Michelle kann nun die Wäsche waschen. Eine Waschmaschine gibt es nicht und von daher muss sie das leider von Hand machen. Das ist ganz schön anstrengend.
Tag 45
Montag 11.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Wir wollen heute zur Botschaft von der Elfenbeinküste und von Ghana. Hier bereiten wir morgens zunächst noch die letzten Unterlagen vor und drucken diese aus. Bis wir los kommen ist es dann ca. 11:30.
Wir fahren zunächst zur Botschaft von Ghana, da wir gelesen haben, dass diese um 13:30 schließt und nur montags, mittwochs und freitags geöffnet hat (inzwischen hat diese wohl ganztägig von montags bis freitags geöffnet). Die Fahrt dorthin mit dem Moped ist natürlich mal wieder total nervig. Der Verkehr in afrikanischen Großstätten ist echt anstrengend.
Angekommen bei der Botschaft werden wir zunächst in ein Besucherbuch eingetragen. Dann müssen wir noch unsere Handys abgeben und bekommen Besucherausweise. Nun müssen wir mit dem Fahrstuhl in den 6. Stock fahren und hier unsere Unterlagen abgeben. Leider sind diese nicht vollständig. Es fehlt noch das Anschreiben mit unserer Intention und Beschreibung unseres Trips. Außerdem müssen wir zunächst noch die Gebühren bezahlen und den Nachweis hierüber mitbringen. Ich hatte das auf der Internetseite so verstanden, dass man das auch vor Ort in bar bezahlen kann. Naja... wir nehmen unsere Unterlagen also wieder mit, da wir noch einiges an Hausaufgaben zu erledigen haben.
Als nächsten fahren wir dann weiter zur Botschaft der Elfenbeinküste. Der Parkplatzwächter begleitet uns zum Eingang und zeigt uns den richtigen Schalter. Wir müssen kurz im Wartezimmer Platz nehmen und dann können wir unsere Unterlagen abgeben. Hier haben wir den Zahlungsbeleg mit dabei und alles ist vollständig. Wir müssen auch unsere Pässe hier lassen und sollen am Mittwoch wieder vorbei kommen um die (hoffentlich) fertigen Visa wieder abzuholen. Alles sehr freundlich und unkompliziert.
Wir kommen um ca. 16:00 wieder bei der Ferienwohnung an und laufen erstmal zu Fuß ein wenig Richtung Stadt, da wir noch etwas essen und ein wenig einkaufen wollen. Wir entscheiden uns für eine Pizza. Diese war auch gut. Nicht so gut hat das einkaufen geklappt. Wir finden zwar einen echten kleinen Supermarkt und kaufen ein paar Dinge, aber irgendwie haben wir hier jetzt für 800 g Hackfleisch umgerechnet 17,50 € bezahlt. Das steht auch so auf dem Kassenbon. Ich denke hier war wohl irgendein Fehler beim Barcode oder so... oder das Hackfleisch ist aus dem Steak vom Kobe-Rind hergestellt worden...
An einem der vielen Straßenstände kaufen wir noch einige Getränke und gehen dann zur Wohnung zurück.
Tag 46
Dienstag 12.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Es scheint tatsächlich den ganzen Tag die Sonne und wir haben den ganzen Tag Strom und Wasser :-)
Wir machen die restliche Wäsche und kümmern uns um die fehlenden Sachen für die Visa von Ghana. Wir schreiben den Liebesbrief an den Botschafter und überweisen die Gebühr online auf das Konto der Botschaft und drucken uns den Beleg dafür aus. Außerdem beantragen wir noch die Visa für Togo und Benin online über das Portal. Das ging relativ einfach.
Nachmittags / abends genießen wir dann noch das schöne Wetter und schmeißen den Grill an. Es gibt lecker Hähnchenschenkel und ein paar Whisky-Cola.
Tag 47
Mittwoch 13.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Das Visa-Drama geht weiter...
Nachdem es morgens aufgehört hat zu regnen fahren wir mit dem Moped wieder zur Botschaft der Elfenbeinküste. Hier werden wir nach etwa 5 Minuten Wartezeit direkt vom Botschafter empfangen. Er möchte mit uns noch einmal sprechen. Es ist aber alles gut und eigentlich möchte er nur wissen, ob irgendjemand in der Botschaft zusätzliches Geld von uns verlangt hat. Dieses können wir jedoch verneinen und dann sind wir nach ein paar Minuten auch schon wieder draußen mit den Visa-Stickern in unseren Pässen. Das war einfach.
Anschließend fahren wir wieder zur Botschaft von Ghana. Wir werden wieder von der selben Dame empfangen und es scheint alles in Ordnung zu sein. Dann fragt sie nach den Zahlungsbelegen für die Gebühr und ich zeige ihr die Ausdrucke vom online-banking. Diese werden so aber nicht akzeptiert. Sie versucht noch auf deren Konto einen Zahlungseingang zu suchen, findet aber anscheinend nichts. Sie erklärt uns, dass wir persönlich zur First Bank fahren müssen und dort das Geld in bar auf deren Konto einzahlen müssen. Diesen Beleg benötigt sie dann.
Hoffentlich bekommen wir das bereits überwiesene Geld auch zurück.
Diese Bank befindet sich natürlich auf der anderen Seite der Stadt. Ganz in der Nähe der Botschaft der Elfenbeinküste von der wir ja gerade herkommen... Wir schwingen uns also wieder aufs Moped und düsen los. Unterwegs fängt es dann wie aus Eimern an zu schütten. Wir haben zwar unsere Ponchos übergezogen, da es vorher schon etwas geregnet hat, aber als wir dort ankommen sind wir trotzdem klatschnass. Bei der Bank ist alles unkompliziert. Anscheinend wird hier sowas öfter gemacht. Wir geben jeweils 80 $ in bar ab und die Dame am Schalter füllt das Formular für uns aus. Hierfür gibt es dann eine Quittung, mit der wir durch den strömenden Regen wieder zurück zu Botschaft fahren.
Die Dame ist nun zufrieden und da ihr Chef nun auch im Büro ist, plötzlich viel freundlicher und richtig bemüht. Die Unterlagen sind nun vollständig und wir können unser Visum zwei Tage später wieder abholen. Da am Freitag jedoch Feiertag ist, sollen wir am Montag wiederkommen. Wir erklären, dass wir unsere Wohnung nur bis Freitag gebucht haben und uns das zu spät ist. Zum Glück kommt der Chef zum Gespräch dazu und verspricht uns, dass er sich darum bemühen wird, dass die Visa bis morgen fertig sind. Sie wollen uns dann anrufen, sobald es soweit ist. Da meine deutsche Nummer nicht funktioniert, geben wir die Nummer von unserem Vermieter der Ferienwohnung an (Ali).
Na hoffentlich funktioniert das jetzt alles...
Wir suchen uns in der Nähe noch ein nettes Restaurant und essen hier Burger und Pommes. Da es immer noch regnet, sind wir froh uns im trockenen ein wenig zu entspannen, bevor es dann wieder zur Ferienwohnung geht.
Tag 48
Donnerstag 14.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Wir warten den ganzen Vormittag auf den Anruf der Dame, aber leider kommt nichts. Gegen 13:00 Uhr beschließen wir einfach loszufahren. Als wir beim Moped sind treffen wir noch Ali und er versucht freundlicherweise nochmal dort anzurufen. Natürlich geht keiner ran, also fahren wir los.
Unterwegs kommen wir selbstverständlich noch in einen kurzen, aber heftigen Schauer und sind mal wieder klatschnass.
Angekommen bei der Botschaft begrüßt uns die Dame mit schlechten Neuigkeiten. Die Visa sind noch nicht fertig und da der Botschafter in einem Meeting ist, welches länger dauert, wir das heute auch nichts mehr. Wir sollen am Montag wiederkommen. Wir erklären nochmal, dass wir ja die Wohnung nur bis Freitag haben und fragen mehrfach, ob wir nicht warten können, oder es eine andere Lösung gibt, aber leider bleibt die Dame bei ihrer Antwort und wir fahren ohne unsere Pässe wieder zurück zur Ferienwohnung. Hier treffen wir direkt Ali und erklären ihm die Situation. Er möchte mit seiner Schwester klären, ob wir die Wohnung noch bis Dienstag behalten können.
Abends sitzen wir noch ein bisschen draußen und gönnen uns ein paar Whisky-Cola. Als es anfängt zu regnen gehen wir rein und spielen noch ein bisschen "Mensch ärgere dich nicht" (Michelle mogelt).
Tag 49
Freitag 15.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Da wir beide ganz schön verkatert sind und auch nichts so richtig mit uns anzufangen wissen, gammeln wir den ganzen Tag nur rum und schauen irgendwelche Filme.
Tag 50
Samstag 16.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Es regnet den ganzen Tag und da wir beide keine richtige Motivation haben irgendetwas zu tun, legen wir noch einen Gammel-Tag ein. Zum Glück funktioniert inzwischen das W-Lan der Ferienwohnung und wir haben nur einen kurzen Stromausfall. Also können wir schön den ganzen Tag netflixen.
Tag 51
Sonntag 17.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Soooo... genug gegammelt... heute schauen wir uns die Soumbah-Wasserfälle an. Um ca. 13 Uhr hört der Regen auf und es scheint tatsächlich die Sonne als wir losfahren. Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden. Unterwegs werden wir (noch in Conakry) mal wieder von der Polizei angehalte. Er möchte unsere Papiere sehen und wir geben ihm unseren Fahrzeugschein. Das war sonst auch immer ausreichend, aber dieser Herr möchte gerne noch unsere Versicherungs-Bestätigung sehen. Wir haben zwar eine "Carte Bruin" für das Moped, aber diese liegt natürlich in der Ferienwohnung. Dieses erklären wir auch, aber er gibt sich damit nicht zu frieden und wir sollen eine Strafe zahlen. Ich suche noch ein Foto der Bestätigung raus und zeige ihm diese. Das soll aber die falsche sein und außerdem wäre ein Foto auch nicht ausreichend. Wir diskutieren weiter, aber besteht darauf, das wir eine Strafe von 600.000 GNF zahlen (etwa 60 €). So viel Geld haben wir nicht im Portmonee. Wir haben nur etwa 150.000 im Portmonee, was wir auch zeigen (Wir haben zwar noch Geld im Rucksack, das holen wir aber nicht raus). Dieses nimmt er erstmal, möchte aber dennoch den Rest haben. 50 € würden auch gehen. Wir diskutieren und diskutieren, aber kommen irgendwie nicht aus der Sache raus. Inzwischen stehen schon 3-4 Polizisten um uns rum und machen uns klar, dass wir so nicht weiterfahren können und bezahlen müssen. Ich bin schon soweit, dass ich nach einer Bank frage und loslaufen will, da hält plötzlich ein Polizist auf einem Moped an und redet auf die anderen Polizisten ein. Er erzählt denen wohl sowas wie "das sind Touristen, lasst die in Ruhe und lasst die weiterfahren". Die Diskussionen zwischen den Beamten wird immer lauter und wir denken, dass der Polizist auf dem Moped ein höheres Tier sein muss. Auf jeden Fall geben die Beamten uns unseren Fahrzeugschein wieder und wir können weiterfahren. Die 15,- € haben wir natürlich nicht wieder bekommen.
Die Wasserfälle sind echt cool und man kann hier auch schwimmen. Wir haben aber keine Klamotten hierfür mit, was aber nicht schlimm ist, da es mal wieder regnet. Nach ca 1,5 Stunden machen wir uns wieder auf den Rückweg. Unterwegs kaufen in einem Supermarkt noch ein paar Steaks und Bier und grillen abends.
Tag 52
Montag 18.08.2025 Guinea Conakry
Conakry (GN)
8.376 km ab Bramsche
Boah ey...die meinen das hier echt ernst mit der Regenzeit, nä... heute ist wohl der schlimmste Tagen von allen bislang. Es schüttet den ganzen Tag durchgehend wie aus Eimern. Und das natürlich an dem Tag an dem wir nochmal zur Botschaft müssen und hoffentlich unsere Visa für Ghana bekommen. Es hört einfach nicht auf und um 13:00 können wir es nicht mehr weiter herauszögern und fahren im strömenden Regen los. Die Straßen sind teilweise eher Flüsse als Straßen und an manchen Stellen fahren wir durch ca. 30 cm tiefe Pfützen / Seen.
Gegen 14:00 Uhr kommen wir bei der Botschaft an und treffen im Wartezimmer ein Paar aus Holland, die ebenfalls auf ihre Visa warten und eine ähnliche Tour machen wie wir. Allerdings fahren diese mit einem Auto und schlafen in Hotels.
Nach ca. 30 Minuten Wartezeit kommt die Dame tatsächlich mit unseren Pässen inklusive den eingeklebten Visa :-) Es kann also morgen endlich weitergehen.
Zurück in der Ferienwohnung basteln wir uns erstmal Corned Beef Fritters und fangen dann an aufzuräumen und sauber zu machen und so.
Tag 53
Dienstag 19.08.2025 Guinea Conakry
188 km von Conakry (GN) nach Kolenten (GN)
8.564 km ab Bramsche
Morgens machen wir noch den Rest der Bude sauber, gehen nochmal duschen und räumen dann den STAR wieder ein. Nachdem wir uns sehr herzlichen von Ali und seiner Mutter verabschiedet haben (Vielen Dank nochmal für alles :-) ), machen wir uns gegen 11:00 auf den Weg in Richtung Elfenbeinküste. Außer echt beschissenen Straßen und Regen passiert heute eigentlich nichts spannendes. Wir schlafen an einem einfachen Platz an der Straße.
Tag 54
Mittwoch 20.08.2025 Guinea Conakry
192 km von Kolenten (GN) nach Sanderia (GN)
8.758 km ab Bramsche
Gegen 11:00 Uhr hört es endlich auf zu regnen.
Als wir unsere Frühstückspause beendet haben und gerade weiter fahren wollen, kommt ein roter Unimog mit einem niederländischen Kennzeichen angefahren. Als ich ihm zuwinke hält er an und wir quatschen ein bisschen. Es handelt sich um Mamiko und Peter aus Holland, welche ebenfalls unterwegs nach Südafrika sind. Allerdings haben die beiden kein Zeitlimit und wollen auf der Ostroute wieder nach Holland zurück fahren. Wir beschließen uns für heute Abend einen gemeinsamen Stellplatz zu suchen und abends noch ein bisschen weiter zu quatschen. Die beiden finden einen sehr schönen Platz zwischen den Bäumen und schicken uns dann die Koordinaten zu.
Unterwegs helfen wir noch einem vollgepackten Bulli, der es nicht den Berg hoch schafft. Wir drehen um und ziehen ihn kurzerhand die 500 m hinauf.
Angekommen am Schlafplatz verbringen wir den Abend dann mit Mamiko und Peter. Ein wirklich sehr nettes Paar.
Der Abendhimmel ist super klar und wir können einen echt atemberaubenden Sternenhimmel bewundern. Man kann ganz deutlich die Milchstraße sehen.
Tag 55
Donnerstag 21.08.2025 Guinea Conakry
239 km von Sanderia (GN) nach Koulifa (GN)
8.997 km ab Bramsche
Peter ist aufgefallen, dass sich der Boden in seinem Unimog an einer Seite etwas gehoben hat. Als er die Ursache gefunden hat, ist er nicht gerade erfreut. Der Rahmen von dem Aufbau hinten ist an einer Stelle komplett durchgebrochen. Dieses lässt sich so natürlich nicht einfach reparieren und die Beiden beschließen sehr langsam zur nächst größeren Werkstatt zu fahren. Diese ist allerdings ca. 200 km weit entfernt. Leider trennen sich damit unsere Wege auch schon wieder...
Zwei Tage später schreibt er uns aber, dass die Reparatur vorerst geklappt hat. Er will da aber wohl in Ghana nochmal bei und den Rahmen noch zusätzlich verstärken.
Wir fahren also alleine weiter und die Straße bleibt leider echt beschissen. Für die ersten 50 km benötigen wir fast 3 Stunden. Danach wird es besser.
Wir werden unterwegs mal wieder von der Polizei angehalten. Anscheinend darf man nicht mit Crocs Auto fahren... Das kostet 50,- € Strafe. Es sei denn man handelt mit denen, dann muss man nur 30,- € bezahlen. Und wenn man eine Quittung möchte, dann kostet das 100,- €... boah gehen mir diese verkackten korrupten Bullen auf den Sack. Die können einem echt die Laune vermiesen...
Unseren Schlafplatz finden wir etwas abseits der Straße auf einer hügeligen Wiese zwischen einigen Bäumen. Total ruhig, ungestört und idyllisch hier. Das hebt die Stimmung wieder...
Tag 56
Freitag 22.08.2025 Guinea Conakry
310 km von Koulifa (GN) nach Lola (GN)
9.307 km ab Bramsche
Heute war den den ganzen Tag schönes Wetter.
Die Natur hier ist echt toll. Wir fahren gefühlt den ganzen Tag mitten durch den Dschungel.
Als wir uns abends einen Schlafplatz suchen wollen, wollen wir noch eben durch Nzérékoré fahren und dann einen Platz suchen. Hier haben wir aber wohl die beschissenen Straßen ein wenig unterschätz und als wir durch sind, ist es bereits 18:00 Uhr, also noch hell aber schon fast Nacht. Wir fahren zwei Feldwege rein, haben hier aber nicht so richtig Erfolg und beschließen den ersten Platz bei iOverlander anzusteuern. Dieser ist allerdings noch ne 3/4 Stunde entfernt und erst hinter der nächsten Stadt. Als wir dort ankommen ist es bereits stockdunkel und wir müssen unseren Platz mit der Taschenlampe finden. Die Sonne geht hier echt mal schnell unter und das bereits um ca. 18:30.
Als wir gerade unser Abendessen machen, sehen wir eine Taschenlampe näher kommen. Ich gehe also ebenfalls mit der Taschenlampe nach draußen und vor mit steht ein Mann mit einem umgehängten Gewehr. Der Mann ist aber sehr freundlich und wollte wohl nur mal nach dem rechten sehen, wer da mitten in der Nacht mit nem LKW an seinem Haus vorbeifährt. Als wir erzählen, dass wir Touristen sind, ist die Sache geklärt und wir können gerne dort für die Nacht stehen bleiben. Die Waffe war wahrscheinlich sein Jagdgewehr.
Tag 57
Samstag 23.08.2025 Guinea Conakry - Elfenbeinküste
228 km von Lola (GN) nach Duékoué (CI)
9.535 km ab Bramsche
Heute fahren wir über die Grenze zur Elfenbeinküste. Die Grenze war total einfach und angenehm. Alle sehr nett und erklären den Weg zum nächsten Posten. Nach etwa 2 Stunden sind wir durch beide Seiten durch und haben unsere Carnet gestempelt. Im nächst größeren Ort besorgen wir uns noch eine Sim-Karte, wechseln unser restliches Geld, gehen einkaufen, tanken und heben noch Geld am Automaten ab. Jetzt sind wir erstmal wieder gerüstet.
Die Straßen hier sind viiieel besser als in Guinea. Vergleichbar mit Bundesstraßen in Deutschland.
Unseren Schlafplatz finden wir in Duékoué auf dem Parkplatz vor einem Restaurent/Bar. Wir sitzen hier noch lange draußen und zum Abendessen gibt es Bier ;-) Für 8 große Flaschen (0,65 L) zahlen wir hier im Restaurant mal gerade umgerechnet 7,- €.
Tag 58
Sonntag 24.08.2025 Elfenbeinküste
359 km von Duékoué (CI) bis San Petro (CI)
9894 km ab Bramsche
Morgens fahren wir direkt los und sind beide ein wenig verkatert. Wir wollen heute bis an die Küste fahren und haben uns einen Campingplatz am Strand rausgesucht, auf dem wir 2-3 Nächte bleiben wollen. Leider gibt es auch hier einige beschissene Straßen und es zeichnet sich immer mehr ab, dass wir es nicht bis zum Campingplatz schaffen werden. Kurz vor San Petro fangen wir dann an einen Schlafplatz zu suchen. Diesen finden wir in Form eines Rastplatzes für LKW und ein freundlicher Polizist zeigt uns den Weg und öffnet uns die Schranke zum Platz. Der Polizist ist wirklich extrem hilfsbereit und begleitet uns noch bis zu unserem Stellplatz, zeigt uns die Cafeteria usw. und bringt uns noch bis zum nächsten Restaurant. Dort essen wir echt leckeres Hähnchen mit Salat, Brot und leckeren Dips. Für das Essen zahlen wir 3.500 CFA (ca 5,- €) für beide.
Als wir fast fertig sind mit unserem Essen kommt der Polizist wieder. Dieses mal allerdings in Zivilkleidung. Er begleitet uns zurück zum Auto und ich biete ihm noch ein Bier an. Es kommen noch eine Frau und dann ein junger Mann, die wohl zum Parkplatz gehören, dazu und wir verbringen noch einen lustigen Abend zusammen. Wir müssen noch mit denen Tanzen (oder sowas ähnliches) und obwohl wir uns nicht wirklich unterhalten können haben wir sehr viel Spaß. Allerdings sind wir beide sehr KO, sodass wir uns schon um ca. 20:00 verabschieden und schlafen gehen.
Tag 59
Montag 25.08.2025 Elfenbeinküste
81 km von San Petro (CI) bis Sassandra (CI)
9.975 km ab Bramsche
Als ich morgens meine ersten Kaffee trinke, kommt unser Polizist von gestern schon wieder vorbei. Wieder total gut gelaunt und freundlich. Er wartet dann bei der Schranke um sich von uns zu verabschieden. Natürlich möchte er noch ein Abschiedsgeschenk von uns haben. Wir schenken ihm unser altes Fernglas, das wir eh wegschmeißen wollten, da an einer Seite das Glas kaputt ist. Ihn scheint es aber nicht zu stören, oder hat meine Erklärung nicht verstanden und freut sich tierisch darüber.
Zum angepeilten Campingplatz sind es nur noch 81 km und wir kommen dort um ca. 10:30 an.
Was ein geiler Platz! Direkt am Sandstrand stehen wir unter Palmen und sind die einzigen Camper hier. Der Betreiber Thomas ist nicht da und kommt erst etwas später. Zur Begrüßung bekommen wir erstmal frische Kokosnüsse zum trinken in die Hände gedrückt, welche wir noch mit etwas Whisky und Mangosaft zum Cocktail verfeinern. Wir entspannen etwas am Strand und machen abends noch ein Lagerfeuer direkt am Strand. Wie gesagt: was ein geiler Platz!
Zum Abendessen laden wir Thomas mit ein. Es gibt Corned Beef Eintopf aus dem Dutch Oven - war tatsächlich sehr lecker. Den restlichen Abend lassen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.
Tag 60
Dienstag 26.08.2025 Elfenbeinküste
Sassandra (CI)
9.975 km ab Bramsche
Wir schlafen morgens aus und den Rest des Tages machen wir ein bisschen STAR-Quatsch und basteln an der Website. Abends gibt es wieder ein schönes Lagerfeuer am Strand zusammen mit Thomas. Er hat extra viel Feuerholz besorgt. Leider haben wir aber kein Bier mehr :-(
Tag 61
Mittwoch 27.08.2025 Elfenbeinküste
Sassandra (CI)
9.975 km ab Bramsche
Wir beschließen noch für eine Nacht beim Camp zu bleiben und verbringen den ganzen Tag hier und kümmern uns noch um einige eVisa und machen etwas sauber und so...
Da das Wetter abends nicht ganz so berauschend sind, bleiben wir drinnen und machen Gesellschaftsspiele (Michelle mogelt).
Tag 62
Donnerstag 28.08.2025 Elfenbeinküste
233 km von Sassandra (CI) nach Dabou (CI)
10.208 km ab Bramsche
Heute verlassen wir diesen schönen Ort wieder. Wir gehen in Sassandra noch einkaufen, tanken und holen Geld ab, dann geht´s weiter Richtung Abidjan. Wir schlafen unterwegs in Dabou bei einem Restaurant. Wir fragen die Bedienung ob das möglich ist und sie ruft ihren Chef an. Dieser kommt auch vorbei und zeigt uns einen ruhigen Platz hinter dem Restaurant, wo wir schlafen können. Das Restaurant selbst war echt gut. Sah von vorne erst gar nicht so nett aus, aber innen drin ist es echt schick und der Chef kümmert sich um uns und übersetzt ein wenig. Wir essen Hähnchen mit Attiéké. Das ist ein traditionelles Gericht, das aus fermentiertem Maniok hergestellt wird. Dazu gibts noch ne Pizza.
Tag 63
Freitag 29.08.2025 Elfenbeinküste
93 km von Dabou (CI) bis Grand Bassam (CI)
10.301 km ab Bramsche
In Abidjan kümmern wir uns um das Visum für Congo Brazaville. Man bekommt ein Express Visum für 90 Tage für 135.000 CFA (etwa 205 €) zzgl. 10.000 CFA Bearbeitungsgebühr für das Datenblatt. Das ist zwar relativ teuer aber dafür können wir die Visa 3 Stunden später schon wieder abholen und müssen nicht 3 Tage warten. Die Wartezeit überbrücken wir mit Kaffee und Kuchen in einem Café die Straße runter.
Als wir die Visa wieder abholen, sehen wir am Eingang einen Aushang mit der Preisliste. Hier steht, dass das Visum 125.000 pP + 10.000 kostet. Wir haben also 10.000 pP zu viel bezahlt. Wahrscheinlich war das nur ein Verständigungsproblem, aber der Beamte hat unser Geld noch einmal nachgezählt und keinen Ton gesagt. Das hat er sich der Arsch wahrscheinlich selbst in die Tasche gesteckt. Selbst in so einer offiziellen Einrichtung wie einer Botschaft wird man beschissen...
Wir haben keine Lust auf Großstadt und fahren aus Abidjan wieder raus weiter Richtung Grand Bassam. Unseren Schlafplatz finden wir in einem kleinen Dorf kurz vor Grand Bassam. Laut Google Maps soll hier ein Campingplatz sein. Das ist leider nicht so. Auch die Anwohner wissen nichts von einem Campingplatz. Diese sind aber extrem gastfreundlich und wir dürfen auf einem freien Platz etwas außerhalb des Dorfes stehen. Dieser ist direkt vor dem Haus des einen. Echt mega freundlich.
Tag 64
Samstag 30.08.2025 Elfenbeinküste
128 km von Grand Bassam (CI) bis Noé (CI)
10.429 km ab Bramsche
Heute schauen wir uns Grand Bassam an. Ist schon cool sich hier mit den ganzen alten Kolonialbauten. Teilweise sind diese komplett verfallen, teilweise aber auch in Stand gehalten worden. Wir essen noch einen Burger im Restaurant und fahren dann weiter bis kurz vor die Grenze nach Ghana. Diese wollen wir morgen früh überqueren. Der Schlafplatz ist eine Empfehlung von Peter und Mamiko. Diese haben hier die Nacht zuvor verbracht.
Tag 65
Sonntag 31.08.2025 Elfenbeinküste / Ghana
164 km von Noé (CI) bis Sekondi-Takoradi (GH)
10.593 km ab Bramsche
Der Grenzübergang nach Ghana war unproblematisch. Schön ist, dass man in Ghana die Menschen endlich wieder versteht, da hier englisch gesprochen wird. Wir sind nach etwa 2 Stunden durch beide Seiten durch. Was etwas länger dauert, ist das warten auf die Sim-Karte. Diese holen wir direkt an der Grenze von einem fliegenden Händler. Es dauert ewig, bis das gebuchte Guthaben auf der Sim angekommen ist. Wahrscheilnich liegt es daran, das heute Sonntag ist. Dafür haben wir dann schließlich 90 anstatt 30 GB. Da ist wohl was schief gelaufen oder mehrfach gebucht worden, aber wir beschweren uns mal nicht...
In dem Ort an der Grenze werden wir noch von einem jungen Mann angesprochen, dass man in Ghana verpflichtend so Reflektoren an der Front und am Heck benötigt. Diese sehen wir auch tatsächlich an fast allen vorbei fahrenden Autos. Wir kaufen diese also bei ihm für 100 CDI (etwa
8,- €). Er fragt, ob wir sonst noch etwas benötigen (Öl o.ä.) und wir fragen, ob er auch einen Unterlegkeil für unser Auto hat (einen haben wir unterwegs verloren). Er sagt, dass er einen passenden hat und uns diesen holen will (kostet 100 CDI). Wir geben ihm das Geld und warten. Nach ca 20 Minuten kommt er zurück und erzählt uns, dass er den passenden hat, diese aber nur im Doppelpack verkauft werden, was dann 200 kostet. Nach einigem hin und her beschließen wir diese zu kaufen und geben ihm weitere 100 CDI. Wieder warten wir und diesmal dauert es deutlich länger. So langsam verhärtet sich der Verdacht, dass er nicht wiederkommen wird und wir verarscht wurden. Als er nach 1 Stunde immer noch nicht wieder zurück ist, gehe ich ihn suchen, haben aber natürlich keinen Erfolg. Der Typ ist längst über alle Berge. Es bleibt uns also nix anderes übrig als uns wegen soviel Dummheit selbst in den Arsch zu beißen und das Geld abzuschreiben (etwa 15,- €). Also fahren wir ohne Keile weiter.
Geschlafen haben wir in Sekondi-Takoradi bei einer Tankstelle. Um die Ecke holen wir uns noch etwas Street Food. Es gibt gegrilltes Rindfleisch und gegrillte Würstchen mit einem relativ scharfen Gewürz. Das schmeckte auch echt lecker nur leider hat mein Magen das Gewürz nicht vertragen. Hier muss irgendetwas dazwischen sein, gegen das ich allergisch bin und das ganze gute Essen kommt wieder raus :-(
Tag 66
Montag 01.09.2025 Ghana
91 km von Sekondi-Takoradi (GH) bis Kakum Nationalpark (GH)
10.684 km ab Bramsche
Heute besuchen wir den Kakum Nationalpark. Dieser ist vor allem für seinen Canopy Walk - eine Hängebrücke durch die Baumkronen im Regenwald - bekannt. Wir kommen dort egegen 10 Uhr an und frühstücken erstmal in Ruhe. Anschließend buchen wir die Combi-Tour mit einer Wanderung und dem Canopy Walk. Wir habe Glück und können die Tour alleine mit einem Guide machen. Die Wanderung durch den Regenwald ist echt cool und es gibt viele interessante Bäume und Pflanzen zu bestaunen. Tiere können wir leider keine entdecken, da der Wald einfach viel zu dicht ist und man nur ein paar Meter weit gucken kann. Die Wanderung dauert etwa 1,5 Stunden und anschließend geht es auf die Hängebrücke. Auch hier sind komplett alleine auf dem Pfad. Wir haben also genug Zeit um in Ruhe Fotos zu machen und die Natur zu bestaunen. Als wir den Pfad wieder verlassen kommt eine Gruppe mit bestimmt 15 - 20 Leuten - Glück gehabt.
Anschließend essen wir noch im Parkrestaurant. Es gibt Red Red mit Hähnchen. Das ist so eine Art scharf gewürzter Bohneneintopf. Sehr lecker.
Wir campen im Park auf dem Parkplatz und sind hier - bis auf einen Menschen von der Security, der hin und wieder rumläuft - komplett alleine über die Nacht. Da das Wetter sehr schön ist, sitzen wir noch lange draußen.
Tag 67
Dienstag 02.09.2025 Ghana
53 km von Kakum Nationalperk (GH) bis Elmina (GH)
10.737 km ab Bramsche
Am Wochenende soll hier in der Nähe in Cape Coast ein traditionelles Festival sein, zu dem auch die ganzen Könige usw. aus der Umgebung kommen sollen und es traditionelle Umzüge und so etwas gibt (Oguaa Fetu Afahye Festival). Diese Chance bekommen wir wahrscheinlich nicht so schnell wieder und von daher beschließen wir hier in der Nähe einige Tage zu bleiben und und einen Stellplatz zu suchen, von dem wir einige Tagesausflüge mit dem Moped machen können.
Unsere Wahl fällt auf das Ko-Sa Beach Resort, welches etwa 18 km von Elmina und 26 km von Cape Coast entfernt liegt.
Unterwegs machen wir noch einen kleinen Stop beim Hans Cottage Botel. Dies ist ein Hotel / Restaurant an einem See in dem Krokodile leben. Diese werden wohl von den Besitzern gefüttert und sind dadurch relativ zahm und mir etwas Glück kann man diese sogar streicheln. So viel Glück haben wir aber leider nicht, aber wir können ein kleines Baby bewundern und entdecken noch ein größeres auf einer kleinen Insel.
Das Resort ist echt super. Wie der Name schon sagt, liegt es direkt am Meer und der Strand ist ein Traum. Es gibt ein Häuschen mit Toiletten und Duschen und ein Restaurant / Bar direkt am Strand. Voll der Urlaub hier ;-). Das Campen kosten 100 CDI pro Person und Nacht und wir zahlen für 5 Nächte umgerechnet etwa 76,- €. Da kann man echt nicht meckern.
Abends essen wir noch im Restaurant. Es gibt gefülltes Hähnchen Filet mit Yam Pommes und Yam-Balls mit gegrilltem Gemüse in Soße. Das Filet ist super lecker.
Im Restaurant treffen wir noch das holländische Paar wieder, welches wir vor einigen Wochen in Conakry in der Botschaft getroffen haben. Diese wohnen hier einige Tage in einer der Lodges. Lustigerweise kennen die auch bereits Peter und Mamiko und diese überlegen ebenfalls für ein paar Tage hierher zu kommen. Die Welt ist ein Dorf...
Abends sitzen wir noch am Strand und unterhalten uns mit zwei Studenten aus Berlin. Diese haben wohl in der Elfenbeinküste eine Exkursion im Rahmen des Studiums gemacht und noch einige Tage Urlaub in Ghana hinten dran gehangen. Leider reisen die beiden morgen schon wieder ab. Es war mal wieder ganz nett sich mit Leuten auf deutsch zu unterhalten.
Tag 68
Mittwoch 03.09.2025 Ghana
Elmina (GH)
10.737 km ab Bramsche
Heute war ein reiner STAR und Website Tag. Eigentlich wollten wir noch schwimmen gehen, aber die Zeit war anderer Meinung. Dafür ist jetzt wieder alles auf Stand und das Moped glänzt richtig :-)
Als wir abends noch am Strand entlangspazieren, sehen wir Mamiko und Peter ankommen. Diese haben sich hier auch für ein paar Tage einquartiert und stehen mit ihrem Unimog neben unserem STAR. Wir verbringen zusammen mit den anderen Holländern einen netten Abend im Restaurant und quatschen noch bei einigen Bier bis ca. Mitternacht.
Tag 69
Donnerstag 04.09.2025 Ghana
Elmina (GH)
10.737 km ab Bramsche
Morgens sind wir beide ein wenig verkatert...also ist heute erstmal chillen angesagt. Wir gehen an den Strand schwimmen und gammeln hier etwa 3 Stunden mit einem Buch in der Hand rum. Nachmittags laufen wir dann doch nochmal los und schauen uns eine nahgelegene Lagune an. Abends am Camp basteln wir uns einen Gemüseeintopf. Schmeckt tatsächlich auch ohne Fleisch sehr gut.
Tag 70
Freitag 05.09.2025 Ghana
Elmina (GH)
10.737 km ab Bramsche
Heute fahren wir mit dem Moped ca. 18 km nach Elmina und schauen uns das Elmina Castle an. Dieses ist sehr beeindruckend - insbesondere wegen der traurigen Vergangenheit als Sklaven-
Umschlagplatz. Von hier aus wurden etwa 2.000.000 Menschen als Sklaven nach Amerika verschifft.
Wir sind mit der Führung gegen Mittag durch und fahren noch einige km weiter nach Cape Coast. Hier findet diese Woche das Oguaa Fetu Afahye Festival statt und heute ist Orange Friday. Hier gibt es einen langen Umzug und fast alle sind in orange gekleidet und tanzen zu lauter Musik auf der Straße. Es macht echt Spaß dem Treiben zuzuschauen. Irgendwann wird es dann aber zu voll und da wir lieber noch im Hellen zurück fahren wollen, machen wir uns um ca. 17:00 Uhr wieder auf den Rückweg.
Tag 71
Samstag 06.09.2025 Ghana
Elmina (GH)
10.737 km ab Bramsche
Heute fahren wir wieder nach Cape Coast um uns das Festival anzuschauen. Vorher laufen wir noch einmal kurz um das Cape Coast Castle. Da wir aber gestern bereits das Elmina Castle besichtigt haben, gehen wir nicht rein.
Heute ist der Haupttag des Festivals und alle Könige/Häuptlinge aus der Umgebung kommen vorbei und veranstalten einen traditionellen Umzug durch die Stadt. Wir schauen uns das ganz vom Victoria Park aus an. Hier endet die Prozession und die ganzen wichtigen Leute versammeln sich dort. Ist echt cool und wir sind froh, dass wir ein paar Tage hier geblieben sind, um uns das Festival anzuschauen.
Gegen 16:00 fahren wir wieder zurück. Wir standen den ganzen Tag in der prallen Sonne und sind dadurch ein bisschen fertig. Es scheint auch nicht mehr soviel zu passieren.
Tag 72
Sonntag 07.09.2025 Ghana
155 km von Elmina (GH) nach Banjiasi (GH)
10.892 km ab Bramsche
Heute ist Abreisetag vom Ko-Sa Beach. Nachdem wir alles zusammengepackt und ausgecheckt haben, ist es ca. 12 Uhr bis wir loskommen. Unser nächstes Ziel ist Accra, da wir dort noch die Visa für die Demokratische Republik Congo beantragen wollen. Wir steuern ein Hotel mit Stellplätzen für Camper außerhalb der Stadt an, um von dort aus mit dem Moped in die Stadt rein zur Botschaft zu fahren. Und da fahren wir so gemütlich über die Hoppel-Pisten und plötzlich kommt in eine großen Schwall eine riesige Menge Wasser übers Fahrerhaus. Da hat sich wohl der frisch gefüllte Wassertank (Rohr für die Außendusche) in der Sonne zu schnell erwärmt und das kleine Belüftungsloch kann den Druck nicht so schnell abführen, sodass die vordere Blindkappe komplett abfliegt und sich ca. 70 Liter Wasser auf einmal auf die Straße ergießen. Da müssen wir wohl nochmal bei...
Während der Fahrt stellen wir dann noch fest, dass die Kupplung nicht richtig greift und der Motor teilweise durchrutscht. Wir stellen die Kupplung an einer Stellschraube etwas nach und anschließend ist es zwar besser, aber noch nicht ganz weg. Vielleicht fehlt auch an der richtigen Stelle ein Tropfen Öl. Da wir so nicht weiter durch die Berge fahren wollen und es auch langsam anfängt zu dämmern, beschließen wir einfach bei einer Tankstelle unterwegs zu schlafen und am nächsten morgen nochmal zu schauen.
Tag 73
Montag 08.09.2025 Ghana
62 km von Banjiasi (GH) bis Aburi (GH)
10.954 km ab Bramsche
Morgens schauen wir uns erst nochmal die Kupplung an bevor es weitergeht. Die besagte Stellschraube stelle ich noch ein wenig weiter nach und öle alle in Frage kommenden Stellen ordentlich ein. Außerdem entdecke ich noch, dass die Rückholfeder für die Kupplung gerissen ist. Das könnte der Übertäter sein. Ich knicke diese ein bisschen zurecht und setze sie wieder ein.
Ich weiß jetzt nicht welche der Maßnahmen jetzt tatsächlich geholfen hat, aber als wir weiterfahren ist wieder alles ganz normal...
Gegen 11:15 kommen wir dann auch beim angepeilten Treehouse Hotel an. Dieses liegt an einem Hang mit Blick auf den angrenzenden Dschungel. Sehr cool. Wir können auf dem Parkplatz zwischen den Häusern parken. Da wir die einzigen Camper sind, ist der Stellplatz aber sehr nett und wir können die Dusche und Toilette in einem der Hotelzimmer benutzen. Der Besitzer ist wohl ein Holländer und total nett und gastfreundlich.
Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt haben, ist es zu spät um noch zur Botschaft zu fahren und dieses wird auf morgen verschoben. Den restlichen Tag verbringen wir damit ein bisschen zu Fuß die Gegend zu erkunden und laufen auch ein bisschen in den Dschungel hinein. Da es hier aber keine richtige Wege oder ähnliches gibt und wir keine Machete dabei haben, drehen wir wir nach einigen 100 Metern wieder um. Wir spazieren noch zum nächsten Marktstand und holen uns hier frisches Gemüse fürs Abendessen. Hieraus basteln wir uns eine leckere Soße und essen diese zusammen mit gekochten Yamswurzeln. Yammi, yammi...
Tag 74
Dienstag 09.09.2025 Ghana
Accra( GH)
10.954 km ab Bramsche
Nach einem kurzen Frühstück und einer warmen Dusche fahren wir ca. 30 km mit dem Moped nach Accra zur Botschaft der Demokratischen Republik Kongo. Der Antrag war echt einfach und alle super nett. Nach ca. 30 Minuten sind wir wieder draußen und können unsere Visa am nächsten Tag um 14 Uhr wieder abholen. Allerdings sind die Visa mit 250 $ pro Stück nicht gerade günstig.
Auf dem Rückweg halten wir noch bei einer Mall in der es auch einen echten großen Supermarkt gibt.
Abends wird noch lecker gegrillt. Es gibt Rinder-Steaks und als Beilage noch ein Steak. Anschließend feiern wir in Michelles Geburtstag rein. Boah ist die schon alt...
Tag 75
Mittwoch 10.09.2025 Ghana
Accra (GH)
10.954 km ab Bramsche
Irgendwer hatte die doofe Idee in Michelles Geburtstag reinzufeiern und ganz viel Whisky-Cola zu trinken... dementsprechend geht es uns auch und wir pennen so bis 10 und frühstücken irgendwie um 11 oder so. Um viertel vor 1 machen wir uns dann auf den Weg zur Botschaft. Hier geht alles easy und wir bekommen unsere Pässe mit den fertigen Visa schon auf dem Parkplatz in die Hand gedrückt :-).
Abends gibt es ein Geburtstagessen für Michelle bei Yao und seiner Familie und den anderen Gästen. Boah war das ein leckeres Barbecue Hähnchen. Dazu gibt es Jollof Reis und Käsebällchen. Beides auch total lecker. Zum Nachtisch gibt es noch Apple Crumble - Quasi als Geburtstagskuchen ;-)
Tag 76
Donnerstag 11.09.2025 Ghana
68 km von Accra (GH) nach Boti Falls (GH)
11.026 km ab Bramsche
Soooo wieder alles sauber machen, einräumen und duschen und dann Abfahrt. Wir fahren zu den Boti Falls und kommen hier um ca 14:30 Uhr an. Bevor wir zu den Wasserfällen gehen, machen wir noch eine Wanderung zu dem Umbrella Rock. Diese dauert ca. 1,5 Stunden und ist echt cool, aber teilweise auch ganz schön anstrengend.
Im Anschluss geht es dann zu den Wasserfällen. Diese sind super schön und man darf hier sogar baden und unterm Wasserfall duschen. Voll toll :-).
Wir fragen den Guide, ob wir auf dem Parkplatz campen dürfen und er sagt uns, dass sei kein Problem. Also essen wir noch ne Kleinigkeit im Restaurant und wollen dann zu Auto. Als wir der Bedienung erzählen, dass wir hier übernachten möchten, will sie das erst nochmal abklären und ruft ihren Chef an. Dieser will 150 Cedi (ca. 12 €) pro Person fürs Campen haben. Das ist uns dann fürs Übernachten auf einem einfachen Parkplatz dann doch zu viel und beschließen zu fahren. Auf dem Hinweg hatte Michelle schon einen großen Platz an der Straße entdeckt, welchen wir nun ansteuern und hier übernachten. Nicht der schönste Platz, aber umsonst...
Allerdings stand da wohl irgendwie ein Baum im Weg...
Tag 77
Freitag 12.09.2025 Ghana
56 km von Boti Falls (GH) Atimpoku (GH)
11.078 km ab Bramsche
Sooo Träger ist wieder wie neu...
Wir fahren weiter nach Atimpoku. Hier wurde uns von Yao ein Restaurant empfohlen mit Blick über den Volta Fluss / See. Wir überlegen noch eine Bootstour auf dem Fluss zu machen und da es auch einen Platz für Camper gibt (50 Cedi pP) beschließen wir hier für eine Nacht zu bleiben. Nachmittags fängt es leider an zu regnen, sodass wir die Bootstour auf morgen früh verschieben und beschließen noch eine Nacht dranzuhängen.
Weiterhin bekommen wir heute - nach einer freundlichen Erinnerungs-Mail - Bescheid, dass unsere e-Visa für Kamerun endlich durch sind. Wir haben jetzt soweit erstmal alle Visa zusammen und können bis Namibia durchfahren :-)
Zum Abendessen gibt es Fufu mit Hähnchen und RedRed mit Rind. Beides typische ghanaische / afrikanische Gerichte und echt lecker.
Tag 78
Samstag 13.09.2025 Ghana
Atimpoku (GH)
11.078 km ab Bramsche
Heute machen wir eine Boots-Tour mit nem Kanu.
Tag 79
Sonntag 14.09.2025 Ghana
113 km von Atimpoku (GH) nach Biakpo (GH)
11.191 km Bramsche
Michelles Handy ist kaputt. Es scheint zu starten (Vibration), aber der Bildschirm bleibt schwarz. Alles rumprobieren nütz nix. Es bleibt einfach schwarz. Wir müssen also mal so nen Handy Repair Shop ansteuern oder im schlimmsten Fall ein neues kaufen. Das wollen wir dann morgen in Ho machen, da wir heute noch zu dem Tafi Atome Monkey Sanctuary wollen. Das Sanctuary hat echt Spaß gemacht und wir konnten die Affen (bzw. Mona-Meerkatzen) mit Bananen füttern. Diese leben wild im Wald aber das Sanctuary kümmert sich ein bisschen um die und sie lassen sich von den Guides rufen - es gibt ja schließlich auch Bananen...
Unseren Schlafplatz finden wir bei der Mountain Paradise Lodge. Wie der Name vielleicht vermuten lässt, liegt diese mitten in den Bergen mit einem echt grandiosen Ausblick auf die Berge und den Wald. Wir sind die einzigen Gäste dort, allerdings dauert es keine 5 Minuten und Michelle hat die Tochter von den Besitzern auf dem Arm. Diese ist echt süß, aber auch ganz schön aufdringlich. Will alles sehen, anfassen und haben...das wird schnell ganz schön anstrengend. Zum Glück erlöst uns die Mutter als es anfängt dunkel zu werden.
Tag 80
Montag 15.09.2025 Ghana / Togo
92 km von Biakpo (GH) nach Kpalmié (TG)
11.283 km ab Bramsche
Wir fahren erstmal nach Ho und steuern einen Repair Shop für Michelles Handy an. Dort öffnen sie das Handy und probieren hier ca ne Stunde das Ding wieder in die Gänge zu bekommen, aber leider ohne Erfolg. Sie sind der Meinung, dass der Akku hin ist und leider haben sie dort für das Modell keine Ersatzteile. Da sie keinen Erfolg hatten, wollen sie auch kein Geld von uns, aber Michelle gibt Ihnen dennoch zumindest ein Trinkgeld.
Als Michelle das Handy im Auto dann noch einmal versucht zu starten, geht es plötzlich an und läuft wieder ganz normal. Da haben die wohl aus Versehen irgendeinen Kontakt gereinigt oder wieder in die Richtige Position gebracht oder so... :-)
Wir essen in Ho noch ne Pizza und fahren dann weiter zur Grenze nach Togo. Wir steuern eine sehr kleine Grenze an, da wir diese einfach viel sympathischer finden. So auch hier bei Kpedze. Alle super freundlich und hilfsbereit. Allerdings wussten die nicht so richtig was mit dem Carnet de Passages anzufangen und müssen das Ding erstmal studieren und schauen was die so machen müssen. Das ganze dauert ein bisschen, aber wir bekommen unseren Stempel an die richtige Stelle. Auf der Togo Seite müssen wir das Carnet ebenfalls erklären und der Zollbeamte macht brav alles nach unseren Anweisungen fertig.
Als wir durch die Grenze durch sind und als wir bei unserem Schlafplatz ankommen ist es bereits dunkel. Wir stehen bei der Ferme Yaka Yabe Lodge und lassen den Abend auf einer Bambusbank ausklingen. Diese ist aber wohl schon ein bisschen in die Jahren gekommen und nicht mehr so stabil wie sie aussieht...
Tag 81
Dienstag 16.09.2025 Togo / Benin
178 km von Kpalmié (TG) nach Abomey (BJ)
11.461 km ab Bramsche
Durch Togo fahren wir straight durch zur Grenze nach Benin bei Tohoun. Das war bislang der schnellste Grenzübergang von allen. Nach gerade einmal einer Stunde sind wir schon durch beide Seiten durch.
In Benin wollen wir uns die Stadt Abomey anschauen. Hier soll die Voodoo Kultur noch sehr aktiv sein und das wollen wir uns gerne genauer anschauen. Unser angepeilter Schlafplatz ist das Hotel Chéz Monique. Auch hier gibt es wieder einige Stellplätze für Camper und wir wollen zwei Tage dort bleiben. Als wir ankommen sehen wir direkt einen Unimog mit deutschem Kennzeichen. Michelle meint, dass sie diesen von einigen Fotos bei iOverlander wiedererkennt und dass es sich um das Paar handelt von dem uns Yao vom Treehouse in Ghana erzählt hat. Hier haben die beiden wohl einen ganzen Monat verbracht, weil sie auf Ersatzteile warten mussten. Das lustige dabei ist, dass die beiden aus der Gastronomie kommen und ihre eigene Wurstmaschine dabei haben. Als wir die beiden dann abends treffen, ist meine erste Frage also: Hallo, habt ihr zufällig eine Wurstmaschine dabei?
Da ist das Eis natürlich sofort gebrochen und wir verbringen einen feucht-fröhlichen Abend mit den beiden zusammen.
Tag 82
Mittwoch 17.09.2025 Benin
Abomey (BJ)
11.461 km ab Bramsche
Gestern Abend haben wir uns noch für heute mit Mark verabredet. Mark ist ein Guide, der Touren durch Abomey anbietet und uns die Voodoo-Kultur genauer zeigen kann. Da er morgens noch einen Termin hat starten wir erst um 13 Uhr. Mark fährt mit seinem Moped zu den einzelnen Stationen voraus und wir mit unserem hinterher.
Zuerst besuchen wir einen Voodoo-Priester in seinem Dorf. Das war echt faszinierend. Er erklärt uns die Kultur etwas genauer und führt auch einige Rituale durch. Zum Abschluss segnet er uns noch und wir haben einen echten Voodoo Glücksbringer gekauft. Dieser wird uns nun für immer beschützen und uns kann nichts schlimmes mehr passieren.
Der nächste Stopp ist der Fetisch Markt, auf dem man alle möglichen Utensilien kaufen kann, die man so für die Ausübung der unterschiedlichen Rituale benötigt. Angefangen von Halsketten, über diverse Gewürze und Zutaten bis hin zu toten Affen, Schlangen, Löwen- und Krokodilköpfen, usw.
Anschließend fahren wir weiter zu einem Königspalast. Auch hier erklärt Mark uns alles sehr genau und steigt tief in die Geschichte seines Volkes ein.
Weiter geht es zu zwei Voodoo-Tempeln. Den Chamäleon Tempel können wir auch von innen besichtigen. Echt cool.
Wir kommen um ca 19:00 Uhr wieder beim Camp an und sind eigentlich schon total platt. Dennoch verabreden wir uns mit Mark noch für später um uns eine echte Vodoo Zeremonie anzuschauen. Diese Chance können wir uns einfach nicht entgehen lassen. Mark holt uns um ca 21:00 Uhr ab und wir erreichen das Dorf mit der Zeremonie um ca 21:30 Uhr. Boah war das faszinierend. Das ganze Dorf ist für die Zeremonie zusammen gekommen und wir sind die einzigen Touristen hier. Noch authentischer geht es nicht. Die Priester und Priesterinnen tanzen in bunten Kleidern wild herum zu Trommelmusik und Gejohle aus der Menge. Sie tanzen sich regelrecht in Trance und laufen in die Menge um die bösen Geister zu vertreiben und um das Volk zu segnen. Auch wir werden gesegnet und ich bekomme einen großen Holzpenis in die Hand gedrückt. Hierdurch wird wohl die Manneskraft gestärkt...
Wir sind gegen 23:30 Uhr wieder zurück am Camp und danken Mark für den extrem interessanten Tag. Natürlich war das ganze nicht günstig, da wir überall Eintritt bzw. eine Spende bezahlen mussten, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Tag 83
Donnerstag 18.09.2025 Benin / Nigeria
173 km von Abomey (BJ) nach Ihunbo (NG)
11.634 km ab Bramsche
Heute geht es weiter zur Grenze nach Nigeria. Da wir keinen Bock auf Großstadt haben, wollen wir Lagos umfahren und suchen uns wieder eine etwas kleinere Grenze bei Idiroko raus. Auch hier war die Grenze wieder sehr entspannt und tatsächlich auf der nigerianischen Seite sehr strukturiert. Hier müssen wir zum ersten Mal tatsächlich auch unsere Impfausweise vorzeigen und es wird ein Foto gemacht während unsere Temperatur gemessen wird. Nachdem wir alles Stationen durch haben sind wir nach ca. 2 Stunden durch. Wir wechseln noch unsere letzten CFA in Naira und besorgen uns eine Sim Karte.
Die ganzen Straßensperren / Checkpoints auf den Straßen - insbesondere das erste Stück hinter der Grenze - sind echt strange. Es gibt welche vom Militär, von der Polizei, vom Zoll und irgendwie auch von allen möglichen Leuten in Zivil. Teilweise gibt es alle 100m einen Checkpoint. Der Sinn dahinter erschließt sich uns nicht so ganz. Klar soll das für Sicherheit sorgen, aber da würden auch je Dorf 1 - 2 von der Polizei reichen...Naja es sind alle freundlich und in der Regel werden wir einfach durchgewunken oder die Beamten wollen nur mal kurz quatschen und alle sind nett. Keiner kontrolliert das Auto oder unsere Papiere.
Für die erste Nacht in Nigeria haben wir uns ein Hotel rausgepickt mit einem großen Parkplatz mit einer Mauer drumherum. Wenn man hier im Restaurant etwas isst, ist das Parken für die Nacht gratis und wir bekommen sogar den Strom umsonst. Für das Essen zahlen wir inklusive 4 großen Bier 13.000 Naira (umgerechnet 7,40 €). Das nenne ich mal günstig. Auch das Tanken ist hier echt günstig. Der Liter Diesel kostet ca. 0,60 bis 0,70 €. Eine Schachtel Zigaretten kostet etwa 0,50 €
Tag 84
Freitag 19.09.2025 Nigeria
192 km von Ihunbo (NG) bis Imagbon (NG)
11.826 km ab Bramsche
Boah hatten wir heute ein geiles Erlebnis. Unterwegs an der Straßen versuchen wir verzweifelt Geld zu bekommen. Wir fahren ca. 7 - 8
Banken an und versuchen mit der Kreditkarte Geld abzuheben. Leider ist das Ergebnis immer das gleiche: Max. Betrag 20.000 Naira. Das sind umgerechnet etwa 11,- € und der Betrag liegt unterhalb des Minimalbetrages um mit der Karte Geld abzuheben. Bei drei Banken fragen wir nach, ob wir unsee Dollar gegen Naira tauschen können. Auch hier haben wir leider keinen Erfolg. Bei der letzten Bank gibt uns der Mitarbeiter eine Telefonnummer von einem Geldwechsler. Dieser geht aber nicht an sein Telefon. Wir sitzen also ein bisschen ratlos im STAR, als uns ein junger Mann anspricht, dem unser Auto gefällt. Wir quatschen ein bisschen und als er gehen möchte fragt er noch, ob wir irgendetwas brauchen. Ja wir brauchen Bargeld. Er versucht nun tatsächlich uns zu helfen und Bargeld zu organisieren. Zunächst geht er zu einer dieser Geld Tranfer Boxen, kann hier aber nur 30.000 bekommen. Er überlegt hin und her und ruft seinen Onkel an, der dann auch einige Zeit später hinzu kommt. Nun überlegen die beiden zusammen wie sie uns helfen können. Der Onkel ruft dann noch seinen Sohn??? an um ihm sein Portmonee zu bringen. Anschließend heben die beiden das Geld bei der Bank von ihrem privaten Konto ab und wechseln dieses - ohne Gebühren oder Gegenleistung - gegen unsere Dollar. Als wir noch so im Gespräch sind und von unsere Reise berichten, drückt uns der Onkel noch seine Karte in die Hand mit dem Hinweis, dass wir ihn anrufen können wenn wir irgendwie Probleme mit der Polizei o.ä. bekommen sollten. Es stellt sich heraus, dass er son Obermufti bei der Ogun State Police ist...
Baoh waren das geile, nette und hilfsbereite Leute!!! Vielen Dank noch einmal!!!
Weiter gehts zum nächsten angepeilten Schlafplatz. Es handelt sich um das Yomoje Nature Spring Water Resort in Imagbon. Der Platz ist sehr nett an einem kleinen Fluss mit natürlichem Pool gelegen und wir sind mal wieder die einzigen Gäste. Es hat auch Vorteile wenn man zur falschen Saison unterwegs ist...
Der Betreiber Michael ist total nett und wir sitzen abends noch bei ein paar Bier zusammen und unterhalten uns. Er war wohl vor einigen Jahren des Öfteren in Spanien und der Schweiz im Rahmen seiner Missionarstätigkeit unterwegs und möchte diesen Platz in der nächsten Jahren grundlegend sanieren und erweitern. Seine Frau hat später extra noch Essen für uns gemacht. Es gibt eine Fischsuppe mit Wels. War tatsächlich sehr lecker.
Tag 85
Samstag 20.09.2025 Nigeria
Imagbon (NG)
11.826 km ab Bramsche
Wir beschließen noch einen weiteren Tag bei Michael zu bleiben, da wir noch ein bisschen Website und STAR-Quatsch machen wollen.
Michael ist echt total gastfreundlich und betüdelt uns den ganzen Tag. Er zeigt uns seine Farm, die Fischzucht von seinem Bruder und bringt uns zum Mittag geräucherten Fisch mit geriebener Cassava-Wurzel von seiner eigenen Farm als Beilage. Hierzu fügt man ein wenig Wasser, wartet bis das ganze aufgequollen ist und isst das ganze dann wie einen Brei.
Tag 86
Sonntag 21.09.2025 Nigeria
238 km von Imagbon (NG nach Emure (NG)
12.064 km ab Bramsche
Michael sagt uns, dass wir zumindest einmal in dem Fluss schwimmen gehen müssen bevor wir fahren. Also springen wir nach dem Frühstück erstmal ins Wasser und planschen ein bisschen rum. Michael kommt mit ins Wasser und wir haben eine Menge Spaß.
Nach dem Bad geht es dann um ca.11 Uhr weiter. Die Straßen sind durchwachsen. Teilweise ausgebaut und in gutem Zustand wie Autobahnen in Deutschland und teilweise die krassesten Schlaglöcher. Die ganzen Checkpoints nerven ein wenig, aber weiterhin sind alle freundlich und die meisten winken uns so durch. Hin und wieder fragen die wohl mal nach Geld oder einer Kleinigkeit, aber mit nem Kugelschreiber oder nem Päckchen Maoam können wir alle abwimmeln. Wir kommen aber dennoch recht zügig voran und erreichen um ca 17:45 das Lolo Classic Motel. Wir essen etwas im Restaurant und können die Nacht umsonst auf dem großzügigen Parkplatz schlafen.
Tag 87
Montag 22.09.2025 Nigeria
199 km von Emure (NG) nach Itobe (NG)
12.263 km ab Bramsche
Heute möchte uns so ne Polizei Kontrolle tatsächlich ne Strafe aufbrummen, da diese mit unseren Papieren nicht einverstanden sind. Wir brauchen nigerianische Papiere, welche sie uns aber direkt vor Ort für 20.000 Naira ausstellen können. Das sehen wir natürlich nicht ein, da wir sicher sind, dass unsere Papiere ausreichend sind und die nur Kohle machen wollen. Wir zeigen unser Carnet und den internationalen Fahrzeugschein und diskutieren munter drauf los. Die bleiben aber bei Ihrer Position und die Diskussion nimmt kein Ende. Nach einiger Zeit holen wir die Karte von unserem Polizisten-Kumpel raus und versuchen diesen auch anzurufen. Leider geht er nicht dran, aber die Karte hat wohl schon etwas Eindruck gemacht. Nach weiteren 10 Minuten Diskussion werden diese langsam Einsichtig. Zum Schluss wollen sie nur noch eine Kleinigkeit damit wir weiter fahren können. Auch das sehen wir nicht ein und diskutieren auch diese Kleinigkeit noch weg, bis wir schließlich so weiter fahren können....
Unterwegs wollen wir noch eine Stadt umfahren, da wir bei iOverlander gelesen haben, dass hier eine Höhenbegrenzung für große Fahrzeuge sein soll. Die ausgewählte Umleitungsstrecke für allerdings etwa 10 km über einen Feldweg durch den Wald. Am Ende angekommen, müssen wir leider feststellen, dass auch hier eine Schranke mit Höhenbegrenzung ist und es keinen gibt der einen Schlüssel hat. Also drehen wir wieder um und fahren die 10 km Feldweg wieder zurück und nehmen eine andere Route. Aber auch an deren Ende gibt es wieder so einen Höhenbeschränkung. Dieses mal haben die Bewohner aber einen Schlüssel und wir sollen für das passieren 40.000 Naira bezahlen. Es müssen angeblich alle LKW Fahrer hier bezahlen und die haben auch so ne Liste mit LKW die bezahlt haben. Normalerweise kostet unsere Größe wohl 10.000 Naira aber wir sind ja reiche Weiße und deswegen können wir ja mehr bezahlen. Wir erklären, dass wir Touristen sind und nach einigem hin und her lassen sie uns für 5.000
Naira durch (ca. 3,- €).
Kurz vor unserem angepeilten Hotel (Royal Palace Hotel) müssen wir noch den Niger über eine lange Brücke überqueren. Die Aussicht auf den Fluss ist auch echt cool, nur doof, fass wir irgendwie die falsche Spur zu packen bekommen haben und so als Geisterfahrer über die Brücke fahren müssen. Anscheinend stört sich aber niemand hieran und da die Brücke 2-spurig ist, gibt es auch keine weiteren Probleme.
Beim Hotel müssen wir dieses mal ein Zimmer nehmen und schlafen auch in diesem. Schön ist aber anders...
Tag 88
Dienstag 23.09.2025 Nigeria
177 km von Itobe (NG) nach Otukpo (NG)
12.440 km ab Bramsche
Heute wollen die es echt wissen mit den nervigen Checkpoints. Gerade diese komischen inoffiziellen mit Männern ganz in schwarz gekleidet, teilweise mit ner Maske auf und umgehängter Waffe sind echt etwas strange. Einer dieser "Kontrolleure" ließ sich nicht mit nem Kugelschreiber oder Maoam abspeisen und als wir ihm kein Geld geben wollen ist er sehr angepisst und wir sollen an den Seitenstreifen fahren, wahrscheinlich, damit er uns davon überzeugen kann, dass wir ihm doch etwas geben müssen. Wir sind schon halb auf dem Weg zum Seitenstreifen, da hält ein Auto an, ein Polizist steigt aus und brüllt den Mann an, dass er uns in Ruhe lassen soll. Danach können wir tatsächlich so weiter fahren. Schwein gehabt :-) Diese eine Kontrolle war aber die absolute Ausnahme. Alle anderen waren immer total freundlich und haben uns in Ruhe gelassen.
Für die Nacht stehen wir wieder bei einem einfachen Hotel auf dem Parkplatz und wir müssen auch wieder ein Zimmer nehmen (11.000 Naira ca. 6,50 €). Dafür gibt es warmes Wasser, ne echte Toilette und Strom um unsere Batterien zu laden. Wir schlafen und essen aber im STAR.
Tag 89
Mittwoch 24.09.2025
158 km von Otukpo (NG) nach Katsina Ala (NG)
12.598 km ab Bramsche
Und wieder einmal ein reiner Fahrtag. Auch heute werden wir mal wieder kontrolliert. Es handelt sich aber tatsächlich um eine echte Verkehrskontrolle und die Beamten sind sehr korrekt. Er kontrolliert die Feuerlöscher, das Bremslicht, die Warndreiecke und möchte auch unser Ersatzrad sehen. Diese haben wir leider nicht, aber ich zeige ihm die Ersatzschläuche. Das reicht aber wohl nicht aus. Auch können wir keinen Geschwindigkeitsbegrenzer vorweisen. Der Beamte der die Kontrolle durchgeführt hat, führt mich dann zu seinem Chef, der im Auto sitzt und erklärt ihm unsere Vergehen. Der Chef möchte uns dafür eine Strafe aufs Auge drücken und will auch schon den Strafzettel ausfüllen (also so mit echter Quittung und so...). Ich diskutiere noch ein bisschen mit ihm, aber er bleibt dabei. Als ich ihm dann erzähle, dass wir Touristen sind und mit dem LKW aus Deutschland hier her gefahren sind, schwenkt er plötzlich komplett um und ist total fasziniert davon, dass wir tatsächlich mit dem Fahrzeug komplett von Deutschland dorthin gefahren sind. Ich zeige ihm noch unsere Website mit der Route und dann können wir so weiter fahren :-)
Und mal wieder stehen wir zum Schlafen auf einem Hotelparkplatz (The Mandate Hotel, 8.000 Naira, ca. 4,70 €). Da wir die einzigen Gäste sind, haben wir den ganzen Parkplatz für uns und wir stehen schön unter einem großen Mangobaum und schlafen im STAR.
Tag 90
Donnerstag, 25.09.2025 Nigeria
228 km von Katsina Ala (NG) nach Bali (NG)
12.826 km ab Bramsche
Nach Katsina wird alles viel freundlicher. Man fährt langsam Richtung Berge und die Landschaft wird schöner. Die Dörfer werden kleiner und die Leute winken wieder öfter freundlich.
Unser Hotel (Young JP Hotel) heute ist nicht so schön. Hier ist recht viel los und die Leute sind irgendwie alle sehr laut. Das Zimmer soll 20.000 Naira kosten und nach ein bisschen verhandeln bezahlen wir 8.000 Naira (4,70 €) fürs parken ohne Zimmer und 4.000 Naira (2,35 €) für unsere beiden Abendessen. Es gibt Pommes mit Omelette.
Tag 91
Freitag 26.09.2025 Nigeria
187 km von Bali (NG) nach Guroji (NG)
13.013 km ab Bramsche
Die Landschaft wird immer schöner und wir fahren schön durch die Berge. Unser heutiges Ziel ist Guroji. Von hier aus startet die Offroad-Strecke durch die Berge nach Kamerun. Diese wollen wir morgen angehen.
Das Hotel ist wohl das beschissenste von allen, aber mit 3.500 Naira (2,10 €) auch das günstigste bislang) Es ist schon krass, dass man hier für 2,- € ein Hotelzimmer bekommt. In Deutschland kann man dafür mal gerade ne Stunde im Parkhaus parken. Da wir wieder im STAR schlafen, ist das schäbbige Zimmer aber auch nicht so schlimm. Der Parkplatz dürfte aber echt etwas größer sein. Wir brauchen eine ganze Weile bis wir es rückwärts durch das schmale Tor auf den Platz schaffen. Einer der Einweiser möchte am nächsten Tag unbedingt mit uns mitfahren und uns bei der Strecke helfen. Das lehnen wir aber dankend ab.
Tag 92
Samstag 27.09.2025 Nigeria
49 km von Guroji (NG) bis Mayo Ndega (NG)
13.062 km ab Bramsche
Sooo der Spaß beginnt. Bereits nach ca. 3 km müssen wir einen feststeckenden Landrover befreien. Er ist wohl hauptsächlich in der Matsche stecken geblieben, da er einen Platten hat.
Die Straße ist total cool. Es geht über Steine, durch tiefe Schlammpfützen, über schmale Brücken, durch kleine Flüsse und teilweise extreme Steigungen hoch und runter. Die Strecke ist zwar echt anstrengend und hin und wieder rutscht man auch auf dem Schlamm zur Seite, aber das Fahren macht echt riesigen Spaß. Hier fühlt sich der STAR richtig wohl und er kann zeigen, wofür er gebaut wurde. Irgendwann sehen wir vor uns im Nebel einen LKW der feststeckt. Es handelt sich um einen großen Sattelschlepper und uns ist es ein Rätsel wie er es überhaupt bis dahin geschafft hat. Nach ner halben Stunde ist er aber wieder frei und fährt danach an den Straßenrand. Hat wohl keinen Bock mehr weiter zu fahren... Dieser LKW ist auch der einzige den wir auf der Strecke gesehen haben. Es sind überhaupt sehr wenige Fahrzeuge unterwegs. Neben einigen Mopeds sehen wir nur ne handvoll Geländewagen. Es gibt wohl nicht so viele Bekloppte die diese Strecke während der Regenzeit mit einem größeren Fahrzeug fahren.
Nachdem wir an dem LKW vorbei sind, stecken wir einige km weiter selbst fest. Eine der Schlammpfützen ist wohl so tief bzw. steil, dass der Mopedträger aufsetzte und wir nicht weiter vorwärts kommen. Wir schaffen es aber relativ zügig diesen wieder freizubuddeln und können rückwärts wieder aus dem Loch herausfahren. Man sieht den Pfützen echt nicht an wie tief diese sind. Als wir wieder draußen sind, sehen wir dann auch die Umfahrung um dieses Wegstück. Solche Umfahrungen gibt es hier sehr häufig. Wenn die "Straße" zu schlecht geworden ist wird einfach ein anderer Weg durchs Gelände daneben genommen.
Auch die Landschaft ist hier total schön. Ein bisschen wie in Bayern oder wie in Irland. Hin und wieder fahren wir durch kleine Dörfer und alle freuen sich. Die Kinder laufen teilweise nen km hinterher und winken.
Unseren Schlafplatz finden wir an einem kleinen Waldstück direkt an der Straße. Auf der Straße ist ein sehr großes Schlammloch, welches wir heute nicht mehr angehen wollen. Auch die Umfahrung ist nicht für uns geeignet, da diese durch das Waldstück geht und wir zu groß dafür sind. Die Nacht ist extrem ruhig. Sobald es dunkel ist hört man keine Fahrzeuge mehr. Das ist bei dieser Strecke mitten im Nirgendwo aber auch kein Wunder.
Tag 93
Samstag 28.09.2025 Nigeria / Kamerun
58 km von Mayo Ndaga (NG) nach Boundjoukoura ()
13.110 km ab Bramsche
Leider hat es nachts geregnet, was nicht unbedingt förderlich für den Zustand der Strecke ist. Auch morgens fisselt es noch ein bisschen. Als es aufhört schauen wir uns die Strecke vor uns nochmal an. Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig als mitten durch diese Schlammmatsche zu fahren. Da die Spurrinnen aber echt tief sind und wir Angst haben aufzusetzen, buddeln wir aber zumindest ein wenig die Erde von der Mitte runter. Beim ersten Versuch probieren nicht direkt durch die Spurrinnen zu fahren, sondern etwas daneben. Das hat aber leider nicht geklappt und der LKW zieht nach links weg. Da wollte ich jetzt so gar nicht hin. Das ist schon ein scheiß Gefühl, wenn man nach rechts lenkt, der LKW aber komplett nach links rutscht... Also wieder zurück und neuer Versuch. Dieses mal steuer ich direkt auf die Matsche-Spurinnen-Pfützen drauf zu und tatsächlich zieht der STAR sich so dadurch. Echt krass.
Auch die weitere Strecke wird nicht wirklich besser und durch den Regen ist die Strecke teilweise sehr rutschig. Zum Glück scheint aber inzwischen die Sonne und wir beschließen erstmal eine ausgiebige Frühstückspause zu machen, in der Hoffnung, dass die Sonne die Strecke etwas trocknet. Nach etwa 1,5 Stunden fahren wir dann weiter und schaffen es tatsächlich ohne weitere Zwischenfälle uns bis zur Grenze durchzukämpfen. Als wir dort ankommen, sind die total verwirrt und überrascht, dass dort überhaupt irgendwelche Touristen ankommen. Der Chef der Zollstation ist auch nicht da und muss erstmal angerufen werden. Er sagt, dass in der Trockenzeit teilweise 10 oder sogar 20 Fahrzeuge am Tag hier durch kommen, aber in der Regenzeit quasi keiner. Er macht aber ohne Probleme unsere Papiere fertig und zum Abschied müssen wir noch ein paar Selfies mit ihm machen.
Auch die Polizeistation ist sehr entspannt und fix. Wir können sogar noch unser restliches Geld aus Nigeria tauschen und dürfen uns auf der Tür - neben vielen anderen Overlandern - verewigen.
Die Einreise nach Kamerun ist einige km weiter und die Strecke bleibt so abenteuerlich. Was uns ein bisschen wundert ist, dass wir keinen Einreisestempel bekommen. Angeblich ist das nicht notwendig. Unser Carnet bekommen wir leider nicht gestempelt und müssen dieses in Banyo machen (ca. 30km weiter). Das schaffen wir heute aber nicht mehr und suchen uns einen Schlafplatz einige km hinter der Grenze.
Tag 94
Montag 29.09.2025 Kamerun
65 km von Boudjoukoura (CM) nach Toukouroua
13.175 km ab Bramsche
Bis Banyo bleibt die Strecke spannend. Einmal haben wir wohl die falsche Abbiegung genommen (auf Google Maps ist nicht immer Verlass) und die Spur wird immer schmaler. Man sieht an den Spuren, dass hier kaum 2-spurige Fahrzeuge unterwegs sind. Das ist schon ein scheiß Gefühle, wenn rechts ein steiler Abhang ist und die Straße gerade breit genug für den LKW ist...
In Banyo lassen wir beim Zoll unser Carnet stempeln. Da wir gelesen haben (iOverlander), dass man für die Versicherung auch ein Passavant benötigt, lassen wir uns dieses ebenfalls ausstellen (Für die Versicherung haben wir es nicht gebraucht, aber bei den Kontrollen wollten die das mehrfach sehen). Doof ist nur, dass deren Drucker kaputt ist und die in die Stadt fahren müssen um die Papiere auszudrucken. Da es auch sonst nicht unbedingt die schnellsten Beamten sind brauchen wir etwa 2 Stunden bis wir alles haben. Wir besorgen uns in Banyo noch eine Sim-Karte und Bargeld.
Da es schon relativ spät ist als wir weiterfahren,, suchen wir uns kurz hinter Banyo einen Schlafplatz und der Tag ist auch schon wieder vorbei.
Tag 95
Dienstag 30.09.2025 Kamerun
111 km von Toukouroua (CM) nach Magba (CM)
13.286 km ab Bramsche
Die Straße nach Banyo bleibt bescheiden. Asphalt gibt es nur hin und wieder an einigen Steigungen. Als wir durch ein Dorf fahren stehen wir plötzlich vor einer geschlossenen Schranke. Wir fragen rum was los ist und irgendwann kommt auch der Zuständige zu uns. Er erzählt uns, dass die Straße für große Fahrzeuge gesperrt sei, da es geregnet hat und der Zustand schlecht ist, aber für ein bisschen kleines Geld können wir trotzdem passieren. Nach einigem hin und her drücken wir ihm ein paar Münzen in die Hand. Das ist ihm aber wohl zu wenig und er ist regelrecht beleidigt. Nun möchte er 5.000 CFA (7,50 €) von uns haben. Schließlich sind wir ja reiche Touristen und wenn wir so ein großes Auto fahren, haben wir auch Geld. Das sehen wir natürlich nicht ein und diskutieren fleißig drauf los. Er lässt sich aber von seiner Forderung nicht abbringen. Nach einiger Zeit kommt ein älter Herr dazu, der wohl wegen seiner Arbeit hier gerade im Hotel wohnt. Dieser hat Verständnis mit uns und handelt den Typen auf 2.000 CFA runter. Da umdrehen keine Option ist, bleibt uns nichts anderes übrig als zu bezahlen und wir können weiter fahren.
Abends steuern wir zum Schlafen ein Hotel (Motel La Rose, 7.000 CFA, ca. 14,- €) an. Wir können unsere Batterie laden und wir können mal wieder duschen. Abends sitzen wir noch recht lange mit dem Sohn des Betreibers und seinem Kumpel zusammen und unterhalten uns über Kamerun, Afrika und Europa.
Tag 96
Mittwoch 01.10.2025 Kamerun
82 km von Magba (CM) bis Koutaba (CM)
13.368 km ab Bramsche
Da es gestern Abend ein bisschen später geworden ist und es morgens in Strömen regnet kommen wir erst um 11 Uhr los. Wir steuern Foumban an, da wir uns dort um die Versicherung für die Fahrzeuge kümmern wollen. Die Straßen aber Magba sind in einem suoer Zustand. Es gibt wunderschönen Asphalt und gar nicht so viele Schlaglöcher.
Angekommen beim Versicherungsbüro ist die Tür aber verschlossen. Ich rufe die Telefonnummer an, die draußen auf der Tür steht und ein paar Minuten später ruft der Vertreter auch zurück. Ich erzähle ihm, dass ich bei seinem Büro bin und er sagt, dass er dahin kommt. Als er nach einer Stunde immer noch nicht da ist, rufe ich erneut an und er versichert mit, dass er kommt. Wieder ne Stunde später das gleiche Spiel: Ich rufe an und seine Antwort lautet: " I am coming, I am Coming...". Die netten Marktdamen haben mir inzwischen schon einen Stuhl besorgt und bieten mir auch ein paar Erdnüsse an. Als er nach einer weiteren Stunde immer noch nicht da ist, haben wir die Schnauze voll und fahren weiter. Wir beschließen das nächste Versicherungsbüro ein paar Orte weiter anzusteuern. Als wir gerade aus dem Ort raus sind werden mal wieder von der Polizei kontrolliert und die wollen natürlich auch unsere Versicherung sehen. Als wir erklären, dass wir auf dem Weg dorthin sind und denen auf dem Handy das Versicherungsbüro zeigen, ist es aber in Ordnung und wir können so weiterfahren ohne dass wir eine Strafe oder so bezahlen müssen. Man hat hier grundsätzlich eher das Gefühl, dass die Kontrollen sehr korrekt ablaufen und die tatsächlich echte Verkehrskontrollen durchführen und nicht versuchen einem Geld aus der Tasche zu leiern. Das kennen wir auch anders.
Da es inzwischen bereits 16:30 Uhr ist, erreichen wir das Versicherungsbüro heute aber nicht mehr und übernachten in einem Hotel (Hotel Hamza 10.000 CFA, ca. 15,- €) in dem Ort davor. Eigentlich hatten wir ein anderes Hotel angepeilt, aber da gerade Markt ist, war die Zufahrtsstraße mit diversen Autos zugeparkt.
Tag 97
Donnerstag 02.10.2025 Kamerun
280 km von Koutaba (CM) bis Obala (CM)
13.648 km ab Bramsche
Heute hat es mit der Versicherung geklappt. Diese ist aber mit 131.000 CFA (ca. 197 ,-€) für beide Fahrzeuge für 2 Monate recht teuer.
Die Straßen sind echt top und wir kommen gut voran- Dafür muss man hin und wieder ein bisschen Maut bezahlen. Das ist aber nicht der Rede wert. Wir bezahlen 4 x 500 CFA (ca. 0,75 €)
Es gibt sogar einen echten Rastplatz für LKW auf dem wir die Nacht verbringen. Dieser ist aber wohl noch im Bau und wir sind die einzigen dort.
Tag 98
Freitag 03.10.2025 Kamerun
87 km von Obale (CM) bis Bikok (CM)
13.725 km ab Bramsche
Wir beschließen, dass wir mal wieder 1-2 Tage Ruhe brauchen und steuern einen Campingplatz mitten im Regenwald an. Vorher müssen wir uns aber noch durch den Verkehr von Yaounde quälen. Das fahren macht hier echt keinen Spaß und es gibt jede Mange Stau. Der Vorteil ist aber, dass es in Yaounde einen echten großen Supermarkt gibt und wir füllen unsere Vorräte mal wieder ordentlich auf.
Wir erreichen um ca. 15:30 Frutopia. Es handelt sich hierbei um eine Farm die von einem Franzosen und seiner Frau geführt wird und sich noch im Aufbau befindet. Hier möchten sie auch einen kleinen Campingplatz für Overlander usw. errichten mit einigen Lodges im Regenwals. Wie sich nachher herausstellt sind wir tatsächlich die allleresten Gäste hier.
Die Betreiberfamilie ist extrem gastfreundlich und um uns bemüht. Zur Begrüßung gibt es erstmal frisch gepressten Hibiskussaft aus eigenem Anbau und einige Mückenspiralen gegen die Moskitos.
Wir beide mögen diesen Platz total gerne. Wir sind tatsächlich mitten im Wald und auf einem kleinen Platz neben der Farm irgendwo im Nirgendwo. Es fährt kein einziges Auto oder Moped vorbei. Total entspannt...
Abends wird endlich mal wieder ordentlich gegrillt.
Tag 99
Samstag 04.10.2025 Kamerun
Bikok (CM)
13.725 km ab Bramsche
Die Nacht war echt extrem ruhig. Man hört nichts außer dem zirpen der Insekten und dem Gesang der Vögel.
Zum Frühstück bekommen wir erstmal eine frisch geerntete Papaya geliefert :-) Total lecker.
Nach dem Frühstück schauen wir uns die Farm an. Echt faszinierend was die Familie hier mitten im Wald schon alles aufgebaut hat und noch plant. Es macht total Spaß die ganzen unterschiedlichen Früchte zu probieren, die wir größtenteils gar nicht kennen. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden und ist echt interessant. Auch durch den Regenwald spazieren wir noch ein bisschen.
Den Rest des Tages verbringen wir damit an der Website zu basteln und den STAR aufzuräumen und sauber zu machen. Auch unsere Wäsche lassen wir waschen.
Abends basteln wir uns lecker Gulasch im Dutch-Oven. Hierfür gibt es frischen Oregano und Thymian von der Farm :-)
Doof ist nur, dass es anfängt zu regnen und wir stehen zum kochen unter einem Regenschirm. Aber das Essen hat trotzdem geschmeckt.